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25. August 2011
Breitbandtechnologien: Mit Highspeed in die Zukunft Bild vergrößern 937 563 http://img3.magnus.de/Glasfaser-LTE-Breitbandkabel-das-schnelle-Internet-der-Zukunft-r937x562-C-f9c2abb5-48274090.jpg
Breitbandtechnologien

Glasfaser, LTE, Breitbandkabel: Das schnelle Internet der Zukunft

Glasfaser, LTE, Breitbandkabel – das sind die Übertragungswege für das schnelle Internet der Zukunft. Eine Bestandsaufnahme der Ausbaupläne.

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Befragt man die deutschen Netzbetreiber zu ihren Ausbauplänen für Internetanschlüsse, gibt es in Sachen Geschwindigkeit nur eine Richtung: nach oben. Angesichts bandbreitenverzehrender Multimedia-Dienste wie IPTV und Video-on-Demand sowie der Distribution umfangreicher Softwarepakete über Online-App-Stores können private und geschäftliche Teilnehmer Datenraten von 100 Megabit pro Sekunde und mehr auch gut gebrauchen. connect hat deshalb untersucht: Wie sehen die Ausbaukonzepte der Anbieter aus und was müssen Interessenten und Kunden dazu wissen?

Daten in Lichtgeschwindigkeit: Glasfaser

Glasklar: Die Telekom setzt beim Breitbandausbau auf Glasfasern. Andere Anbieter sollen die Anschlüsse mieten können
Bild vergrößern 937 624 http://img2.magnus.de/Glasklar-Die-Telekom-setzt-beim-Breitbandausbau-auf-Glasfasern-Andere-Anbieter-sollen-die-Anschl-sse-mieten-k-nnen-r937x623-C-a3757d97-48411720.jpg Glasklar: Die Telekom setzt beim Breitbandausbau auf Glasfasern. Andere Anbieter sollen die Anschlüsse mieten können

Glasklar: Die Telekom setzt beim Breitbandausbau auf Glasfasern. Andere Anbieter sollen die Anschlüsse mieten können

Die klassische Kupfer-Doppelader, die heute noch in fast jeden Haushalt führt, stößt auf jeden Fall allmählich an ihr Kapazitätslimit. Das heute in den Zentren größerer Städte angebo­tene VDSL(2) holt mit bis zu 50 Megabit/s im Downlink und bis zu 10 Megabit/s im Uplink schon fast alles heraus, was technisch möglich ist. Und auch dies klappt nur, weil der hier aktive An-bieter Telekom die Übertragungswege übers Kupfer sehr kurz hält:

Über Glasfaserleitungen werden die sogenannten Outdoor-DSLAMs (DSL Access Multiplexer) versorgt – Schaltschränke, die in den Straßen stehen, und von denen aus dann nur noch wenige 100 Meter zu den Teilnehmerhaushalten per Kupferkabel überbrückt werden. Der nächste logische Schritt ist daher, die Glasfaseranbindung direkt bis in die Gebäude auszubauen (FTTB – Fiber to the Basement), oder idealerweise direkt bis zum Teilnehmerhaushalt (FTTH – Fiber to the Home).

Auf dieses Konzept setzt vor allem die Telekom. Sie hat für 2011 insgesamt zehn Ausbauvorhaben für ihr neues GPON (Gigabit Passive Optical Network) angekündigt. Spätestens ab Frühjahr 2012 sollen ausgewählte Haushalte das neue Angebot testen können. Sogar die Tarife dafür stehen bereits fest – sie liegen in der Größenordnung der heutigen Entertain-Angebote über VDSL (zwischen 44,95 und 59,95 pro Monat). Die Datenraten über die Glasfaser betragen dabei bis zu 200 Megabit/s im Downlink und bis zu 100 Megabit/s im Uplink. Informationen über Ausbaustand und Angebote finden Interessenten unter www.telekom.de/glasfaser.

Näher ran: DSL (1) basiert auf Kupferkabeln, bei VDSL (2) nur über kurze Distanzen. Künftig reicht GPON (3) bis zum Kunden
Bild vergrößern 937 619 http://img3.magnus.de/N-her-ran-DSL-1-basiert-auf-Kupferkabeln-bei-VDSL-2-nur-ber-kurze-Distanzen-K-nftig-reicht-GPON-3-bis-zum-Kunden-r937x618-C-25893861-48411723.jpg Näher ran: DSL (1) basiert auf Kupferkabeln, bei VDSL (2) nur über kurze Distanzen. Künftig reicht GPON (3) bis zum Kunden

Näher ran: DSL (1) basiert auf Kupferkabeln, bei VDSL (2) nur über kurze Distanzen. Künftig reicht GPON (3) bis zum Kunden

Die Erfahrungen aus den Pilotversuchen sollen dann in den weiteren Flächenausbau und die Tarifgestaltung einfließen. Dabei ist in puncto Geschwindigkeit noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht: Mit sogenannter Multimode-Übertragung sollen die verlegten Glas­fasern in weiterer Zukunft pro Teilnehmer Datenraten im Bereich von mehreren Gigabit/s (1000 Megabit/s) transportieren können. Dieses Versprechen steckt ja sogar schon im Namen „GPON“ mit drin.

Wie heute bereits das DSL-Netz soll auch das Glasfasernetz der Telekom auf „Open Access“ ausgelegt sein. Das Konzept: Wettbewerber sollen auf den Telekom-Glasfasern eigene Wellenlängen anmieten und über diese dann ihre Kunden mit eigenen Angeboten versorgen können.

Zwar treibt die Telekom den Glasfaserausbau am stärksten voran, doch auch andere Netzbetreiber setzen auf die schnellen Fasern. Schon längst haben etwa auch Vodafone und andere Provider ihre Vermittlungsknoten mit Glasfaser-Backbones (Hauptleitungen) versorgt. Allerdings halten sie sich derzeit noch bedeckt, was den direkten Anschluss von Teilnehmern über die Faser betrifft. Letztlich ist aber eine ähnliche Entwicklung zu erwarten wie heute schon im DSL-Bereich: In einigen Gebieten werden die Anbieter ihre Kunden an eigene Fasernetze anschließen, in anderen werden sie mit der Telekom oder anderen Providern kooperieren. So mietet Vodafone etwa in Köln FFTB-Anschlüsse vom dort aktiven lokalen Anbieter NetCologne und will diese in Kürze mit eigenen Tarifen vermarkten.

Weiter zu: Breitbandinternet per Funk und Kabel



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