Duell der GigantenHTC One X & Sony Xperia S im Vergleich
Das One X von HTC und das Xperia S von Sony gehören momentan zu den schärfsten Smartphones, die man kaufen kann. Wir lassen beide in einem Vergleich gegeneinander antreten und verraten, welches Smartphone zu welchem Typ passt.
"Alles in HD" verspricht Sony bei seinem neuen Flaggschiff Xperia S. Dieser Slogan trifft aber auch auf das One X von HTC zu, das die Produktoffensive des Herstellers in diesem Jahr anführt. Beide Smartphones bieten hochauflösende Bildschirme und Kameras, hinzu kommen schnelle Prozessoren und die komplette Funkausstattung inklusive dem Nahfunkstandard NFC.
Technisch gibt es kaum noch Luft nach oben, One X und Xperia S sind herausragend ausgestattet und auch in puncto Design haben sich die Hersteller jeweils etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Da fällt die Kaufentscheidung natürlich schwer.
Doch wenn man genauer hinschaut, dann werden enorme Unterschiede zwischen den beiden Top-Modellen sichtbar, im Hinblick auf Ausstattung und Design genauso wie auf den Preis. In unserem Vergleich zeigen wir sie auf und verraten, welches Smartphone zu welchem Typ passt:
Hier schenkt sich keiner was: One X und Xperia S stecken in einem Gehäuse, das aus hochwertigem Polycarbonat-Verbundstoff besteht. Das matte Material schmeichelt den Händen und sieht klasse aus.
Das Xperia S ist etwas kleiner als der Konkurrent, was aber kaum auffällt, weil Sony das Gehäuse sehr kantig gestaltet, wodurch es größer aussieht als es eigentlich ist. Ein echter Hingucker ist dabei die transparente Menüleiste unter dem Display, die leuchtet, wenn man das Smartphone bedient.
So ein Alleinstellungsmerkmal fehlt dem One X, das deutlich schlichter daherkommt. Die Designer haben das Smartphone zurückhaltender, fließender und runder gestaltet. Was besser gefällt – Geschmacksache.
Unbestritten ist dagegen, dass das HTC-Modell stabiler gebaut ist. Während man beim Xperia S die gesamte Rückseite abnehmen muss um die microSIM-Karte einzulegen, findet man bei HTC nur einen kleinen Slot auf der Rückseite. Ansonsten ist das Gehäuse vollständig geschlossen.
Das Display ist in beiden Fällen eine Wucht. Inhalte werden mit 1280 x 720 Pixel dargestellt – mehr geht derzeit nicht. Auch Kontrast- und Helligkeitswerte stimmen.
Zwei Unterschiede gibt es allerdings: Zum einen ist die Anzeige des One X schlichtweg größer (4,7 statt 4,3 Zoll), zum anderen auch etwas blickwinkelstabiler, wenn man von der Seite drauf schaut.
12 Megapixel schafft die Optik des Xperia S, beim One X sind es maximal 8 Megapixel. Sichtbare Vorteile zieht das Sony-Modell aus der höheren Auflösung aber nicht. Beide Smartphones machen sehr ansehnliche Fotos und taugen als Kamera-Ersatz. Auch die Videos (1920 x 1080 Pixel) können sich sehen lassen.
Punkte sammelt HTC aber im Kameramenü. Hier werden die umfangreichen Einstellungen übersichtlich aufbereitet, hinzu kommen ein paar Extra-Funktionen wie etwa die Möglichkeit, während einer Videoaufnahme weiter Fotos zu knipsen. Da kann das Xperia S nicht mithalten.
Auch hier hat HTC die Nase vorn: Das One X kommt mit dem Tegra 3 von Nvidia, dem aktuell stärksten Smartphone-Prozessor auf dem Markt. Er verfügt über vier Rechenkerne und ist auf 1,5 Gigahertz getaktet.
Das Xperia S ist dagegen mit einem Zweikern-Prozessor von Qualcomm ausgestattet, der ebenfalls mit 1,5 Gigahertz taktet. Der Arbeitsspeicher ist bei beiden Modellen mit 1 Gigabyte mehr als ausreichend.
Auch bei der übrigen Ausstattung herrscht Gleichstand: GPS, Wlan, HSPA, Bluetooth – alles dabei. Sogar der Nahfunkstandard NFC ist jeweils integriert. Als kleines Extra liefert Sony sogar zwei NFC-Tags mit, die sich frei programmieren lassen.
Während auf dem One X Android in der neuesten Version 4 läuft, kommt das Xperia S noch mit dem veralteten 2.3 Gingerbread. Ein Update ist aber bereits angekündigt.
Aber auch dann gibt es noch gravierende Unterschiede, weil beide Hersteller das System mit eigenen Benutzeroberflächen veredeln. Dabei wirkt Sense von HTC ausgereifter.
Kein Wunder: HTC entwickelt diese Oberfläche bereits seit mehr als drei Jahren. Der Nutzer profitiert davon in mehrfacher Hinsicht. Zum einen kann er das Gerät viel umfassender mit Widgets und grafischen Spielereien personalisieren als üblich, zum anderen erhält er zusätzliche Features gratis dazu, die vom Google-System normalerweise gar nicht abgedeckt werden.
Sony hat ebenfalls eine schicke Oberfläche zu bieten, allerdings ohne so tief in das System einzugreifen. Es gibt tolle Extras, etwa einen „Stromsparer“ – aber im Endeffekt wirkt Sense durchdachter und hat auch mehr zu bieten.
Dass beide Smartphones zur Oberliga gehören, muss hier eigentlich gar nicht extra erwähnt werden. Das One X bietet aber überall noch das gewisse Tüpfelchen auf dem i, egal ob man Design, Bedienung oder Kamera betrachtet. Ob das den Aufpreis von mehr als 100 Euro rechtfertigt, muss jeder selbst entscheiden.