Apple hat das Skizzier- und Zeichenprogramm Paper zur offiziellen iPad-App des Jahres gekrönt. Zu den weiteren App-Highlights zählen Immonet und Schuhbecks Videokochschule.
13 Kategorien umfasst die Liste der von Apple prämierten Apps und Spiele des Jahres für das iPad. Darunter finden sich allerlei Anwendungen, bei denen sich ein genauer Blick lohnt, etwa bei Paper (gratis mit In-App-Käufen), einer vielseitigen Grafik-App, oder beim Nachschlagewerk The Design Museum Collection for iPad (kostenlos). Interessant sind auch die Apps Immonet (kostenlos) und Schuhbecks Videokochschule (1,79 Euro).
Immonet: Wohnungs- und Haussuche Die App rund ums Mieten, Vermieten, Kaufen und Verkaufen von Immobilien geht in Sachen Touch-Bedienung neue Wege: Nach Eingabe einer Stadt oder Postleitzahl in Immonet erscheint eine Karte der betreffenden Region auf Basis von Google Maps. Mit einem Stift umkreisen Sie nun das gewünschte Suchgebiet, etwa einen Stadtteil oder eine Straßenpartie. Schon liefert die App die passenden Angebote mit genauem Standort, Beschreibung und Bildern. Die Offerten lassen sich sortieren und bei Bedarf weiter eingrenzen. Dank AirPlay-Unterstützung kann man sich die Fotos interessanter Angebote im Kreise der Familie sogar auf dem Fernseher anschauen. Plattform: iPad Sprache: Deutsch Preis: kostenlos Immonet im Apple App Store
Paper: Zeichen- und Skizzen-App Bei Paper dreht sich alles ums Malen mit Stift und Papier. Statt echten Blättern stellt die App digitale Notiz- und Skizzenbücher bereit, in denen Sie mit dem Finger oder einem iPad-Stift Eintragungen in Text- oder Grafikform machen. Die Schreibstifte, Füller und Farbpinsel verhalten sich dabei wie Zeichenwerkzeuge aus der analogen Welt. Die Basis-App ist kostenlos, finanziert wird die App über allerlei In-App-Käufe. Anzuraten ist das Essentials-Pack mit allen wichtigen Malwerkzeugen (5,99 Euro) sowie der Farbmixer (1,79 Euro). Somit kostet die App am Ende also 7,78 Euro. Plattform: iPad Sprache: Deutsch Preis: kostenlos, In-App-Käufe Paper im Apple App Store
Schuhbecks Videokochschule: Kochlehrgang Die bodenständige Küche mit bayerischem Einschlag ist das Markenzeichen von Alfons Schuhbeck. In seiner neusten App stellt der Koch rund 100 Rezepte vor, die sich dank Zubereitungsvideos allesamt zuhause leicht nachkochen lassen sollen. Die Bandbreite reicht von Kartoffelrösti mit Lachs über Kartoffelsalat, Grießnockerlnsuppe und Remouladensauce bis hin zu Krautwickel mit Tomatensauce – ein paar mehr Rezepte hätten der App gut getan. Ergänzend zu den Videos gibt es eine Einkaufsliste und die Kochanleitung in Textform. Plattform: iPad Sprache: Deutsch Preis: 1,79 Euro Schuhbecks Videokochschule im Apple App Store
The Design Museum Collection for iPad: Möbelklassiker-Nachschlagewerk 59 Möbelstücke und Wohnutensilien, die zum Klassiker geworden sind, stellt diese App für das iPad dem designinteressierten Nutzer vor. Mit dabei sind etwa der berühmte Flötenwasserkessel mit der Mehrtonpfeife, der Spannledersessel Wassily und Sonys Discman-Urmodell. Herausgeber der App ist das ehrenwerte London’s Design Museum, dessen Mitarbeiter die Bedeutung der einzelnen Wohnobjekte in Videokommentaren erläutern. Zeichnungen und Fotos zeigen die ursprünglichen Modelle und geben einen Eindruck der Meilensteine etwa von Dieter Rams, Zaha Hadid, Jonathan Ive, Manolo Blahnik und Saul Bass. Plattform: iPad Sprache: Englisch Preis: kostenlos The Design Museum Collection for iPad im Apple App Store
The Room: Kniffelige Physik im Mystery-Gewand Wie wichtig gute Zutaten für ein gelungenes iPad-Spiel sind, beweist The Room, ein gar nicht so einfaches Point-and-Click-Physikpuzzle im Gewand einer Mystery-Szenerie. Die Grafik ist ansprechend und detailliert gestaltet, die Steuerung mit dem Finger präzise und eingängig, der Soundtrack sorgt für einen mystischen Rahmen und die Hintergrundgeschichte gefällt. Die Rolle des Spielers ist es, ein von seinen Vorfahren hinterlassenes Geheimnis zu entschlüsseln, wozu es zahlreiche Rätsel zu lösen gilt, die mit Kisten und Boxen zu tun haben. Mit der nötigen Portion Logik und der Hilfe einer Brille, die nützliche Tipps verrät, kommt man gut ans Ziel. Plattform: iPad Sprache: Deutsch Preis: 1,79 Euro The Room im Apple App Store
Bestes Spiel des Jahres wurde The Room (1,79 Euro) gefolgt vom zweitplatzierten Eufloria HD (4,49 Euro). Wie zu erwarten sind auch Klassiker wie iPhoto (4,49 Euro), Pages (8,99 Euro), GoodReader for iPad (4,49 Euro), Skype for iPad (kostenlos) und DB Navigator (kostenlos) unter den Preisträgern.
Auffinden lassen sich diese und viele weitere Apps im App Store. In Apples Software-Laden tummeln sich neben Apps für das iPhone und den iPod Touch sowie Universal-Apps, die auch auf dem iPad laufen, immer mehr reinrassige iPad-Apps. Einsetzen lassen sie sich von wenigen Ausnahmen abgesehen auf allen iPad- und iPad-Mini-Modellen von der ersten bis zur aktuellen Generation. Apple hat es bislang allerdings versäumt, echte iPad-Apps mit einem entsprechenden Symbol eindeutig zu kennzeichnen. Ein aussagekräftiges Icon in Form eines Pluszeichens tragen im App Store nur Universal-Apps. Immerhin bekommt man beim Aufruf des App Stores am iPad nur passende Apps angezeigt.
Zwar hat Apple den App Store im Rahmen der Veröffentlichung von iOS 6 optisch aufgefrischt, doch selbst die Sonderseite zu den Apps des Jahres muss man in der Rubrik „Highlights“ erst umständlich suchen. Deshalb stellen wir die fünf interessantesten Preisträger hier vor.