Sichere E-Mails

E-mails verschlüsseln bei GMX und Web.de

Keine Chance für Datenspione: Web.de und GMX bieten ihren Kunden für die sichere Kommunikation eine einfache Verschlüsselungsmethode an. So geht's.

Ende zu Ende WEB.de mobil

© WEB.de

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung funktioniert auch über Apps auf dem Smartphone.

Früher kannte vielleicht noch der Briefträger den Inhalt der Postkarte, heute stellt man sich angesichts der unzähligen Spähaffären lieber nicht die Frage, wer außer dem Empfänger die eigenen E-Mails noch alles liest.

Sichere Mails für 30 Millionen

Für mehr Schutz der Privatsphäre wollen die Mail-Dienste GMX und Web.de sorgen und preschen mit einem besonderen Service vor: Die beiden United-Internet-Töchter bieten ihren insgesamt 30 Millionen Kunden an, den E-Mail-Verkehr abhörsicher zu verschlüsseln. Die Lösung basiert auf dem weltweit anerkannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselungsverfahren „Pretty Good Privacy“ (PGP).

Damit kann man Staatsspione und Cyberkriminelle ausbremsen: Mit dem sicheren PGP-Standard lassen sich Textmessages während der gesamten Datenübertragung so verschlüsseln, dass nur der Empfänger den Inhalt öffnen kann. Die Technik wurde schon vor 20 Jahren in den USA entwickelt, konnte sich aber wegen der komplizierten und umständlichen Verfahrensweise nicht durchsetzen.

So funktioniert Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

© web.de/gmx

Kundenfreundlich: Die Webmailer GMX und Web.de setzen auf bedienbaren Service und haben die komplexe Technik des PGP-Standards vereinfacht.

Einrichtung erfolgt blitzschnell

GMX und Web.de machen den sicheren Standard nun erstmals massentauglich: Dabei setzen die beiden auf die PGP-Verschlüsselung mit der Open-Source-Software Mailvelope. Ein Einrichtungsassistent führt den Nutzer in wenigen Schritten zum Versand seiner ersten sicheren Mail. So lässt sich die digitale Post auf allen gängigen Endgeräten ganz einfach verschlüsseln. Auch die Android- und iOS-Apps von GMX und Web.de verfügen über die PGP-Erweiterung: Man kann direkt in den Apps Nachrichten und Anhänge auf Smartphones und Tablets ver- und entschlüsseln. Dank dem offenen Standard ist eine sichere Kommunikation auch mit anderen PGP-Standards möglich.

Der für den Sicherheitsstandard erforderliche öffentliche Schlüssel wird automatisch erzeugt und landet in einem Verzeichnis, das von Web.de und GMX verwaltet wird. Das Verzeichnis ist öffentlich einsehbar, das schafft Transparenz. Mithilfe einer Signatur stellen Web.de und GMX sicher, dass die Schlüssel im Verzeichnis zu den jeweiligen E-Mail-Accounts passen. Zugriff auf den privaten Schlüssel sowie das persönliche Passwort hat allein der Nutzer. Die Webmailer können zu keinem Zeitpunkt die sensiblen Daten einsehen.

Mit der einfachen Lösung zur Verschlüsselung bauen die United-Internet-Marken den Sicherheitsstandard „E-Mail made in Germany“ aus, auf den sich 1&1, Freenet, GMX, Telekom, Strato und Web.de als Mailverbund geeinigt haben. Der Verbund setzt auf PGP, da nur so neben Inhalten auch die Metadaten wie Absender, Adressat, Betreff und Versandzeitpunkt uneinsehbar für Dritte bleiben.

Verschlüsselte E-Mails

© Screenshot / connect

Die PGP-Verschlüsselung ist durch ein Schloss-Symbol gekennzeichnet.

E-Mails verschlüsseln: So geht’s

  1. In den elektronischen Postfächern von GMX und Web.de ist die PGP-Verschlüsselung durch ein Schloss-Symbol gekennzeichnet. Klicken Sie einfach auf den Button.
  2. Voraussetzung: Die PGP-Verschlüsselung funktioniert nur mit den Browsern Chrome und Firefox. Nur wenn Sie diese nutzen, können Sie das Plug-in des Sicherheits-Spezialisten Mailvelope installieren.
  3. Anschließend vergeben Sie ein vierstelliges Passwort. Damit werden auch die Textnachrichten entschlüsselt.
  4. Richten Sie als nächstes die Sicherung ein. Das ist notwendig, um bei Verlust Ihre verschlüsselten Daten wiederherzustellen und diese auch auf andere Geräte zu übertragen.
  5. Nun kann’s losgehen: Sie können Ihre Kontakte zur verschlüsselten Kommunikation einladen.

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