Xperia, iPhone & Co. - Smartphones im TestDie Smartphones mit dem besten Display
Moderne Smartphones bestehen eigentlich nur aus einem Bildschirm, um den ein Gehäuse herum gebaut wurde. Wir stellen die 5 Smartphones mit den besten Displays vor.
Für Smartphones gilt dasselbe wie für Fernseher oder Kinoleinwände: je größer, desto besser. Hinzu kommt, dass die Fingerbedienung des Touchscreens erst ab einer bestimmten Größe überhaupt Sinn macht: wenn die Bildschirmdiagonale kleiner als 3 Zoll ist, dann wird es schwer, die Tasten der Touchscreen-Tastatur oder das Icon im Hauptmenü zu treffen.
Und Fotos oder Internetseiten machen nur Spaß, wenn der Bildausschnitt groß genug ist. Allerdings sind hier aufgrund des Formfaktors enge Grenzen gesetzt – ein Telefon sollte in die Hosentasche passen und das wird bei einem 5-Zoll-Bildschirm schwierig. Das Optimum liegt je nach Nutzerverhalten zwischen 3,5 und 5 Zoll.
Das Display stellt 1280 x 720 Pixel auf 4,3 Zoll dar – und ist damit schärfer als das iPhone 4(S). Die helle und kontraststarke Anzeige des Xperia S gehört damit zu den besten, die der Markt aktuell zu bieten hat.
Auch die übrige Technik stimmt: Dualcore-Prozessor mit 1,5 Gigahertz, 12-Megapixel-Kamera, WLAN, GPS, HSPA und sogar der Nahfunkstandard NFC sind an Bord. Das neue Flaggschiff von Sony kann sich wirklich sehen lassen.
Mit dem iPhone 4 hat Apple den Trend zu hochauflösenden Displays begründet. Inhalte werden extrem scharf dargestellt, weil 960 x 640 Pixel auf eine kleine Fläche von 3,5 Zoll gepresst werden.
Sie ist verpackt in einem einzigartigen Glas-Metall-Gehäuse, das immer noch seinesgleichen sucht. Die schöne Technik hat aber ihren Preis: 629 Euro kostet das günstigste 4S-Modell mit 16 Gigabyte Speicher. Wer etwas Geld sparen will, greift zum Vorgängermodell.
1280 x 800 Pixel auf 5,3 Zoll garantieren eine hervorragende Übersicht. Auch zum Anschauen von Filmen und Videos ist der riesige Bildschirm ideal. Die Darstellung ist mit 285 ppi aber bei weitem nicht so scharf wie auf dem Xperia S oder iPhone, weil sich die Pixel auf eine größere Fäche verteilen.
Außerdem ist das Smartphone fast so groß wie eine Schokoladentafel und liegt nicht mehr bequem in der Hand. Technisch packt Samsung dagegen alles hinein, was gerade machbar ist. Ein Dualcore-Prozessor mit 1,4 Gigahertz gehört genauso dazu wie eine 8-Megapixel-Kamera, die Full-HD-Videos aufzeichnen kann.
Das Schwestermodell Galaxy Nexus passt dagegen gerade noch in die Hosentasche. Das Display schrumpft auf 4,4 Zoll, die Auflösung bleibt bei 1280 x 720 Pixel. Das reicht für eine Pixeldichte von 316 ppi – die Darstellung ist somit fast genauso scharf wie auf dem Xperia S oder dem iPhone.
Unter dem Display versteckt Samsung allerhand Technik: einen Dual-Core-Prozessor mit 1,2 Gigahertz, HSPA+, Wlan, NFC und wahlweise 16 oder 32 Gigabyte Speicher. Das Vorzeigehandy für die aktuelle Android-Version 4.0 Ice Cream Sandwich ist ab 400 Euro erhältlich.
Das Optimus Black ist das einzige Smartphone im Testfeld, das mit der Standard-Auflösung von 800 x 480 Pixel kommt. Es sticht durch eine außerordentliche Leuchtkraft von mehr als 700 candela heraus – üblich sind Werte zwischen 200 und 500 candela. Hinzu kommt ein attraktiver Preis: 250 Euro für eines der hellsten Displays auf dem Markt sind mehr als in Ordnung.
Schärfe macht den Unterschied Der zweite entscheidende Faktor ist die Auflösung, also die Anzahl der Pixel. Je mehr Pixel ein Display hat, desto detaillierter werden die Inhalte abgebildet. Die Feinheit der Darstellung hängt dabei von der Größe des Bildschirms ab: 800 x 480 Pixel sehen auf einer Diagonale von 3 Zoll deutlich schärfer und damit besser aus als auf einem 5-Zoll-Bildschirm. Im Idealfall kann man die einzelnen Pixel nicht mehr auseinander halten und Buchstaben wirken wie gedruckt.
Je mehr Pixel angezeigt werden, desto schärfer die Darstellung.
