Auf zur Schatzsuche!

Es begann im 19. Jahrhundert

Volkssport Geocaching

© Foto: pixelio.de

Horrido! Die Schnitzeljagd ist eröffnet

Dabei versteckten sie ebenfalls Behälter mit Briefen, die logischerweise nur mit Kompass und Karte gefunden werden mussten. Diese Urform des modernen Geocachings existiert übrigens immer noch.

Die ersten modernen Schatzsuchen unter Verwendung von GPS-Signalen fanden in den 90er-Jahren statt. Nur einen Tag nach Abschaltung der künstlichen Verschlechterung der GPS-Genauigkeit durch die US-Regierung am 2. Mai 2000 ging's dann richtig los mit Geocaching.

Seitdem ist es auch üblich, zusammen mit dem Logbuch Gegenstände im Geocache-Behälter zu hinterlassen, die wie beschrieben nach dem Auffinden des Cache getauscht werden können. Das können Karten, Bücher, CDs, Videos etc. sein.

Was machen unterdessen unsere beiden Schatzsucher? Sie haben gerade ein Gebiet von etwa 50 Quadratmetern eingegrenzt; hier fahnden sie intensiv nach ihrem Cache. "Hast du schon was gefunden?", tönt es aus einem Gebüsch. "Nein, aber es muss hier irgendwo sein, die Koordinaten stimmen", erklingt die Antwort hinter einer Gruppe Bäume. Es hat inzwischen zu dämmern begonnen, was die Suche nach dem Cache nicht gerade einfacher macht.

Schwierigkeitsgrad in Sternform

Volkssport Geocaching

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Der Aufwand, den man bei der Suche nach den jeweiligen Schätzen betreiben muss, wird nach zwei Kriterien bewertet: erstens nach dem Schwierigkeitsgrad der gesamten Aufgabe und zweitens nach Art und Beschaffenheit des Geländes, in dem der Cache gesucht werden muss.

Eine Aufgabe ist leicht, wenn die Koordinaten direkt angegeben sind, so dass man die Fundstelle bloß orten muss. Manche Teilnehmer denken sich auch Rätsel aus, die es erst einmal zu knacken gilt, damit man überhaupt an die Koordinaten herankommt - so wie beim Cache unserer beiden Freunde.

Der Schwierigkeitsgrad wird mit bis zu fünf Sternen angegeben. Fünf Sterne weisen allerdings auf komplizierte Denksportaufgaben hin, die nicht mehr jedermanns Sache sind. Das gilt auch für die Art des Geländes: Der Timberlin-Cache auf der Zugspitze hat fünf Sterne in der Geländebewertung, und diese sollte man ernstnehmen. Das heißt: Ohne Bergsteigerausrüstung geht hier gar nichts.

Caches mit nur einem Geländestern sind dagegen auch mit Kindern gut zu erreichen und eignen sich folglich für einen Sonntagsausflug. Weil gerade der Nachwuchs besonders viel Spaß an der Schatzsuche hat, entwickelt sich Geocaching immer mehr zu einem Hobby für die ganze Familie.

Spannung auf den letzten Metern

Volkssport Geocaching

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Auch die Größe des zu suchenden Behälters spielt eine wichtige Rolle, denn je nach Cache und Ort werden verschieden große Behältnisse verwendet. In der Stadt und an öffentlichen Plätzen müssen diese kleiner sein als in der freien Natur, damit sie nicht etwa auffallen und zufällig von Unkundigen gefunden zu werden.

Und die letzten Meter einer Schatzsuche sind in den meisten Fällen die schwierigsten, weil das Signal der um die Erde kreisenden GPS-Satelliten immer noch eine Ungenauigkeit von 5 bis 15 Metern aufweist. Besonders im Unterholz oder im Buschgelände kann man in einem Umkreis von 15 Metern lange nach einer vergrabenen Tupperdose suchen.

Doch unsere Sportsfreunde haben Glück: Endlich stößt einer der Sucher unter einem Baumstamm auf einen schuhkartongroßen Plastikbehälter. Bingo! Die Schatzsucher verewigen sich im Logbuch, tauschen ihre mitgebrachten historischen Münzen gegen eine Zinnfigur aus dem Cache und sind stolz, ihre Mission erfüllt zu haben.

GPS-Koordinaten

Volkssport Geocaching

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N 43° 48.405 E 012° 15.160 - Dieser Zahlensalat ist verwirrend? Hier die Erklärung: Um sich beim Geocaching zu orientieren, braucht man zwei Angaben: den Längen- und den Breitengrad. Der Längengrad wird vom Nullmeridian (zieht sich vom Nord- zum Südpol über Greenwich/London) nach Osten (E) und Westen (W) gezählt bis jeweils 180 Grad.

Die Breitengrade werden im Gegensatz dazu vom Äquator aus gezählt, die Pole liegen jeweils bei 90 Grad Nord (N) beziehungsweise Süd (S). So kann man durch die Kombination beider Gradangaben jedem Ort auf dieser Welt eine exakte Koordinate zuweisen.

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Wer ist die Nummer eins? -

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