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Ratgeber Heimvernetzung

Handy, Hifi und TV vernetzen

Sony Xperia Z
Per Streaming kommen Musik, Fotos oder Videos vom Smartphone oder PC auf TV-Gerät und Stereoanlage im Wohnzimmer. Wir stellen die wichtigsten Standards vor.

Der Fernseher im Wohnzimmer liefert einfach das bessere Bild, die Stereoanlage den besseren Ton. Wer seine Musiksammlung, Digitalfotos oder Videos richtig genießen will, landet deshalb in der Regel auf der Wohnzimmercouch.

Handfeste Vorteile

Per Streaming lassen sich Multimedia-Inhalte unkompliziert auf Ihre Wohnzimmergeräte befördern. Gegenüber langwierigen Dateiübertragungen hat das mehrere Vorteile:

  • Die Inhalte stehen schneller zur Verfügung.
  • Sie belegen auf dem Wiedergabegerät keinen Speicherplatz.
  • Dank komfortabler Software geht auch die Bedienung meist schnell und einfach von der Hand.

Konkurrierende Vernetzungsstandards

Allerdings konkurrieren verschiedene Standards um die Gunst der Couch-Potatoes. Wer etwa sein Smartphone und sein Home-Entertainment-Equipment zusammenbringen will, sollte die verschiedenen Alternativen kennen und sich auf beiden Seiten der Datenübertragung für dieselbe – und idealerweise die am besten passende – Lösung entscheiden.

Im Wesentlichen gibt es vier Standards oder Technologien:

DLNA

DLNA hat sich bei Wohnzimmergeräten, aber auch Windows-PCs hat sich DLNA als Vernetzungsstandard etabliert. So arbeiten bereits Geräte unterschiedlicher Hersteller sowie unterschiedliche Gerätetypen wie zum Beispiel Smartphones und Fernseher zusammen.

Ratgeber: Das kann DLNA

Airplay

Airplay ist Apples Lösung für iPhone, iPod und Co. Im Audiobereich ist Airplay heute weit verbreitet: Eine große Anzahl von drahtlosen Lautsprechersystemen und fürs Heimnetzwerk ausgelegten Hi-Fi-Anlagen unterstützt den Apple-Standard, darunter von Größen wie B&W, Bose, Denon, JBL, Loewe, Marantz oder Philips. Seitens Apple ist die Wiedergabe via Airplay auf eigene Geräte beschränkt. Angesichts des zahlreich angebotenen Airplay-Zubehörs haben Drittanbieter allerdings auch Softwarelösungen für andere Plattformen entwickelt.

Ratgeber: Das kann Apple Airplay

Miracast

Google will so schnell wie möglich den gemeinsam mit der WiFi Alliance entwickelten Miracast-Standard zum vollwertigen Airplay-Konkurrenten ausbauen. Das ist allerdings nur Zukunfsmusik. Denn das mit Android 4.2 (Jelly Bean) eingeführte Streaming Miracast unterstützt bislang nur stumme Bildinhalte. Hinzu kommt, dass im Moment nur sehr wenige Geräte Miracast unterstützen. Das ist also noch ein bisschen Zukunfstmusik, Miracast könnte sich angesichts der Marktmacht von Google aber letztlich doch schnell etablieren.

Ratgeber: Das kann Miracast

Auf eigene Faust: WLAN & Bluetooth

Einige Hersteller entziehen sich dem Lagerkampf und nutzen für die Multimedia-Vernetzung die offenen Standards WLAN oder Bluetooth. WLAN-Lösungen setzen ein eigenes Streaming-Protokoll voraus – hier greifen Hersteller wie Sonos oder Teufel auf hauseigene Lösungen zurück, die allerdings auf der Playerseite (also auf Mobilgeräten oder heimischen Computern) eigene Apps oder Tools erfordern.

Die Raumfeld-Boxen von Teufel nutzen ein WLAN-Protokoll über hauseigene Android- und iOS-Apps.
Die Raumfeld-Boxen von Teufel nutzen ein WLAN-Protokoll über hauseigene Android- und iOS-Apps. ©

So bietet der Berliner Lautsprecherhersteller Teufel für seine Raumfeld-Serie eigene Apps für Android und iOS. Aus Rechtegründen darf sich allerdings nur die Android-Version in den systemeigenen Musikplayer einklinken.

Auf iOS-Geräten müssen Titelauswahl und Steuerung in der Raumfeld-App erfolgen. Der Audionetzwerk-Pionier Sonos liefert Player-Apps (Sonos Controller) für iOS und Android sowie vergleichbare Tools für stationäre PCs unter Windows oder Mac OS X.

Audio-Streaming per Bluetooth

Eine Alternative vor allem für portable Lautsprecher ist der Bluetooth-Standard. Mit dem Advanced Audio Distribution Profile (A2DP) bringt dieser Kurzstreckenfunk ein für hochwertige Stereoübertragungen optimiertes Übertragungsprotokoll gleich mit. A2DP unterstützen auch die meisten Bluetooth-tauglichen Smartphones, Tablets und Notebooks.

Wie viele mobile Lautsprecher setzt Boses Soundlink 2 auf Bluetooth-Übertragung mit dem Profil A2DP.
Wie viele mobile Lautsprecher setzt Boses Soundlink 2 auf Bluetooth-Übertragung mit dem Profil A2DP. ©

Allerdings verbraucht der Bluetooth-Standard bis zur meistens genutzten Version 2.1 recht viel Akkustrom. Die in dieser Hinsicht genügsamere Bluetooth-Version 4.0 ist noch nicht allzu weit verbreitet.

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