X oder S? Das ist die Frage, mit der sich Käufer der neuen One-Serie von HTC beschäftigen müssen. Wir stellen One X und One S in einem Vergleich gegenüber.
Mit den Android-Smartphones One X und One S hat HTC eine neue Modellstrategie eingeläutet. Das Motto lautet: Weniger und dafür umso hochwertigere Smartphones. Seit ein paar Wochen kann man die beiden Modelle kaufen und die Resonanz ist überwiegend positiv, der Neustart scheint also gelungen. Auch in den ersten Tests von connect hinterließen die beiden Android-Geräte einen sehr guten Eindruck. Den Test zum One X finden Sie hier, den Test zum One S hier.
Beide Smartphones sind hervorragend ausgestattet und hochwertig verarbeitet. Technisch hat das One X aber etwas mehr zu bieten, das Display ist größer und schärfer und der Prozessor kommt mit dem neuen Vierkern-Chipsatz Tegra 3 von Nvidia. Das One S ist im Gegenzug kompakter und das Aluminiumgehäuse wurde in einem außergewöhnlichen Verfahren beschichtet.
One X und S sehen also nur auf den ersten Blick sehr ähnlich aus, im Detail gibt es zahlreiche Unterschiede. Welche das sind, haben wir hier in einem Vergleich zusammengefasst:
Mit 131 x 65 x 7,8 Millimeter ist das One S aber etwas kleiner als das One X mit seinem mächtigen 4,7-Zoll-Display, das das Gerät auf 134 x 70 x 9 Millimeter aufpumpt.
Das One X ist das Flaggschiff der neuen Smartphone-Serie von HTC und dem entsprechend ist das Display nicht nur größer, sondern auch schärfer. Die technischen Daten im Überblick:
Bei beiden Modellen hat HTC das gleiche Kameramodul eingebaut. Die f/2.0-Linse ist nach Aussage des Herstellers „die Beste ihrer Klasse“. Sie soll 44 Prozent mehr Licht durchlassen als die f/2.4-Linsen, diein den meisten anderen Highend-Smartphones verwendet werden. HTC hat außerdem die Auslösezeit deutlich reduziert: Es dauert nur 0,7 Sekunden, bis One X oder S für eine Aufnahme bereit sind und der Autofokus benötigt gerade mal 0,2 Sekunden, um nahezu unbegrenzt Serienbilder zu schießen, indem man einfach den Finger auf dem Auslösebutton lässt.
Große Unterschiede gibt es in puncto Design und Materialwahl. Dass das One S spitzer nach oben zuläuft, gehört da noch zu den kleineren Details, die man kaum bemerkt.
Und während das X-Modell in einem Polycarbonat-Unibody steckt, der an das Nokia Lumia 800 erinnert, kommt das S in einem Metallgehäuse mit zwei außergewöhnlichen Oberflächenvarianten. In Schwarz ist es besonders kratzfest im Plasmakeramikverfahren beschichtet, in Blau bietet es einen durch Anodisieren erzeugten Farbverlauf.
Aber: top-verarbeitet sind beide Geräte. In dieser Beziehung hat HTC zwei Meisterstücke abgeliefert, das zeigt schon der Blick auf Lautsprecher- und Mikrofonöffnungen. Die sind nicht mit Blenden versehen, sondern über extrem dünne Bohrungen in der Unibody-Schale realisiert.
Stichwort SIM-Karte: Beim HTC One S lässt sich das obere Rückenelement entfernen, um den Steckplatz für die Micro-SIM-Karte freizulegen. Der SIM-Einschub des HTC One X lässt dich dagegen mit dem Daumen vorsichtig herausziehen.
Wenn man die Geräte einschaltet, entdeckt man kaum Unterscheide. Auf beiden ist Android 4.0 Ice Cream Sandwich installiert und die Benutzeroberfläche Sense in Version 4.0 sorgt für ein einheitliches Benutzererlebnis.
Fazit: Beide Geräte sind top und zeigen kaum Schwächen. Das One S ist kompakter und legt einen größeren Schwerpunkt auf´s Design. Das größere Schwestermodell ist die Maximallösung – im Hinblick auf das Gehäuse genauso wie auf Ausstattung und Preis. Während das S aktuell ab 490 Euro zu haben ist, kostet das X knapp 100 Euro mehr.