Bild vergrößern
486
486
http://img2.magnus.de/TK-Dr-cker-r486x486-C-9a262774-14503315.jpg
DSL-Anbieter auf Kundenfang
Die Tricks der TK-Drückerbanden
Früher klingelte der Postmann zweimal. Heutzutage verlangt desöfteren ein vermeintlicher Techniker Einlass, der nur eines will: Ihr Geld. connect enthüllt, mit welchen Tricks TK-Drückerbanden auf Kundenfang gehen.
Der DSL-Markt wird ungemütlicher: Zunehmende Marktsättigung, Firmenzusammenschlüsse und ein extremer Preiskampf treiben die Anbieter in einen immer härteren Wettbewerb. Und um auch noch die letzten Kunden zu gewinnen, die bislang DSL-resistent waren, zögern die Provider nicht, aktiv auf dieselben zuzugehen. Das ist an sich ja auch kein Problem und in der Sache legitim, schließlich werden seit Jahrzehnten beispielsweise Staubsauger über diesen Vetriebskanal an die Frau gebracht. Was sich derzeit aber an immer mehr Haustüren abspielt, hat mit normaler Kundengewinnung nicht mehr viel zu tun. Zunächst wird schlicht und dreist gelogen und sich mit einem Vorwand Zutritt zur Wohnung verschafft. Dann lässt man sich die Telekomrechnung zeigen und unterbreitet ein natürlich „viel günstigeres" Alternativangebot. Wer unterschreibt, ist im Vertrag, wer nicht, manchmal auch - denn nicht selten werden Unterschriften einfach gefälscht. Kein Wunder, denn die meisten Treppenterrier, wie die Drücker auch genannt werden, werden provisionsabhängig bezahlt. Je mehr Verträge sie bringen, desto mehr Geld gibt’s am Ende des Monats.
Dabei beschränken sich die Drücker nicht nur auf die Haustür. So vergeht kaum eine Woche, in der nicht ein ungebetener Werbeanruf eingeht. Auch hier wird dem Kunden das Blaue vom Himmel versprochen: „Alles wird billiger, alles wird besser" - und oft haben am Ende Menschen, die gar keinen Internet-Zugang wollen und teilweise noch nicht einmal einen PC besitzen, einen DSL-Anschluss am Hals.
Wir haben im letzten Heft und auf www.connect.de einen Aufruf gestartet, an dem sich etliche Leser beteiligt und ihre Erfahrungen mit DSL-Drückern geschildert haben. Lesen Sie nun die dreistesten Fälle - und wie Sie sich gegen die Drücker wehren können.