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GPS-Empfänger: Garmin Approach G3 und G5

Die GPS-Empfänger Garmin Approach G3 und G5 sollen Golfern das Leben leichter machen. Wir haben's ausprobiert.

GPS-Empfänger: Garmin Approach G3 und G5

© Sebastian Stoll

GPS-Empfänger: Garmin Approach G3 und G5

Ein warmer, mit Meeresluft durchmischter Wind weht uns am Eingang des Lissabonner Flughafens Aeroporto Lisboa entgegen. Den größten Teil unserer Reise nach Portugal, den Flug, haben wir hinter uns, zwei Tage auf einem der schönsten Golfplätze Europas liegen vor uns. Das "Penha Longa Hotel und Golf Ressort" nahe der wunderschönen Atlantikküste liegt knapp 30 Kilometer von Lissabon entfernt.

Garmin Approach G3 und G5

© Sebastian Stoll

Mit dem G5 lassen sich die Abschläge zu einer Spielstatistik zusammenrechnen.

Warum sind wir hier? Weil Garmin Deutschland uns zwei neue Geräte live und in Farbe präsentieren will - den Garmin Approach G5 und den kleineren Approach G3, zwei GPS-Empfänger speziell für den Golfsport. Und die Vorteile solcher Geräte lassen sich auf dem Green schließlich deutlich besser demonstrieren als in einem Konferenzraum. Logisch, oder?

3888 Golfplätze sind erfasst

Angesichts der von Garmin präsentierten Zahlen in Bezug auf den Golfsport in Deutschland wird klar: Das ist ein riesiger Markt. Demnach spielen hierzulande sage und schreibe 2,5 bis 3 Millionen Menschen den schicken Schlägersport, und zwar auf etwa 650 Golfplätzen. 382 dieser Plätze hat Garmin für seine neuen Approaches bereits digitalisiert. Da sich auch Golfplätze hin und wieder kosmetischen Operationen unterziehen müssen, will Garmin die Kartendaten alle zwei Jahre aktualisieren - ein bekanntes Verfahren.

Garmin hat das Rad bei den beiden Approach-Navis nicht neu erfunden, sondern lediglich angepasst. Als Plattform für die beiden Approaches dienen die GPS-Empfänger Dakota 20 und Oregon 400; das Dakota 20 heißt für Golfer Approach G3 und wird für 299 Euro im Pro-Shop am Spielort oder im Sportfachhandel erhältlich sein. Das Approach G5 kostet 379 Euro.

Im Kaufpreis ist eine Lizenz für sämtliche von Garmin digitalisierten Golfplätze enthalten. Zusätzlich zu den deutschen Plätzen finden sich 21 Plätze in Österreich, 17 in der Schweiz, 397 in Frankreich, 310 in Spanien, 77 in Portugal und satte 2613 (!) in England. Macht zusammen 3888 Plätze in Europa. Wem das nicht reicht: Eine USA-Lizenz lässt sich hinzukaufen.

Distanz messen per GPS

Garmin Approach G3 und G5

© Sebastian Stoll

Auf dem Touch-Screen werden die Entfernungen vom eigenen Standort zum gewünschten Zielort angezeigt (G3, G5).

Wer mit GPS-Unterstützung auf den Platz will, darf sich auf zwei robuste und wasserfeste Geräte mit Touchscreen freuen. Die ersten Bedienschritte mit dem G5 zeigen, dass Garmin seine GPS-Geräte stark abgespeckt hat, um sie leichter bedienbar zu machen. Es findet sich - abgesehen von der Hardware - keine einzige Gemeinsamkeit mehr mit den Wandergeräten.

Und bei unseren ersten Gehversuchen mit dem Garmin Approach G5 auf dem Golfplatz vermissten wir die meisten Funktionen auch nicht. Das Hauptmenü bietet nur drei Optionen: Einstellungen, Spielen und die Wahl des Golfplatzes. Man muss braucht sich nur einen Platz auszusuchen und findet sich ruck-zuck am ersten Loch auf der Karte.

Die beiden Geräte sollen nicht nur die Distanz von einem Loch zum anderen via GPS messen, sondern auch bei der Dokumentation des Spiels helfen. So lässt sich beispielsweise die Entfernung vom Abschlag bis zum Ball recht gut ablesen. Vor jedem Abschlag kann der Spieler das gewünschte Ziel über den Touchscreen anwählen und bekommt prompt die Entfernung angezeigt.

Garmin Approach G3 und G5

© Sebastian Stoll

Die Bedienung des G5 ist zu unserem Glück deutlich einfacher als ein Abschlag.

Dabei unterscheidet sich der G5 durch zwei wesentliche Merkmale vom kleineren Garmin Approach G3: Erstens ist das Display des G5 ist mit 3 Zoll zu 2,6 Zoll größer, brillanter und somit besser ablesbar. Außerdem rechnet das teurere Garmin Approach G5 die benötigten Hits für die abschließende Spielstatistik zusammen.

Das fällt auch unserem britischen Golftrainer auf, der bereits seit mehreren Minuten mit dem G5 herumspielt. Ob sich sein kindliches Lächeln dabei auf unsere Abschlagtechnik bezieht oder die pure Freude über die neuen Garmin Approaches war? Vermutlich eine Mischung aus beidem... 

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