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Die Strategie der Steuerung
Stau aus dem Nichts durch fehlende Harmonie im Verkehrsfluss: ein Szenario, das die Operatoren im Stuttgarter Leitraum immer wieder erleben. Das Fehlverhalten von Autofahrern können sie zwar nicht verhindern, aber zumindest können sie die Auswirkungen solchen Fehlverhaltens in Echtzeit verfolgen.
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Auf Großflächen-Display werden die Verkehrsströme dargestellt
© Foto: Jürgen Eberl
© Foto: Jürgen Eberl
Auf Großflächen-Display werden die Verkehrsströme dargestellt
Mit einem Mausklick holen sie sich sämtliche Informationen zur Verkehrslage im Land auf ihre Arbeitsplatz-Bildschirme oder auf Großflächen-Displays. Sie richten ihre Strategie zur Verkehrssteuerung dann allerdings nicht isoliert auf einzelne Streckenabschnitte aus, sondern suchen nach der optimalen Lösung für das gesamte Autobahnnetz im Südwesten. Netz-, Strecken- und Knotenbeeinflussung nennen die Fachleute diese Vorgehensweise.
Dabei könnte es durchaus passieren, dass ein Teil der Autofahrer in einen Verkehrsstau gelotst wird – zugunsten der Gesamtlage auf den südwestdeutschen Autobahnen. Allerdings bedeutet dies nicht automatisch, dass Fahrzeuglenkern dadurch Nachteile entstehen, denn ohne Verkehrsbeeinflussung wäre eventuell das gesamte Straßennetz überlastet und der Verkehr stünde letzten Endes überall.
Ausbau des Systems zur Stauvorhersage?
Navigationssysteme mit Stauwarnern à la TomTom (HD-Traffic) oder TMC-Pro fällen übrigens oft dieselbe Entscheidung: Je nach Position auf der Straße geht's manchmal durch den Stau schneller als außen herum.
Um künftig noch besser abschätzen zu können, wie sich die Verkehrslage in Baden-Württemberg entwickelt, soll das System außerdem zu einem Verkehrslagedienst und schließlich zu einer Zentrale für Stauvorhersagen ausgebaut werden, so Thomas Bucher, Leiter der Straßenverkehrszentrale.
Mit belastbaren Prognosen und Analysen zum Verkehr auf den Fernstraßen läuft dann zumindest im Südwesten hoffentlich wieder häufiger der Film mit dem Titel "Fahren auf der Autobahn".