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Ratgeber
Fußgänger-Navigation - mit dieser Software gehen Sie richtig
Im Auto sind sie längst eine ebenbürtige Alternative zur großen Navigation, doch was taugen Handy-Navis beim Einsatz zu Fuß?
Ob im Handy integriert oder als eigenständiges Gerät - so gut wie jeder Besitzer eines Navigationssystems dürfte schon einmal mit dem Gedanken gespielt haben, seinen mobilen Wegfinder außerhalb des Autos zu verwenden, um sich etwa zu Fuß in einer Stadt zu orientieren. Das liegt ja auch nahe, schließlich besitzen die meisten Navis eingebaute Akkus und eignen sich somit bestens für den Einsatz zwischen Parkhaus und Kunstgalerie oder Shopping-Center. Jedenfalls theoretisch.
Tatsächlich allerdings klappt das meist weniger gut. Der Redaktion liegen zwar keine Daten darüber vor, doch die Zahl derer, die derartige Versuche nach kurzer Zeit entnervt abgebrochen haben, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit groß. Denn die Anforderungen an ein Navigationssystem im Auto oder zu Fuß sind so unterschiedlich, dass ein perfektes Funktionieren in beiden Welten derzeit noch nicht möglich ist. Die Gründe dafür stehen im Kasten oben auf der rechten Seite.
Mehr als nur ein Notbehelf?
Und doch ist in der Not eine grobe Orientierung besser als gar keine - und damit sind vor allem die Handy-Navigationssysteme wieder im Spiel. Denn das Handy hat man gemeinhin immer dabei, und selbst wenn gerade kein GPS-Empfänger zur Hand ist, taugen die meisten Navigationsprogramme zumindest als Routenplaner.
Das wissen auch die Handyhersteller - und entdecken GPS und Navigation nach und nach als neues Keyfeature ihrer Geräte. Bestes Beispiel hierfür sind die Nokia-Handys 6110, E90 und N95, die alle mit integriertem GPS-Empfänger angeboten werden. Und auch die Nachricht, dass Nokia den größten Kartenanbieter Navteq gekauft hat, weist deutlich darauf hin, welche Rolle Navigation auf dem Handy in Zukunft spielen soll.
Doch bleiben wir in der Gegenwart. Abseits aller technischen Restriktionen wollte die Redaktion in diesem Test wissen, wie sich der orientierungstechnische Notfall mit aktuellen Handy-Navis abspielt – und ist mit sechs Systemen auf Fußgänger-Tour gegangen. Die Ergebnisse sind durchwachsen: Einerseits funktioniert grobe Orientierung grundsätzlich schon, andererseits gibt es sehr viel zu beachten, sobald man mehr als die Basisfunktionen will - und das ist auch der Grund dafür, dass die Fußgänger-Navigation noch nicht massentauglich ist. Das kann sich aber schnell ändern.