Intels neuer Prozessor Centrino 2

Die zweite Generation

Kaum etwas hat den Siegeszug von Notebooks so sehr beflügelt wie die Produkte, die Intel unter dem Namen Centrino anbietet. Ob Pentium M, Core Duo oder Core 2 Duo, ob neue Stromspartechniken in Chipsätzen oder verkleinerte Strukturen der Chips: Der Halbleiterriese scheint auf der Suche nach neuer Power und neuen Features niemals auszuruhen.

Intels neuer Prozessor Centrino 2

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Intels neuer Prozessor Centrino 2

Entsprechend groß ist die Neugier, wenn Intel nun Änderungen an der Wurzel vornimmt und Centrino 2 einführt. Dessen theoretische Vorteile, wie eine erhöhte Taktfrequenz des FSB oder ein optimiertes Grafik-Interface (siehe connect 9/08), klingen verführerisch.

Intels neuer Prozessor Centrino 2

© Fotos: Hersteller

Der Chipsatz stellt die Infrastruktur des Notebooks dar; bei Centrino 2 ist vieles neu

In der Praxis allerdings braucht so mancher Prozessor- oder Chipsatz-Kniff eine speziell angepasste Software, um einen Leistungsvorteil zu bringen. Da trifft es sich gut, dass Fujitsu Siemens die Prototypen zweier sehr unterschiedlicher Esprimo-Notebooks zur Verfügung stellte, die connect eine erste Einschätzung der neuen Centrino-Linie ermöglichen.

Thin & Light oder hochproduktiv

Mit dem Esprimo Mobile U9210 bietet Fujitsu Mobile einen Mobilrechner an, der mit 12,1-Zoll-Display und im Auslieferungszustand 2,2 Kilo Gewicht an der Grenze zwischen Notebook und Subnotebook operiert. Beim Reisen jedenfalls ist der Kleine sehr bequem ins Handgepäck integrierbar, zum Arbeiten mit heutigen Dokumenten und zur Darstellung von Internetseiten reicht die Display-Auflösung von 1280 x 800 Pixeln vollkommen aus.

Wer noch mehr Arbeitsplatz braucht, wird mit unserer Testausführung des Esprimo Mobile X9525 großzügig bedient; hier verteilen sich 1680 x 1050 Pixel auf ein 15,4-Zoll-Display. Dafür zerrt das große Notebook mit 3,1 Kilo auf Reisen aber auch kräftiger am Arm.

Leistungssteigerung

Fujitsu Siemens hat viel in die beiden Test-Notebooks gepackt, was gut und teuer ist. So steckt in beiden Rechnern ein T9600-Core-2-Duo-Prozessor, der die Daten von je zwei Gigabyte RAM zugespielt bekommt. Der Bustakt ist mit der Centrino-2-Technik um rund 20 Prozent beschleunigt, womit das Esprimo X auf beeindruckende 142 SYSmark-2007-Punkte kommt und eine Marke setzt, an die bisher noch nicht einmal hochgezüchtete Gaming-Maschinen herankamen.

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Grundausstattung bei den neuen Esprimos: Ein UMTS-/HSDPA-Modem

Hierzu trägt natürlich auch der erhöhte Takt bei, denn schließlich arbeitet der T9600 seine Aufgaben mit 2,8 Gigahertz ab, während früher schon bei 2,4 Gigahertz Schluss war. Durchschnittlich 117 Punkte wurden damit in den connect-Tests erreicht. Das zeigt, dass Fujitsu Siemens und Intel die erhöhte Taktfrequenz sehr gut in Mehrleistung umsetzen - so etwas gelingt längst nicht immer.

Das gilt um so mehr, wenn es um die integrierte Grafik des neuen Intel-45-GM-Chipsatzes geht. Der erzielt im Esprimo U9210 beim synthetischen 3DMark06 1088 Punkte, während die Vorgänger-Version Intel GMA X3100 im Schnitt gerade mal auf die Hälfte dieses Wertes kam.

Dieser Leistungssprung setzt sich bei anderen 3-D-Vergleichen fort; Gelegenheitsspieler haben also immer weniger Gründe, beim Kauf auf einem externen Grafikchip zu bestehen. Der ist im X9525 in Form eines NVidia GeForce 9200M GS realisiert, der noch einmal 50 bis 100 Prozent 3-D-Leistung drauflegt.

Runde Business-Ausstattung

Bei der Ausdauer liegen das Esprimo X9525 mit 3:12 Stunden und das Esprimo U9210 mit 3:50 bezogen auf Displaygröße und Akku-Kapazität auf gutem Niveau; an der Effizienz scheint sich wenig geändert zu haben. Ausstattungsseitig macht sich Centrino 2 vor allem durch den eSATA-Anschluss bemerkbar, der externe Festplattenlösungen mit sehr hohen Geschwindigkeiten ermöglicht.

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Zwei Notebook-Neuheiten von Fujitsu Siemens haben den neuen Centrino 2 intus

Von der Option, einen verschlüsselbaren HDMI-Grafikausgang zu realisieren, macht Fujitsu Siemens hingegen keinen Gebrauch - der Bedarf im Business-Segment wird als eher niedrig eingeschätzt. Sicherheits-Features bieten die beiden Testgeräte dagegen reichlich; neben Fingerabdruck-Leser und TPM-Modul zur Datenverschlüsselung gehören auch ein Festplatten-Schocksensor, eine spritzwassergeschützte Tastatur und ein Smartcard-Reader zur Authentifizierung dazu. HSDPA-fähige UMTS-Modems runden die satte Ausstattung ab.

Damit erweisen sich die beiden gut und vor allem stabil verarbeiteten und optisch frischen Business-Notebooks als würdige Botschafter von Centrino 2, das eine lange Erfolgsgeschichte in die nächste Generation führt.

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