Kaufberatung Die richtige Freisprecheinrichtung finden
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Leider sieht man sie immer noch viel zu oft: Autofahrer, die mit dem Handy am Ohr telefonieren, und sich dabei noch nicht mal verstecken. Vermutlich denken sie, dass die anderen Verkehrsteilnehmer nicht merken, was sie grade tun – doch jeder, der schon mal hinter einem Dauertelefonierer herfahren musste, weiß es besser: Die Plaudertaschen fahren unkonzentriert und nicht selten in Schlangenlinien. Wir raten daher dringend zur Anschaffung einer Freisprecheinrichtung: Zu Ihrer eigenen Sicherheit, und um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden.
Der Handylautsprecher ist keine Alternative
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Bis 50 Euro: Auf Markenware achten
Deswegen sollte es auf jeden Fall eine externe Lösung sein. Bereits für unter 50 Euro gibt es brauchbare Modelle mit Bluetooth, die Telefonate zumindest bei Stadttempo nicht nur sicherer, sondern auch wesentlich angenehmer machen. Mehr als Anrufe annehmen oder ablehnen können diese Freisprecher jedoch nicht.
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Man sollte jedoch dem Schnäppchenreflex widerstehen, vermeintliche No-Name-Angebote an Tankstellen oder beim Discounter zu erstehen. Ein Markenhersteller sollte es schon sein – so wie die Jabra Drive (im Bild). Im Internet bekommt man sie schon für unter 40 Euro, die Sprachqualität ging in unserem Test im Februar 2012 zumindest bei Stadttempo völlig in Ordnung.
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Das liegt hauptsächlich daran, dass das Mikrofon bei Anlagen dieser Art, die man auf die Sonnenblende steckt, weit oben und damit an einer optimalen Position liegt. Bei Modellen, die man nur in den Zigarettenanzünder steckt, ist dies nicht der Fall und die Sprachverständlichkeit eher schlecht – manche ganz billigen Geräte nutzen sogar das Mikrofon des Handys.
Bis 100 Euro
Wer etwas mehr investieren will oder kann, wird einerseits mit mehr Funktionen, andererseits mit besserer Sprachqualität belohnt. Hier empfiehlt sich etwa das Parrot Minikit Smart (im Bild, Straßenpreis unter 100 Euro), das an die Scheibe gehängt wird und besonders gut zu Smartphones passt.
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Es lädt diese sogar auf und lässt sich mit einer eigenen Sprachsteuerung fernbedienen. Das ausziehbare Mikrofon sorgt zwar für Kabelsalat, aber auch für bessere Verständigung jenseits 100 Kilometer pro Stunde.
© Tomtom
Vor allem für iPhone-Nutzer eine Alternative sind die Carkits von Tomtom (Bild, 99 Euro), die jüngst überarbeitet wurden. Sie nehmen das iPhone direkt über den Dockanschluss auf und funktionieren neuerdings auch dann, wenn man das iPhone nicht einsteckt. Einen extra GPS-Empfänger wie bei den Vorgänger-Modellen hat Tomtom jedoch eingespart.
Über 100 Euro
Wer mehr als 100 Euro in eine Freisprechanlage investiert, erwartet zu Recht deutlich mehr – und bekommt dies in aller Regel auch. Eine integrierte Sprachsteuerung ist bei diesem Preis fast schon Pflicht, ebenso eine Telefonbuch-Verwaltung nebst Display. Prominentes Beispiel ist die Bury CV 9040 Plus, die als eines der teuersten Plug-and-play-Modelle mit Akku und Stromversorgung via Zigarettenanzünder nahezu alle Annehmlichkeiten bietet, die man sich vorstellen kann.
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Auch die guten alten Festeinbauten sind bereits zu diesen Preisen erhältlich – wie die Funkwerk Audio 2012 (Bild, 150 Euro). Hier kommen zwar noch Einbaukosten von geschätzt 100 Euro dazu, doch der Komfort und die exzellente Sprachqualität selbst bei Autobahntempo machen diese Investition zumindest für Vielfahrer sinnvoll. Wichtig ist auch hier: Ein externes Mikrofon, das an optimaler Stelle am Fahrzeughimmel im Bereich der Sonnenblenden montiert werden sollte.
Im Autoradio
Ebenfalls eine hochinteressante Alternative: Ein neues Autoradio mit integrierter Freisprechanlage. Schon für deutlich unter 100 Euro gibt es Nachrüstgeräte, die Bluetooth integriert haben.
© JVC
Hier gilt ebenfalls: Lieber zum Markenhersteller greifen. Neben der Freisprechanlage können die etwas teureren Modelle auch gleich noch Bluetooth-A2DP, was die Übertragung von Musik vom Smartphone ermöglicht. Ausgewachsene Topmodelle wie das JVC KD-SD 80 BT (Bild, 240 Euro) bieten zudem das volle Multimedia-Programm.
Ab Werk
Trotz gesunkener Preise sind Freisprechanlagen ab Werk immer noch am teuersten: Rund 600 Euro sind zu veranschlagen – oder aber der Kauf eines weitaus teureren Infotainment-Systems. Je nach Hersteller und Modell gehören die Freisprecher aber auch schon zur Serienausstattung.
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Verbessert, aber nach wie vor problematisch zeigt sich die Update-Situation: Da ein Auto länger als zwei Jahre halten soll, muss die Freisprechanlage updatefähig sein, um auch bei neueren Smartphones die Kompatibilität sicherzustellen.
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Viele Hersteller haben zu diesem Thema sogar eine extra Webseite mit Kompatibilitätstabellen geschaltet – fragen Sie zur Sicherheit aber vor dem Kauf besser Ihren Händler. Sonst droht teurer Sondermüll.