Apps fürs Heimnetzwerk

NAS: Netzwerkspeicher mit dem Smartphone kontrollieren

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Ebenso wie beim WLAN-Router war man bis vor Kurzem auch bei einer Netzwerkfestplatte oder einem NAS gezwungen, für jede Statusinformation oder Einstellungsänderung in das Browser-Menü des Geräts zu wechseln. Manche der meist teureren (Business-)NAS-Geräte besitzen einen kleinen Status-Screen an der Gehäusefront, dessen Informationsgehalt mit höchstens zweizeiliger Anzeige eher eingeschränkt ist.

Zumal man immer direkt vor dem NAS stehen muss, um den Inhalt lesen zu können. Mit einer Smartphone-App für den NAS holen Sie alle wichtigen Infos direkt aufs Smartphone oder Tablet – solange Sie sich in Reichweite Ihres WLANs befinden.​

Synology (www.synology.com​) hat mit „DS finder“ (Android, iOS) eine App in petto, die alle wichtigen Statusinfos eines Synology-NAS liefert und das Gerät bei Bedarf herunterfährt. Die Synology-App „DS file“ (Android, iOS) wiederum erlaubt den Fernzugriff auf den Datenspeicher im Heimnetz, sofern sich der Nutzer bei Synologys kostenlosem Relay-Server-Dienst Quickconnect angemeldet hat. 

Ähnliche Funktionen bietet der NAS-Fabrikant QNAP (www.qnap.com​) mit den Smartphone-Apps „Qmanager“ und „Qfile“, die ebenfalls für Android- und iOS-Geräte bereitstehen. Die beiden Hersteller haben sich unter anderem auch auf das Streaming von Videos auf mobile Geräte spezialisiert, wofür sie ebenfalls entsprechende Apps (DS video und Qvideo) bereitstellen. Einige neuere ihrer NAS-Modelle können die Videos sogar vor dem Streaming aufs Smartphone herunterrechnen.​​

Synology App

© Synology

Die App DS-finder zeigt alle wichtigen Statusinfos eines Synology-NAS auf dem Smartphone. Wer möchte, fährt den NAS auch via Smartphone-App herunter.

Komplette NAS-Steuerung 

Eine sehr gelungene Smartphone-App liefert auch Asustor (www.asustor.com) mit „AiMaster“ (Android, iOS). Die AiMaster-App bildet beinahe die komplette Funktionalität des NAS ab, die einem auch im herkömmlichen Browser-Menü am PC zur Verfügung steht. 

Damit lassen sich am Mobiltelefon unter anderem neue Benutzerkonten anlegen, NAS-Dienste ein- oder ausschalten (FTP, WebDAV etc.) sowie die unterschiedlichsten Aktivitäten überwachen – bis hin zu einzelnen Prozessen, die gerade den Arbeitsspeicher des NAS belegen. Allerdings bietet Asustor keinen DS-Lite-tauglichen Fernzugang an, um per Smartphone von außerhalb auf den heimischen NAS zugreifen zu können.

IP-Cams und PLC-Extender – Live-Videos und Verbindungsqualität immer im Blick 

IP-Kameras zur Wohnraumüberwachung sind heute in aller Regel über eine Smartphone-App steuerbar. Exemplarisch sei hier der Hersteller D-Link (www.dlink.com​) genannt, dessen Heimnetzkameras schon seit vielen Jahren vom Smartphone aus erreichbar sind. Die ursprünglich nur zum Streaming von Live-Videos entwickelte App „my-dlink Lite“ (Android, iOS) wurde im Laufe der Jahre konsequent weiterentwickelt, sodass sich selbst bei vielen älteren D-Link-Kameras zusätzliche Funktionen wie etwa die Bewegungserkennung bequem vom Smartphone aus vornehmen lassen – sogar per Fernzugriff auf ein DS-Lite-Heimnetz.

Mydlink IP-Kamera-App

© D-Link

D-Link bietet mit der App Mydlink die Möglichkeit, selbst ältere D-Link-Kameras zu konfigurieren.

Eine noch recht junge Gruppe von Netzwerkgeräten, von denen sich manche ebenfalls im Heimnetz per Smartphone steuern lassen, sind die Powerline-WLAN-Extender-Kits. Dabei handelt es sich um ein Kit aus zwei Powerline-Adaptern, von denen der eine zusätzlich mit einem WLAN-Access-Point ausgestattet ist. 

Aktuell finden sich zwei Hersteller, deren gut ausgestattete Extender-Kits vom Smartphone aus kontrolliert werden können: zum einen das dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit von Devolo (www.devolo.de​) und zum anderen TP-Link mit dem TL-WPA8630P Kit. TP-Links Extender-Kit wird über die Smartphone-App „tpPLC“ gesteuert, während Devolo die App „my devolo“ verwendet (beide für Android und iOS erhältlich).

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