Daher gilt die einfache Formel: je größer das Display, umso mehr Pixel müssen angezeigt werden, damit die Darstellung angemessen scharf ist. Aufschluss über die Schärfe gibt die Pixeldichte (ppi), die aus dem Verhältnis von Auflösung zu Displaygröße errechnet wird. Das iPhone 4S stellt 960 x 640 Pixel auf 3,5 Zoll dar und schafft damit eine Pixeldichte von 336 ppi. Apple war damit mehr als 1 Jahr Technologie-Spitzenreiter – kein anderes Smartphone bot auch nur ein annähernd so scharfes Fenster ins Internet.
1280 x 800 Pixel sind in der Smartphone-Oberklasse etabliert Doch die Konkurrenz um Samsung, Sony, HTC und Motorola hat inzwischen aufgeholt. In der Smartphone-Oberklasse haben sich Displays mit 1280 x 800 Pixel etabliert. In Abhängigkeit von der Diagonale zeigen sie Inhalte sogar noch schärfer als das iPhone an.
Neben Auflösung und Größe spielt die Helligkeit ebenfalls eine wichtige Rolle. Nur wenn das Display ausreichend beleuchtet wird, ist die Darstellung kontrastreich und man kann auch an einem hellen Sommertag noch Bildschirm-Inhalte erkennen. Im connect-Labor wird die Helligkeit in candela pro Quadratmeter gemessen.
Helligkeit, Größe und Auflösung sind die entscheidenden Kennzahlen für die Qualität der Darstellung auf dem Smartphone. Natürlich spielen auch weitere Faktoren wie Spiegelung der Oberfläche und Farbabweichung eine wichtige Rolle. Aber wir wollen uns an dieser Stelle auf die erstgenannten drei Kennziffern konzentrieren.
Ratgeber: So verkaufen Sie Ihr Smartphone bei Ebay AMOLED oder LCD – Geschmackssache Auch die Displaytechnologien werden an dieser Stelle nicht berücksichtigt, weil es hier keinen eindeutigen Gewinner geben kann. Während AMOLED die besseren Kontrast- und Schwarzwerte bietet, ist die Farbdarstellung auf einem LCD natürlicher. Was besser gefällt, ist vor allem eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Testsieger: Sony Xperia S Beim Xperia S verspricht Sony „alles in HD-Qualität“. Es fängt beim Display an, das mit 720 x 1280 Pixeln auflöst. Das Ergebnis: Trotz einer Diagonalen von 4,3 Zoll sind die einzelnen Bildpunkte der Anzeige mit bloßem Auge nicht zu erkennen und selbst kleine Schriften wirken gestochen scharf. Mit 342 ppi ist die Darstellung schärfer als auf dem iPhone 4S. Die Anzeige überzeugt außerdem mit kräftigen Farben und starkem Kontrast und sie ist auch in hellem Tageslicht gut ablesbar. Kein Wunder, mit 461 candela strahlt das Xperia S heller als die meisten anderen Smartphones.
Auch die übrige Ausstattung ist eine Wucht. Dualcore-Prozessor, 12-Megapixel-Kamera, Wlan, GPS, HSPA, NFC – Sony packt alles hinein, was technisch gerade machbar ist. Einzig der nicht auswechselbare Akku stört. Doch unterm Strich ist das Fazit klar: wer ein brillantes Display zu schätzen weiß, sollte sich das Xperia S auf jeden Fall anschauen. Zumal der aktuelle Preis von etwa 460 Euro für das Gebotene günstig ist.
Kompakte Alternative: iPhone 4S Mit seinem 4,3-Zoll-Display liegt das Xperia S nur in großen Händen bequem, wer ein kleineres Smartphone sucht und trotzdem nicht auf eine herausragende Darstellung verzichten will, wird bei Apple fündig. Mit dem Retina-Display des iPhone 4 hat das Unternehmen vor knapp 2 Jahren den Trend zu hochauflösenden Bildschirmen begründet und spielt immer noch ganz vorne mit. Das iPhone 4(S) bietet nicht nur eine der schärfsten, sondern mit 590 candela auch eine der hellsten Smartphone-Anzeigen.
Design und Technik sind ebenfalls über jeden Zweifel erhaben. Allerdings ist auch beim iPhone der Speicher nicht erweiterbar. Hinzu kommt der saftige Preis: 629 Euro kostet das günstigste 4S-Modell mit 16 Gigabyte Speicher. Wer etwas Geld sparen will, greift zum Vorgängermodell, das technisch etwas schwächer ausgestattet ist, aber dafür schon bei 519 Euro startet. Testbericht: Apple iPhone 4S
LG Optimus Sol: Extrem helle Darstellung zu einem fairen Preis.
Preistipp: LG Optimus Black Wer auf eine brillante Darstellung Wert legt, kommt kaum unter 400 Euro davon – gute Displays sind eben teuer. Es gibt aber eine Ausnahme: das Optimus Black von LG ist bereits ab 250 Euro gelistet und bietet eine mächtige 4-Zoll-Anzeige, die auch bei Sonnenlicht noch gut ablesbar ist. Mehr noch, mit 513 candela gehört das Display zu den hellsten, die der Markt hergibt.
Bei dem Preis muss man aber ein paar Abstriche machen. Das Kunststoffgehäuse wirkt nicht besonders edel und die Ausdauer bewegt sich im unteren Mittelfeld.