Auf zur Schatzsuche!

Geocaching per Handy

Zunächst braucht man ein Handy mit GPS-Empfänger, sonst geht gar nichts. Bei immer mehr Mobiltelefonen ist GPS mittlerweile schon ins Gehäuse integriert, so dass man sich die Anschaffung einer GPS-Maus (ein Aufsteck-GPS-Adapter) sparen kann.

Allerdings sollte man bei der Wahl des Handys auf einen leistungsstarken Akku und ein möglichst großes Display achten. Wer nicht nur mit elektronischem Kompass und GPS-Daten, sondern auch mit digitalem Kartenmaterial navigieren möchte, wird später für jedes zusätzliche Display-Pixel dankbar sein.

Den passenden Cache finden

Volkssport Geocaching

© Foto: Apple

Big Screen: Ein großes Display hilft bei der Orientierung

Nachdem man sich mit elektronischem Equipment ausgerüstet hat, geht es ans Eingemachte. Zunächst sollte man sich einen Account bei einer der großen Geocaching-Communitys zulegen. Ist dieser aktiviert, macht man sich auf die Suche nach einem passenden Cache, was bei über 66000 Stück in Deutschland keine Schwierigkeit darstellen sollte.

Bei geocaching.com geht dies ganz einfach durch die Eingabe der Postleitzahl oder des Namens der gewünschten Stadt. Einmal auf "Suchen" geklickt, und die Seite listet alle Caches in der Nähe der jeweiligen Stadt auf.

Wer im Urlaub nicht auf sein Hobby verzichten möchte, gibt einfach den Ferienort in die Suchmaske ein und weiß nach kurzer Zeit, ob im anvisierten Urlaubsgebiet auch ein "Schatz" versteckt ist. Was wahrscheinlich ist, denn die Geocaching-Gemeinde wächst stetig. Weltweit finden sich mittlerweile weit über eine halbe Million Caches.

Hindernisse sichten

Bei einem unbekannten Zielgebiet ist es zudem empfehlenswert, sich vorher über die Beschaffenheit des Geländes schlauzumachen. Am einfachsten und günstigsten geht das mit Google Maps oder Google Earth. Dank der relativ detaillierten Satellitenbilder, die dort vorhanden sind, kann man schon vor Beginn der Suche ausmachen, worauf man sich einlässt und kann eventuelle Hindernisse wie Flüsse oder unwegsames Gelände umgehen.

Schließlich gilt es zu überprüfen, ob die Darstellung der GPS-Daten aus dem Netz mit der im Handy identisch ist. Nichts ist ärgerlicher, als am Startpunkt der Schatzsuche wieder umkehren zu müssen, weil die Darstellung der Koordinaten nicht stimmt. Zum Glück bieten die Geocaching-Communitys die GPS-Daten in mehreren Formatierungen zum Download an, so dass man nur wissen muss, in welchem Format man sie braucht.

Und los geht's...!

Volkssport Geocaching

© Archiv

Der Startpunkt ist meist per Auto oder ÖPNV zu erreichen

Ausgerüstet mit festem Schuhwerk und den GPS-Koordinaten samt gestellter Aufgaben kann man sich nun auf den Weg ins Zielgebiet machen. Meist ist der Startpunkt für die Schatzsuche ganz einfach mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Allerdings hängt das mitunter auch vom Schwierigkeitsgrad der Suche ab.

Am Ausgangspunkt kann man sich dann auf die Suche nach besagtem Behälter machen. Grundsätzlich gibt es hier zwei Vorgehensweisen. Entweder man navigiert nur mit den GPS-Daten, die vom Handy empfangen werden, oder man benutzt ein Navigationsprogramm, um sich mithilfe von Übersichtskarten und Anweisungen wie bei der Auto-Navigation ("Jetzt rechts abbiegen!") ans Ziel führen zu lassen.

Wobei die erste Methode der ursprünglichen Idee des Geocachings am nächsten kommt. Allerdings sollte man dann wenigstens eine Karte des Gebiets in Papierform dabeihaben, um sich die Orientierung zu erleichtern.

Programmvielfalt & Kostenfalle

Volkssport Geocaching

© Archiv

Himmel! Der elektronische Kompass hilft

Wer sich dafür entscheidet, mit Unterstützung einer elektronischen Karte zum Ziel zu finden, hat die Qual der Wahl, denn je nach Handymodell und Betriebssystem gibt es verschiedene Programme. Einige sind kostenlos, für andere muss der Benutzer einen mehr oder weniger hohen Obolus entrichten. Eine kleine Auswahl der auf dem Markt befindlichen Programme finden Sie im nächsten Menüpunkt.

Hier ist es meist nötig, den Zielpunkt, sprich dessen Koordinaten, als Favoriten im Handy anzulegen, damit man sich zur gewünschten Position navigieren lassen kann. Noch etwas haben fast alle diese Programme gemein: Sie brauchen eine Internetverbindung, um die Übersichtskarten darstellen zu können.

Volkssport Geocaching

© Archiv

Anfangs sind die Koordinaten noch gewöhnungsbedürftig

Je nach Programm und Nutzung kann dies beträchtliche Datenmengen und somit auch je nach Datentarif beträchtliche Kosten verursachen. Hier ist also Vorsicht geboten! Bevor man startet, sollte man seinen Provider unbedingt fragen, was einen die Datennutzung mit dem Handy kostet.

Wer allerdings nur auf GPS-Daten und Kompass setzt, braucht keine Bedenken zu haben. Bedenken sollte man auch, dass nicht jedes Programm aus dem Netz auf jedem Handy läuft. Man sollte sich also vor dem Kauf des Programms auf jeden Fall informieren, ob die Software auf dem eigenen Mobiltelefon auch ausgeführt werden kann.

Probleme bei der Schatzsuche

Hat man sich endlich ins Zielgebiet vorgearbeitet, beginnt die eigentliche Suche nach dem Schatz. Hier offenbart sich die Crux der GPS-Navigation per Handy, denn je nach Gerät schwankt die Positionsgenauigkeit teilweise beträchtlich. Außerdem variiert die Suchzeit nach Satelliten. Zurückzuführen ist dies auf die Qualität der Antenne, die von Modell zu Modell unterschiedlich ist.

Weiteres Problem: Wer Geocaching inmitten dichter Bebauung oder in Innenstädten betreiben will, sollte darauf gefasst sein, dass das GPS-Signal durch hohe Gebäude oder in engen Gassen abreißt und erst wieder auftaucht, wenn man die Störquellen hinter sich gelassen hat.

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