Je größer der Touchscreen, desto höher der Preis. Aber nicht bei allen Modellen. Wir stellen Smartphones vor, die nicht nur mit großer Anzeige, sondern auch mit kleinem Preis ab 170 Euro beeindrucken.
Im Vergleich zu unserer letzen Preisanalyse haben wir die Auswahlkriterien verfeinert und uns diesmal auf Modelle konzentriert, die ein Display mit mindestens 3,7 Zoll haben und maximal 300 Euro kosten. Ein zusätzlicher Faktor war ein modernes und zukunftsfähiges Betriebssystem, weshalb Symbian-Smartphones diesmal keine Chance hatten.
Trotz der verschärften Anforderungen finden sich immer noch genug Smartphone-Schnäppchen, die ein Tischkino-Erlebnis für wenig Geld bieten. Mehr noch: mit nur 170 Euro (für das Lumia 710) dringen wir in Preisregionen vor, die früher nur Billigheimern ohne sinnvolle Ausstattung vorbehalten waren.
Zu den günstigsten Display-Riesen auf dem Markt gehören das Motorola Atrix, das Samsung Galaxy S Plus, das Lumia 710, das Samsung Wave 3 und das HTC One V. Die Angebote gelten allesamt ohne Vertragsbindung, lassen sich also auch mit einem günstigen Tarif vom Mobilfunk-Discounter nutzen. Und als Online-Angebote sind sie überall in Deutschland zu bekommen.
Wer ein Top-Smartphone sucht, aber nicht zu viel Geld dafür ausgeben möchte, sollte weiter lesen:
Das Atrix läuft mit dem Google-Betriebssystem Android. Es wird über einen 4 Zoll großen Touchscreen bedient, der scharfe 960 x 540 Pixel auflöst. Darunter werkelt der Tegra 2 von Nvidia, ein Doppelkern-Prozessor mit 1 Gigahertz Taktfrequenz. Auch die übrige Ausstattung ist top, neben HSPA, Wlan, GPS und Bluetooth gehört auch eine 8-Megapixel-Kamera dazu, die Full-HD-Videos aufzeichnen kann.
Aber das Motorola Atrix ist noch viel mehr als ein leistungsstarkes Android-Smartphone. In Sachen Zubehör setzen neben einer Autohalterung, einer speziellen Bluetooth-Tastatur und einer Ladestation vor allem das HD-Multimedia- Dock (rechts) und das Lapdock (links) neue Maßstäbe. Letzteres besteht aus Akku, Tastatur und Display und verwandelt das Smartphone in ein vollwertiges Notebook.
Die außergewöhnliche Bogenform, die dem Android-Smartphone seinen Namen gibt, macht das Arc S zu einem Hingucker. Mit seinem kratzfesten Mineralglas ist es jedoch weit weniger empfindlich als seine Eleganz vermuten lässt. Das 4,2 Zoll große Display mit 854 x 480 Pixel eignet sich hervorragend, um im Internet zu surfen.
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Singelcore-Prozessor mit 1,4 Gigahertz, Wlan n, HSPA – alles dabei. Zum All-inclusive-Paket für weniger als 300 Euro gehört außerdem eine 8-Megapixel-Kamera, in die Sony den Exmor-R-Sensor für besonders hohe Lichtempfindlichkeit integriert hat. Eine Auslösetaste sowie ein Micro-HDMI für den Anschluss an einen Flatscreen unterstreichen die Ausrichtung als Multimedia-Smartphone. Mehr geht kaum für diesen Preis.
Das Galaxy S Plus ist das alte Spitzenmodell Galaxy S mit attraktiven Verbesserungen - einem schnelleren Prozessor genauso wie einem stärkeren Akku. Es bietet es eine mehr als ordentliche Ausstattung, inklusive dem farbstarken 4 Zoll (10,2 Zentimeter) großen Super AMOLED-Display mit einer Auflösung von 480 x 800 Pixel.
