Kosten von Datentarifen unter Kontrolle halten

Dienste und Software

Screen: Automatische Software-Updates

© screen: connect

eine ursache für hohen verbrauch: automatische software-updates

So geschehen bei einer T-Mobile-Kundin, die sich ein iPhone mit einer Prepaid-Karte zulegte, auf der 100 Euro Startguthaben aufgebucht waren.

Die Freude währte kurz: Das Guthaben war nach nicht mal einer Woche verbraucht, obwohl die Frau nur viermal telefoniert und zehnmal eine Webseite aufgerufen hatte. Daraufhin lud sie 50 Euro auf, nutzte das Internet gar nicht und rief lediglich zweimal die Mailbox ab. Das half auch nichts: Das Guthaben war binnen zwei Tagen wieder weg.

Des Rätsels Lösung: Die Kundin hatte den Apple-Service "MobileMe" aktiviert, der das iPhone im Hintergrund beständig mit einem Online-Organizer abgleicht. Und da T-Mobile im iPhone-Prepaid-Tarif die Datennutzung mit 9 Cent pro Minute abrechnet, schmolz das Guthaben natürlich wie Butter in der Sonne.

Kundin ungefragt registriert

Blackberry Bold

© foto: hersteller

blackberry: 3000 minuten in drei tagen

Einer connect-Leserin, die geschäftlich einen Blackberry mit einer Callmobile-Prepaid-Karte nutzt, erging's nicht viel besser: Ihr wurden 268,10 Euro in Rechnung gestellt. Grund: Die Dame hätte in drei Tagen über 3000 Minuten das mobile Web genutzt. Dazu muss man wissen, dass Callmobile die Datennutzung ebenfalls mit 9 Cent pro Minute berechnet.

Die Krux an der Sache: Callmobiles Kooperationspartner T-Mobile soll die Kundin ungefragt für den Blackberry- Dienst registriert haben. Ihre E-Mails wurden automatisch über die Callmobile-Karte abgerufen, nur wusste sie davon nichts.

Und laut Callmobile stellt T-Mobile seinen Kooperationspartnern den Blackberry-Dienst seit Neuestem in Rechnung, weil solche Datendienste über netzfremde Internet-Zugangspunkte in Anspruch genommen werden. Dem war in der Vergangenheit laut Callmobile nicht so, deshalb hatten sie die Kosten an die Kundin weitergeleitet.

Ende gut, alles gut: connect hat nachgehakt und Callmobile der Kundin die rund 269 Euro gutgeschrieben. Doch unterm Strich gilt: Wer den E-Mail-Dienst nutzen will, sollte unbedingt einen Blackberry-Privat-Tarif buchen, den alle Netzbetreiber im Programm haben.

Blaues Wunder auch in puncto Software

Samsung i900 Omnia

© foto: hersteller

samsung i900 omnia: hürdenlauf mit stolperfalle

Auch in puncto Handy-Software kann man sein blaues Wunder erleben. Davon können selbst connect-Redakteure berichten, die das Samsung Omnia mit der dazugehörigen Navi-Software Route66 getestet haben. Die Nutzung der Navigations- Software erweist sich als Hürdenlauf mit Stolperfalle.

Schuld ist die unzulängliche Bedienungsanleitung zur Navi-Software, in der etwas von "Gutscheincode eingeben" zu lesen ist, den es aber nirgends gibt. Wer sich daraufhin einfach so durch die Menüs klickt, kommt schnell in die Verlegenheit, plötzlich 500 Megabyte über das Handynetz zu laden - was mit dem falschen Datentarif natürlich ruinös ist.

Auch wer sich im sicheren heimischen WLAN-Netz wähnt und sich ein paar Youtube-Filmchen zu Gemüte führen will, kann sein blaues Wunder erleben - denn auch die Geräte haben ihre Tücken, wie Sie auf den folgenden Seiten erfahren.

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