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Apps für die Küche Die besten Koch- und Rezepte-Apps

von
Koch- und Rezepte-Apps
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Ob schneller Mittagslunch oder opulentes Abendmenü, Rezeptesammlungen fürs Smartphone halten die passenden Kochvorschläge parat - und beschreiben auch gleich, wie die Zubereitung abläuft.

"Was kommt denn heute auf den Tisch?" ist eine viel gehörte Frage des Alltags. Wer sich noch nicht sicher ist, bei welchem Gericht er den Kochlöffel schwingen wird, findet in Koch- und Rezepte-Apps fürs Smartphone und Tablet Anregungen aller Art. Die Apps wissen sogar, wie man mit Resten im Kühlschrank ein leckeres Menü zaubern kann.

Meist lassen sich die Rezepte nach Kategorien durchblättern oder nach Zutaten suchen und sich Fotos der Gerichte ansehen.

Dank Einkaufszettelfunktion in der App kann man im Supermarkt oder Gemüseladen nachsehen, welche Zutaten noch benötigt werden. Gute Koch-Apps eignen sich ähnlich wie gedruckte Rezeptbücher auch zum Stöbern, wenn man selbst gerade nicht am Herd stehen möchte.

"Schuhbecks Video Kochschule" ist eine interaktive Kochschule von und mit Alfons Schuhbeck. ©

Tausende Rezeptideen

Koch- und Rezepte-Apps lassen sich in mehrere Kategorien einteilen: Da sind zum einen die Rezeptearchive der großen Hobbykoch-Websites wie Chefkoch.de oder Kochmeister. Hauptvorteil dieser Apps ist das große Rezeptportfolio: Mehrere Hundert bis Tausend Gerichte lassen sich damit abrufen.

Die Apps dienen als eine Art Sammelbecken für die Rezepte des dahinterstehenden Web-Portals. Die Kochvorschläge stammen also nicht von einigen wenigen Autoren, sondern von einer großen Online-Community. Als gute Orientierungshilfe enthalten die Apps Bewertungen von anderen Nutzern, die das Rezept nachgekocht haben.

Andere Rezepte-Apps stammen oft von bekannten Profi-Köchen. Von Johann Lafer über Frank Rosin, Jamie Oliver und Cornelia Poletta bis hin zu Alfons Schubeck finden sich in den App-Stores viele aus Kochbuchregalen und TV-Kochsendungen bekannte Gesichter wieder.

Ihre Apps enthalten zwar oft nur einige dutzend Gerichte, Beilagen oder Saucen, dafür kann man sich auf die Angaben allerdings in der Regel verlassen und hat eine Art Geling-Garantie. Die Beschränkung auf eine Auswahl an Rezepten ist Teil eines Vertriebskonzepts, schließlich möchten die Köche ja nicht das ganze gewinnversprechende Rezeptpulver auf einmal verschießen, sondern weitere Apps anbieten können.

Wie bei den gedruckten Kochbüchern der Sterneköche sind die in den Apps enthaltenen Fotos unter Mitwirkung von Food-Stylisten entstanden - zuhause wird es also nicht immer so perfekt aussehen.

Rezepte-Apps als Werbung

Die Industrie nutzt Rezepte-Apps fürs Marketing. Die Dr. Oetker Versuchsküche, das berühmte Maggi Kochstudio und viele Hersteller von Nahrungsmitteln oder Küchenzubehör haben Apps rund um ihre Produkte entwickelt. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Man sollte sich nur im Klaren darüber sein, welche Intention die Herausgeber der Apps verfolgen, um die kulinarische Qualität der Rezeptvorschläge besser beurteilen zu können.

Auch traditionelle Kochbuchverlage setzen manche ihrer gedruckten Werke als App um.

Schließlich gibt es jede Menge Rezepte-Apps von kleineren Anbietern. Dahinter stecken oft Einzelpersonen oder kleinere Firmen, die Rezeptsammlungen zu einem bestimmten Schwerpunkt kostenpflichtig veröffentlichen. Manches darunter ist sehr gut, vieles allerdings auch Schrott.

60.000 Rezepte von Kochmeister

Die Begrüßung bei "60.000 Rezepte von Kochmeister".

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Wir stellen die besten Kochbuch- und Rezepte-Apps genauer vor.

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Chefkoch.de Rezepte

Die werbefinanzierte App dient als Frontend für das riesige Kochportal Chefkoch.de. Über 220.000 (!) Rezepte sollen enthalten sein. Zu jedem davon nennt die App Schwierigkeitsgrad, Zubereitungszeit, Zutatenliste, Kommentare und Nutzerbewertung - die beiden letzteren aber nur, wenn sie auch online vorhanden sind.