Das Android-System (Version 2.3) wird von einem 1,4 Gigahertz schnellen Singlecore-Prozessor angetrieben, der interne Speicher ist 8 gigabyte groß. Ein schneller Internetzugang per WLAN und HSPA+ ist ebenfalls vorhanden.
Mit aktuell 169 Euro ist das zweite Windows Phone von Nokia deutlich billiger als das Lumia 800, bietet aber eine ähnliche Performance. Darunter einen 1,4 Gigahertz-Prozessor, ein 3,7-Zoll-Display sowie eine 5 Megapixel-Kamera.
Das Smartphone lässt sich mit Hilfe von wechselbaren Rückseiten farblich verändern. Um schnell ins Internet zu gehen, stehen HSDPA (max. 14,4 Megabit/s) und WLAN (802.11 b/g/n) zur Verfügung. Einziges Manko: Der interne 8-Gigabyte-Speicher lässt sich nicht erweitern.
Das One V ist ein grundsolide ausgestattetes Mittelklasse-Modell mit einem 3,7 Zoll großen LCD (800 x 480 Pixel), einem 1-Gigahertz-Prozessor (2. Snapdragon-Generation von Qualcomm) und einer 5-Megapixel-Kamera, die Videos mit 1280 x 720 Pixel aufzeichnet.
Es steckt in einem Unibody-Gehäuse aus Metall – diesmal am markanten Knick-Design des Android-Klassikers HTC Legend orientiert. Nachteil: Den Akku (1500 mAh) kann man nicht austauschen.
Beim Wave 3 sitzen Akku, SIM-Karte und Micro-SD-Slot nicht unter einem labbrigen Deckel, sondern sind sehr elegant über eine Slidermechanik zugänglich. Das Gehäuse lässt sich dazu ein Stück nach oben ziehen und gibt so den unteren rückseitigen Bereich frei.
Aber nicht nur Materialien und Verarbeitung bewegen sich auf Spitzenniveau, auch der kapazitive 4-Zoll-Touchscreen mit 480 x 800 Pixeln ist ein Leckerbissen. Die übrige Ausstattung bewegt sich mit 1,4-Gigahertz-Prozessor, n-WLAN, A-GPS, HSPA+ und 5-Megapixel-Kamera ebenfalls noch auf dem Stand der Zeit.
Das Atrix kommt zwar im tristen schwarzen Look vieler aktueller Smartphones daher – doch davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Schon der Startknopf, der als Fingerabdrucksensor auf der oberen Rückseite ausgeführt ist, und der beim Bootvorgang eingeblendete Schriftzug "Dual Core Technology" zeigen, dass den Nutzer hier ein bisschen mehr erwartet.
Bedient wird das Atrix über ein 4 Zoll-Display, das scharfe 960 x 540 Pixel anzeigt und im Test mit einer beeindruckenden Helligkeit Punkte sammeln konnte. Auch die Akkulaufzeit überzeugt auf ganzer Linie: Die mit 1930 mAh außerordentlich starke Energiezelle schafft eine typische Ausdauer von 8:19 Stunden – ein in der Touchscreen-Klasse nahezu unübertroffener Wert. Noch ein gehöriges Pfund drauf setzt das spezifische Zubehör (Lapdock), das das Smartphone in ein Notebook verwandelt.
Das Atrix kam Mitte 2011 auf den Markt und kostete damals über 500 Euro. Mittlerweile ist der Preis auf knapp 300 Euro gefallen. In Anbetrcht des Gesamtpaketes, das Motorola schnürt, ein absolutes Schnäppchen.
Das Joint Venture Sony Ericsson gibt es nicht mehr, aber viele Smartphones sind immer noch im Handel unterwegs – und zwar zu extrem günstigen Preisen. Zum Beispiel das ehemalige Flaggschiff Xperia Arc S, das bereits für 239 Euro den Besitzer wechselt. Uns ist kein Smartphone bekannt, das zu diesem Tiefpreis eine vergleichbar große Anzeige bietet: 854 x 480 Pixel verteilen sich auf 4,2 Zoll.
