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Festnetz- und DSL-Test 2013 Festnetzanbieter im Vergleich

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Festnetz- und DSL-Test 2013
DSL oder Breitbandkabel, Premium- oder Billiganbieter, regionaler oder bundesweiter Netzbetreiber? Deutschlands härtester Festnetztest zeigt, wer im Breitbandmarkt die Nase vorn hat.

Zum vierten Mal führt connect gemeinsam mit dem Festnetztestexperten zafaco den großen Test von NGN- oder Festnetz-Anschlüssen durch. Diese Next-Generation-Network-Anschlüsse, für den Kunden bekannt als DSL- oder Kabelanschlüsse, kombinieren schnellen Datenverkehr mit IP-Telefonie (VoIP, Voice over IP). Für den connect-Test nutzte zafaco Testanschlüsse an insgesamt 26 Standorten im gesamten Bundesgebiet. Dort nahmen automatisierte Testsysteme innerhalb eines knappen Monats alles in allem rund 1,6 Millionen Messungen vor und analysierten Sprachqualität, Datenraten und vieles mehr.

Automatisiert wurden rund um die Uhr Messungen von Telefonie und Datenübertragungen in allen erdenklichen Varianten durchgeführt: Zu Anschlüssen desselben Anbieters, aber auch seiner Mitbewerber, von NGN zu Mobilfunk. Die Testtelefonate fanden jeweils mit und ohne parallelem Datenverkehr statt.

Platz 1: Deutsche Telekom

Den Spitzenplatz des letztjährigen Netztests kann die Deutsche Telekom (die Testergebnisse) mühelos halten – auch wenn der Zweitplatzierte, der Kabelnetzbetreiber Unitymedia, dem DSL-Primus dicht auf den Fersen ist. Die getesteten Telekom-DSL-Anschlüsse überzeugen mit hoher und stabiler Rundum-Performance. Egal, ob Sprach- oder Datenverkehr – die Messwerte lassen kaum Wünsche offen.

Platz 2: Unitymedia

In der Gesamtwertung rangiert das Netz von Unitymedia (die Testergebnisse) knapp hinter dem Testsieger Telekom. Sehr gute Werte erzielen die Kabelanschlüsse von Unitymedia bei Sprachverbindungen und HTTP-Downloads, wobei die Werte bei paralleler Datenlast vor allem während der Telefonate etwas einbrechen. Dennoch liegen Sprachverständlichkeit (PESQ-Wert) und Signallaufzeiten auf sehr hohem Niveau.

Die Ergebnisse der aufwändigen Messungen und die Auswertung der Daten:

Infografik: Die Ergebnisse des connect-Festnetz- und DSL-Test
Infografik: Die Ergebnisse des connect-Festnetz- und DSL-Test ©

Platz 3: Vodafone

Insgesamt konnte das DSL-Netz von Vodafone überzeugen und beschert dem Anbieter einen guten dritten Platz in der Gesamtwertung. Die guten Ergebnisse spiegeln sich gleichermaßen bei den Sprachtestverbindungen wie den getesteten Datenübertragungen wider: In den Voice-Tests lieferte Vodafone (die Testergebnisse) mit einer durchschnittlichen Rufaufbauzeit von 2,87 Sekunden und einem durchschnittlichen PESQ-Wert von 4,39 respektable Leistungen.

Platz 4: 1&1

Vor allem in den Datenmessungen schneidet der Durchschnitt der getesteten Leitungen des günstigen Anbieters aus Montabaur etwas schlechter ab als etwa bei Telekom, Vodafone, Unitymedia und Kabel BW. In der Gesamtwertung kommt 1&1 (die Testergebnisse) damit auf Platz 4. Durchschnittliche Ping-Zeiten von über 25 Millisekunden sind keine Glanzleistung, und auch bei den gemessenen HTTP-Antwortzeiten und den Reaktionszeiten auf DNS-Anfragen liegen die 1&1-Anschlüsse auf den hinteren Plätzen.

Platz 5: Kabel BW

Im Vergleich zum Vorjahr, in dem Kabel BW (die Testergebnisse) noch den zweiten Platz hinter der Telekom belegte, rutscht das Schwaben-Netz allerdings um einige Plätze nach hinten. Verantwortlich dafür dürften mehrere Großausfälle der für Sprachtelefonate wichtigen Voice-Switches im Kabel-BW-Netz während des Testzeitraums sein. Überzeugend fallen die Ergebnisse der Datenmessungen aus, die ähnliche Punktzahlen liefern wie bei den Testsiegern Telekom und Unitymedia. 

Platz 6: Telefónica/O2

In der Gesamtplatzierung konnte sich Telefónica (die Testergebnisse) im Vergleich zum Vorjahr zwar nur um einen Platz nach vorne schieben. Doch von seinerzeit 316 auf nun immerhin 376 Punkte und damit auf die Gesamtnote „Gut“: Das ist tatsächlich ein riesiger Schritt. Vor allem in der Sprachdisziplin spielen die Testergebnisse der Münchener nun in der Oberliga mit. Rufaufbauzeiten und Sprachverständlichkeit haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Allerdings zeigt sich, dass paralleler Datenverkehr die PESQ-Werte immer noch unter Druck setzt: Bei knapp 17 Prozent der Verbindungen in dieser Kategorie sanken sie unter den wichtigen Schwellenwert von 4,0.

Telekom Netztest

Telekom

Überzeugendes Bild: Neben anderen Spitzenwerten lieferte die Telekom auch die schnellsten Ping-Zeiten. Dicht dahinter rangieren in dieser Disziplin Kabel BW, Teléfonica, Unitymedia und Kabel Deutschland.


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Platz 7: Kabel Deutschland

Die Kunden von Kabel Deutschland (die Testergebnisse) können zwar insgesamt mit der Leistung ihres Anbieters zufrieden sein – im Vergleich zur Konkurrenz sowohl unter den Breitbandkabel- als auch DSL-Anbietern offenbart der connect-Test jedoch Schwächen. Diese zeigen sich zum Beispiel in den real erzielbaren Bandbreiten bei Down- und Uploads: In immerhin rund 28 Prozent der Testverbindungen sinkt die tatsächliche Geschwindigkeit unter 75 Prozent der vom Anbieter versprochenen Datenrate.

Fazit: Telekom vorn, aber es ist enger geworden

Insgesamt zeigt der diesjährige connect-Festnetztest erfreuliche Ergebnisse: Es ist klar sichtbar, dass die Provider an der Qualität ihrer Netze arbeiten. Dabei gelingt es dem verdienten Testsieger Telekom, die Mitbewerber weiter auf Distanz zu halten. Doch der nah an den Sieger heranrückende Zweitplatzierte Unitymedia beweist, dass gerade die großen DSL-Provider auf die Konkurrenz durch gut ausgebaute Kabelnetze aufpassen sollten. Nicht umsonst will sich der Drittplatzierte Vodafone das Netz von Kabel Deutschland einverleiben. Letztgenannter Anbieter muss allerdings noch an der Qualität seines Netzes arbeiten.

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1&1 und Kabel BW landen im Mittelfeld, wobei dieses Ergebnis bei 1&1 verdient ist und bei Kabel BW durch ein wenig Pech in Form von Netzausfällen begründet war. Telefonica/O2 schließlich konnte sich im Vergleich zum Vorjahresergebnis stark verbessern, was sich in der Gesamtnote deutlicher als in der Platzierung zeigt. Den kompletten Test mit den detaillierten Messergebnissen finden Sie in der aktuellen connect-Ausgabe 8/2013 (ab 5. Juli am Kiosk).

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