Ratgeber

Die Fritzbox in der Praxis

Nun wird die Box automatisch vom Kabelbetreiber konfiguriert und ins Netz eingepflegt. Die Box sucht zudem nach einer neuen Firmware und installiert diese gegebenenfalls gleich automatisch. Das Prozedere hat im Test rund 20 Minuten gedauert.

Eine Zeit zwischen Hoffen und Bangen, denn nirgendwo wird man auf diese lange Spanne vorbereitet. Manch ein Kunde könnte auf die Idee kommen, den Stecker zu ziehen - was während eines Firmwareupdates den Tod der Box bedeuten kann. Einen Neustart später hat sich die Box dann in unserem Fall mit 32 Mbit/s synchronisiert und war somit betriebsbereit.

Alle Eckdaten im Blick

Auf die Box kommt man wie bei allen Fritzboxen, indem man "fritz.box" im Browser eingibt. Auch auf der Benutzeroberfläche gibt's für Fritzbox-Kenner keine Überraschungen. Unter dem Begriff "Internet" finden sich Informationen rund um den Kabelanschluss. Hier kann man dann erkennen, mit welcher Geschwindigkeit die Box synchronisiert ist oder über wie viele Kanäle mit welcher Modulation gerade übertragen wird.

AVM Fritzbox 6360 Cable

© Archiv

Komfort für Kabelkunden: Mit der AVM 6360 Cable kommen auch sie in den Genuss einer Fritzbox.

Außen an der Box, die mit ihren Fingerantennen optisch eher an die biedere 7270 als an die neuere und schnittigere 7390 erinnert, finden sich massig Anschlüsse.

Neben bereits erwähnter F-Buchse für das TV-Koaxkabel  befinden sich zwei Westernbuchsen für den Anschluss von Telefoniegeräten. Die können aber auch über die deutlich weiter verbreiteten TAE-Buchsen an der Seite angeschlossen werden.

Egal, welches System man wählt: Es finden per Kabel immer zwei Endgeräte wie Telefon oder Faxgerät Platz. Direkt daneben liegt eine Westernbuchse für den internen ISDN-S0-Bus, der gerade für Kabel-BW-Kunden wichtig ist: Denn derzeit wird die Box nur für ISDN-Kunden angeboten, später soll sie für alle Kunden zu haben sein.

Bis zu acht ISDN-Geräte lassen sich bei Busbetrieb anschließen. Da es sich um einen internen S0-Bus handelt, kann beliebig zwischen ISDN und analogen Geräten hin- und hertelefoniert und -verbunden werden. Daneben befindet sich ein USB-2.0-Anschluss, an den der Kunde externe Speichermedien wie Festplatten oder Sticks anschließen und so den internen Speicher der Box deutlich erweitern kann, was eine Reihe von Vorteilen bringt.

Integrierter Mediaserver an Bord

Denn wie alle Fritzboxen verfügt auch die 6360 sowohl über interne Anrufbeantworter als auch Faxempfänger: Kommt ein Anruf, springt nach vordefinierter Zeit der interne Rufsammler an und nimmt die Nachricht auf. Die kann man dann per Telefon abhören oder sich die Nachricht per Mail aufs Smartphone schicken lassen.

AVM Fritzbox 6360 Cable

© Archiv

Auf dem DECT-Monitor kann man prüfen, welche Mobilteile Voll-Eco-Mode unterstützen und ob das Gespräch verschlüsselt abläuft.

Ähnliches auch beim Faxempfänger: Der reagiert wahlweise auf eine eigens definierte Nummer, hat aber auch eine Faxweiche eingebaut, die eingehende Fernkopien erkennt, in ein PDF wandelt und zu frei definierbaren Mailadressen weiterleitet.

Auch kann man Musik, Bilder oder Videos ablegen und von Streamingclients abspielen, denn die Fritzbox hat einen Mediaserver integriert. Die gelben Buchsen  sind Gigabit-Ethernetbuchen für den Anschluss von Netzwerkgeräten.

Auf der Oberseite finden sich zwei Tasten: Mit der einen kann man den WLAN-Datenfunk ein- und ausschalten, was auch per Telefon oder Zeitsteuerung klappt. Mit der anderen findet man verlegte DECT-Telefone oder bucht diese in die Box ein, denn die smarte Kiste hat auch eine DECT-Basis intus, mit der man beliebige DECT-Mobilteile einbuchen kann. Die besten Ergebnisse liefern natürlich die perfekt abgestimmten AVM-Mobilteile MT-F oder C3.

Fazit

Trotz allem Lob: Derzeit ist das WLAN-Modul noch fehlerbehaftet. Nach einigen Tagen klaglosen Betriebs war auf einmal keine Verbindung mehr möglich. Hier hilft nur ein kurzer Neustart der Box. Auch an anderen Ecken hakt es noch leicht - alles Dinge, die sich von AVM per Firmwareupdate beheben lassen.

Alles in allem ist die Fritzbox 6360 Cable das universale Daten- und Telefoniegerät, auf das Kabelkunden lange sehnlichst gewartet haben. Bleibt zu hoffen, dass die Kabelbetreiber weitere Updates schnell freigeben, damit auch die letzten kleineren Kinderkrankheiten behoben sind. Auch bleibt zu hoffen, dass die 6360 bald bei allen Kabelprovidern zu bekommen ist.

Was genau hinter DOCSIS 3.0 steckt, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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