Auch sonst überzeugt das elegante Bogen-Smartphone mit Technik satt, zu den Highlights zählen zweifellos die 8-Megapixel-Kamera mit lichtempfindlicher Exmor-Technik, der 1,4 Gigahertz schnelle Prozessor und der HDMI-Anschluss. Damit gehört das Arc S fraglos zu den Smartphones mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis.
Das Galaxy S hat mittlerweile fast zwei Jahre auf dem Buckel und gehört ohne Zweifel zu den bekanntesten Smartphones dieses Planeten. Grund genug für Samsung, eine aktualisierte Variante des Erfolgsmodells auf den Markt zu bringen. Das Galaxy S Plus kam Ende 2011 auf den Markt, mit einem modernisierten Prozessor (1,4 Gigahertz statt 1 Gigahertz) und einem stärkeren Akku 1650 mAh statt 1500 mAh), die übrige Ausstattung ist bis auf ein paar Software-Anpassungen gleich geblieben. Im Klartext bedeutet das: 4-Zoll-Display mit AMOLED-Technik und 800 x 480 Pixel, Wlan, GPS, HSPA+ und eine 5-Megapixel-Kamera – und das für weniger als 250 Euro.
Fazit: Das Galaxy S Plus bietet zum günstigen Preis alles, was ein modernes Smartphone können sollte.
Mit dem Lumia 710 bringt Nokia das Betriebssystem Windows Phone in preisgünstige Regionen: 170 Euro bezahlt man momentan für ein Smartphone, auf dem eines der modernsten Smartphone-Systeme läuft und das auch technisch kaum zurücksteht: der sehr helle Touchscreen ist 3,7 Zoll groß hat eine Auflösung von 800x480 Pixel, dazu kommen ein 1,4 Gigahertz schneller Prozessor, HSPA und eine 5-Megapixel-Kamera.
Abstriche muss der Käufer dafür an anderer Stelle machen. Die Akkuleistung ist unterdurchschnittlich und der interne Speicher fasst nur 5 Gigabyte – ohne die Möglichkeit, mit microSD-Karten nachzurüsten. Doch am Ende bleibt das Lumia ein exzellentes Telefon zu einem unschlagbar günstigen Preis.
Das One V gehört wie das Lumia 710 zu den aktuellsten Smartphones in unserem Testfeld, es ist erst seit ein paar Wochen auf dem Markt. Und seitdem schon kräftig im Preis gefallen: 250 Euro zahlt der Käufer und bekommt dafür nicht nur die neueste Android-Version 4.0, sondern auch ein Gehäuse, das trotz Niedrigstpreis aus einem hochwertigen Aluminium-Unibody besteht.
Die technischen Eckdaten überzeugen ebenfalls, allen voran das 3,7 Zoll große Display, das 800 x 480 Pixel anzeigt. HTC schnürt hier hervorragendes und uneingeschränkt empfehlenswertes Gesamtpaket.
Aus dem schwarzen Heer an Kunststoff-Smartphones sticht das Wave 3 mit seinem Mantel aus gebürstetem Aluminium gleich heraus. Bemerkenswert: Akku, SIM-Karte und Micro-SD-Slot sitzen nicht unter einem labbrigen Deckel, sondern sind sehr elegant über eine Slidermechanik zugänglich. Das Gehäuse lässt sich dazu ein Stück nach oben ziehen und gibt so den unteren rückseitigen Bereich frei.
Nicht nur Materialien und Verarbeitung bewegen sich auf Spitzenniveau, auch der kapazitive 4-Zoll-Touchscreen mit 480 x 800 Pixeln ist ein Leckerbissen – und das nicht nur wegen seiner direkten Reaktion auf Berührungen. Die OLED-Anzeige der jüngsten Generation stellt Farben natürlich und nicht so überzeichnet dar wie frühere Displays dieses Typs. Die übrige technische Basis des Wave 3 ist mit dem 1,4-GHz-Prozessor, schnellem n-WLAN, A-GPS und HSPA+ auf dem Stand der Zeit – kann man kaufen!