Wer vorsichtig mit Strahlung umgehen will, kann beim Kauf eines Handys oder Smartphones auf einen niedrigen connect-Strahlungsfaktor achten. Der wird aus dem SAR-Wert und der Sendeleistung ermittelt. Denn der SAR-Wert, der angibt, wie viel Energie ein Handy bei maximaler Sendeleistung an den Körper abgibt, ist nur die halbe Wahrheit.
Wichtig ist auch die effektive Sendeleistung, die für die Kommunikation mit der Basisstation zur Verfügung steht und nicht vom Kopf absorbiert wird oder durch ein schlecht konstruiertes Handy verloren geht. Denn weist das Mobiltelefon schlechte Sendeeigenschaften auf, wird es vom Handynetz angewiesen, in eine höhere Sendeleistungsstufe zu wechseln, und strahlt demnach stärker.
Für den connect-Strahlungsfaktor gilt: Werte unter Null kennzeichnen überdurchschnittlich strahlungsarme Handys, über Null liegen die überdurchschnittlich starken Strahler. Wir zeigen im Folgenden, wie die derzeit 10 besten Handys und Smartphones in Sachen Strahlung abschneiden.
Das Doro Phone Easy 410gsm ist ein mager ausgestattetes Klappen-Handy, das eigentlich für Senioren konzipiert wurde. Entsprechend groß fällt die Tastatur aus, das Handy ist hörgerätetauglich, und im Menü lassen sich nicht verwendete Funktionen zur besseren Übersicht einfach ausblenden. Wer sich aufs Telefonieren und Versenden von SMS beschränkt, kann durchaus zugreifen. Denn optisch ist das Phone Easy 410gsm nicht unbedingt als Senioren-Handy zu erkennen.
Das Kontrastprogramm zum Doro-Handy: Das Galaxy Note ist ein mächtig ausgestattetes Smartphone, das mit seinem 5,3-Zoll-Touchscreen auch als Mini-Tablet durchgeht. Entsprechend bringt das Note auch 173 Gramm auf die Waage und ist für die Hosentasche definitiv zu groß. Wer ein Highend-Smartphone mit möglichst großem Touchscreen sucht: Das Note gehört zu den Besten.
Auch das Galaxy Nexus auf Platz 3 ist kein Leichtgewicht. Mit seinem 4,4-Zoll-Touchscreen richtet sich das Nexus an diejenigen, die ein echtes High-End-Smartphone suchen. Da es von Google mitenwickelt wurde, steht bereits die neue Android-Version 4.1 (Jelly Bean) zur Verfügung. Größtes Manko: Die schwache Ausdauer.
Das Sony Ericsson Xperia Play ist das erste Playstation-Handy und bietet eine ausziehbare Tastatur zur Steuerung der Spiele. Die macht das Play mit 16 mm etwas dick und so schwer wie das Galaxy Note, doch wer Spaß an aufwändigen Games hat, wird damit leben können. Lässt man die Spielerei links liegen, bekommt man ein ordentlich ausgestattetes Android-Smartphone mit 4-Zoll-Touchscreen.
Das Sony Ericsson C903 hat schon drei Jahre auf dem Buckel, ist im Online-Handel aber noch teilweise verfügbar. Das Handy im Slider-Design bietet eine ordentliche 5-Megapixel-Kamera, einen Musicplayer samt erweiterbarem Speicher und gute Telefonfunktionen. Wer ins Internet und sein Handy mit Apps aufmöbeln will, ist hier allerdings falsch.
Wie das C903 von Sony Ericsson ist auch das Samsung E2550 ein klassisches Handy, das sich vornehmlich zum Telefonieren und Verschicken von SMS eignet. Das Display ist zwei Zoll klein, schneller Datenempfang per UMTS fehlt komplett, die Ausstattung insgesamt spartanisch. Stattdessen bekommt man ein kompaktes Handy im Sliderdesign mit einer Ausdauer, von der Smartphone-Nutzer nur träumen können.
Das Samsung Galaxy Beam bietet einen integrierten LED-Beamer, mit dem sich die Displayinhalte vergrößert an die Wand werfen lassen. Das können natürlich auch Filme sein, damit hat das Android-Smartphone keine Probleme. Wer sich fürs Beam mit seinem 4-Zoll-Touchscreen entscheidet, sollte den Beamer tatsächlich auch nutzen. Denn der macht das Smartphone vergleichsweise dick (15 mm) und schlägt sich natürlich auch im Preis nieder. Das sind im freien Handel derzeit rund 425 Euro.
Das Android-Smartphone Samsung Galaxy 551 ist schon knapp eineinhalb Jahre auf dem Markt, Betriebssystem, Display (3,2 Zoll) und die Ausstattung sind also nicht auf dem neuesten Stand. Wer viele Nachrichten verschickt, entsprechend ein Smartphone mit mechanischer Tastatur für bequeme Texteingabe sucht und nicht viel ausgeben will, sollte sich Galaxy 551 durchaus anschauen. Der Preis ohne Vertrag liegt derzeit bei etwa 250 Euro.
Apps und Internet kann das Samsung S5550 nur sehr eingeschränkt bieten, die Ausstattung ist für ein klassisches Handy aber recht ordentlich. Immerhin ist eine 5-Megapixel-Kamera an Bord, das Display löst mit 240x320 Pixel auf 2,3 Zoll ordentlich auf, der Speicher ist erweiterbar. Größter Schwachpunkt ist die Ausdauer. Das Auslaufmodell ist im Online-Handel noch für etwa 90 Euro zu haben.
Das Samsung Wave 533 ist nicht nur optisch dem Galaxy 551 sehr ähnlich. Auch die Ausstattung ist praktisch identisch. Größter Unterschied: Statt Android kommt beim 533 Samsungs eigene Smartphone-Plattform Bada zum Einsatz, für die das Angebot an Apps deutlich überschaubarer ist. Als einfaches Smartphone für Vieltipper taugt es dennoch.
In der Smartphone-Bestenliste gehört das Galaxy Note zu den Besten. In der Strahlungsbestenliste steht es auf Platz 2 und ist damit ein echter Glücksfall. Denn nicht immer sind die strahlungsärmsten Geräte auch gute Handys oder Smartphones. Dennoch gefällt auch das Galaxy Note sicher nicht jedem. Denn mit seinem 5,3-Zoll-Touchscreen geht es fast als Tablet durch. Doch wer auf einen geringen Strahlungsfaktor achten will, gleichzeitig ein Top-Smartphone sucht und die große Anzeige zu schätzen weiß, für den gibt es im Moment mit Abstand nichts Besseres.
Was für die Smartphones gilt, gillt auch für die einfachen Handys: Ein guter Strahlungsfaktor und insgesamt gute Testergebnisse gehen selten Hand in Hand. Beim Sony Ericsson C903 ist dies der Fall. Das Handy im Sliderdesign lässt sich gut bedienen und bringt zudem eine ordentliche Ausstattung samt 5-Megapixel-Kamera und erweiterbarem Speicher mit. Da bei klassischen Handys die Entwicklung derzeit stagniert, steht das C903 selbst als Auslaufmodell noch immer gut da.
Vor gut einem Jahr kam das erste Playstation-Handy auf den Markt und konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Der große Run auf das Android-Smartphone mit ausziehbarer Spielesteuerung à la PSP blieb aus, der Preis fiel und fiel. Heute gibt's das Xperia Play ohne Vertrag ab 230 Euro. Durch die ausziehbare Steuerung fällt das Gehäuse vergleichsweise dick aus (16mm). Wer damit und mit der etwas schwachen Ausdauer leben kann, bekommt viel Smartphone fürs Geld.