Sehr viele Gerichte werden ohne Foto angezeigt - das dürfte visuell veranlagte Hobbyköche stören. Der Zutatenportionen-Umrechner ermittelt die Zutatenmenge für die gewünschte Zahl an Essern. Mit "Ähnliches" schlägt die App verwandte Gerichte vor, liegt dabei aber oft ganz schön daneben.

Plattform: Android, iOS

Sprache: Deutsch

Preis: kostenlos

Chefkoch.de Rezepte im Google Play Store

Chefkoch.de Rezepte im Apple App Store

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60.000 Rezepte von Kochmeister

"Willkommen bei der beliebten Community für Hobbyköche" begrüßt die App ihren Nutzer. Anschließend stehen gut 65.000 Rezepte zur Auswahl. Die durchweg übersichtliche Gestaltung der App vereinfacht die Navigation. Man kann nach Rezeptkategorie (etwa Geflügel, Beilage oder Dessert), Land, Schwierigkeit und Zubereitungszeit suchen. Die Treffer lassen sich bei Bedarf auf vegetarische Gerichte oder Diätrezepte einschränken.

Neuen Rezepten, dem Rezept des Tages und Themen-Specials sind eigene Bereiche gewidmet. Portionsrechner, Einkaufsliste und eine Favoritenliste sind enthalten, ebenso eine Notizfunktion und die Möglichkeit, Rezepte zu versenden.

Plattform: Android, iOS

Sprache: Deutsch

Preis: Basisversion kostenlos, Vollversion 1,39 Euro / 1,79 Euro

60.000 Rezepte von Kochmeister im Google Play Store

60.000 Rezepte von Kochmeister im Apple App Store

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321kochen.tv

Kochanleitungen in Videoform bietet die App des Online-Kochportals 321kochen.tv . Enthalten sind gut 1.000 Rezepte in Textform mit Videos aus TV-Kochshows wie Die Küchenschlacht, Lanz kocht und Lafer-Lichter-Lecker.

Die meisten der Rezepte stammen von Promi-Köchen wie Lichter, Mälzer, Hermann und Henssler. Im Bestand blättern kann man nach Kategorie, Koch, Ursprungssendung oder von A bis Z. Es gibt die obligatorische Suche, eine Einkaufsliste und eine Favoritenablage. Für den Zugriff auf die in der App enthaltene Videokochschule werden 3,59 Euro für 30 Tage fällig.

Schwach: Die App nutzt die große Display-Fläche des iPhone 5 nicht aus.

Plattform: iOS

Sprache: Deutsch

Preis: App kostenlos, Videokochschule: 3,59 Euro / 30 Tage

321kochen.tv im Apple App Store

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Dr. Oetker Rezeptideen

Für die Nachkriegsgeneration war Dr. Oetker eine Institution und noch heute füllen die Produkte des Herstellers Regale im Supermarkt. Die vorliegende App enthält zwar keine Kochanleitung für Tütensuppen, allerdings finden erwartungsgemäß bei vielen der 1.000 Gerichte Zutaten aus dem Hause Dr. Oetker Verwendung.

Auf der Begrüßungsseite der App wählt man ganz oben die Kategorie, etwas "Kochen" oder "Backen", darunter eine Unterkategorie wie "Nudeln & Reis" und schließlich die Zubereitungszeit aus. Vor allem Backrezepte gibt es in der unscheinbaren, aber nutzwertigen App jede Menge.

Plattform: Android, iOS

Sprache: Deutsch

Preis: kostenlos

Dr. Oetker Rezeptideen im Google Play Store

Dr. Oetker Rezeptideen im Apple App Store

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Schuhbecks Video Kochschule

Hier zeigt der Meister der bayerisch-internationalen Schmankerlküche knapp 100 alltagsgeeignete Rezepte in Form von Videoanleitungen. Es gibt etwa Brätstrudelsuppe, Gulasch mit Bandnudeln, Zitronenbackhendl und einen geeisten Kaiserschmarren.

Zu jedem Gericht stehen neben der Videokochanleitung noch eine Zutatenliste mit Mengenangaben und das Rezept in gewohnter Textform zu Verfügung. Das Anleitungsvideo kann man auch im Vollbildmodus abspielen.

Ein paar mehr Rezepte wären wünschenswert.

Plattform: iOS

Sprache: Deutsch

Preis: 1,79 Euro

Schuhbecks Video Kochschule im Apple App Store

 
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