
Glasfaser, LTE, Breitbandkabel: Das schnelle Internet der Zukunft
Glasfaser, LTE, Breitbandkabel – das sind die Übertragungswege für das schnelle Internet der Zukunft. Eine Bestandsaufnahme der Ausbaupläne.
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Daten in Lichtgeschwindigkeit: Glasfaser
Glasklar: Die Telekom setzt beim Breitbandausbau auf Glasfasern. Andere Anbieter sollen die Anschlüsse mieten können
Über Glasfaserleitungen werden die sogenannten Outdoor-DSLAMs (DSL Access Multiplexer) versorgt – Schaltschränke, die in den Straßen stehen, und von denen aus dann nur noch wenige 100 Meter zu den Teilnehmerhaushalten per Kupferkabel überbrückt werden. Der nächste logische Schritt ist daher, die Glasfaseranbindung direkt bis in die Gebäude auszubauen (FTTB – Fiber to the Basement), oder idealerweise direkt bis zum Teilnehmerhaushalt (FTTH – Fiber to the Home).
Auf dieses Konzept setzt vor allem die Telekom. Sie hat für 2011 insgesamt zehn Ausbauvorhaben für ihr neues GPON (Gigabit Passive Optical Network) angekündigt. Spätestens ab Frühjahr 2012 sollen ausgewählte Haushalte das neue Angebot testen können. Sogar die Tarife dafür stehen bereits fest – sie liegen in der Größenordnung der heutigen Entertain-Angebote über VDSL (zwischen 44,95 und 59,95 pro Monat). Die Datenraten über die Glasfaser betragen dabei bis zu 200 Megabit/s im Downlink und bis zu 100 Megabit/s im Uplink. Informationen über Ausbaustand und Angebote finden Interessenten unter www.telekom.de/glasfaser.
Näher ran: DSL (1) basiert auf Kupferkabeln, bei VDSL (2) nur über kurze Distanzen. Künftig reicht GPON (3) bis zum Kunden
Wie heute bereits das DSL-Netz soll auch das Glasfasernetz der Telekom auf „Open Access“ ausgelegt sein. Das Konzept: Wettbewerber sollen auf den Telekom-Glasfasern eigene Wellenlängen anmieten und über diese dann ihre Kunden mit eigenen Angeboten versorgen können.
Zwar treibt die Telekom den Glasfaserausbau am stärksten voran, doch auch andere Netzbetreiber setzen auf die schnellen Fasern. Schon längst haben etwa auch Vodafone und andere Provider ihre Vermittlungsknoten mit Glasfaser-Backbones (Hauptleitungen) versorgt. Allerdings halten sie sich derzeit noch bedeckt, was den direkten Anschluss von Teilnehmern über die Faser betrifft. Letztlich ist aber eine ähnliche Entwicklung zu erwarten wie heute schon im DSL-Bereich: In einigen Gebieten werden die Anbieter ihre Kunden an eigene Fasernetze anschließen, in anderen werden sie mit der Telekom oder anderen Providern kooperieren. So mietet Vodafone etwa in Köln FFTB-Anschlüsse vom dort aktiven lokalen Anbieter NetCologne und will diese in Kürze mit eigenen Tarifen vermarkten.
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