Android-Benutzeroberflächen

HTC Sense im Check

HTC Sense unterzieht Android einem kompletten Facelift - mit Erfolg, wie unser Benutzeroberflächen-Check zeigt!

HTC Sense

© Hersteller

HTC Sense

HTC krempelt mit seiner Sense genannten Benutzeroberfläche das Android-OS ordentlich um und drückt ihm in praktisch jeder Hinsicht seinen Stempel auf. Jede Bildschirmansicht ist eindeutig als Sense-UI zu erkennen, Verwechslungsgefahr besteht keine.

Anroid-UIs im Vergleich

Das ist bei den Android-Oberflächen der Konkurrenz nicht immer so. Der Umbau ist HTC gut gelungen, das Konzept geradlinig und konsequent umgesetzt, die Oberfläche schlank und gut strukturiert.

Sense wirkt modern, ist einfach zu bedienen und an den richtigen Stellen mit den richtigen Mitteln umgebaut. Clevere Funktionserweiterungen wie Blinkfeed (siehe unten) oder der Autound Kindermodus bieten dem Anwender Mehrwert, ohne das System zu überladen. An manchen Stellen - wie beim Homescreen und App-Drawer - entfernt sich Sense weit von Stock-Android.

Pro

  • sehr markante, eigenständige und gelungene Interpretation der Android-Oberfläche
  • Bedienstruktur geradlinig, schlank und in allen Ebenen konsequent
  • Mehrwert durch clevere Feature wie Blinkfeed, Auto- und Kindermodus
  • konventioneller Android-Homescreen trotz massivem Umbau weiterhin vorhanden
  • ansprechende, modern wirkende Optik

Contra

  • App-Drawer mit redundanten Angaben
  • keine Helikopter-Ansicht

Das Gesamtkonzept ist aber in sich stimmig und Sense dem Vernehmen nach die derzeit am besten gelungene Android-Modifizierung - wie unsere Leserumfrage ergab.

Der Blinkfeed dominiert

Sense bietet auf der Homescreen-Ebene die auffälligste Änderung. Der sogenannte Blinkfeed, ein dynamischer Thread in Kacheloptik, dominiert in der Standardeinstellung das Geschehen. Blinkfeed streamt Nachrichten und Statusmeldungen chronologisch auf den Bildschirm. Welche Inhalte das sind, ist frei wählbar.

Stock-Android von Google im Check

In Sachen Social Media sind Facebook, Twitter, Flickr und Linked In dabei, hinzukommen diverse Angebote etwa aus den Bereichen Sport, Unterhaltung und Technik. Mit einem Wisch nach rechts gelangt man zum konventionellen Android-Homescreen. Auf bis zu fünf Ansichten lassen sich hier in gewohnter Manier Apps, Widgets, Ordner und Links platzieren.

Der Blinkfeed ist die sechste und nach dem Entsperren des Bildschirms als Startansicht eingestellte Ansicht. Wer auf den Blinkfeed verzichten möchte, kann ihn in der Homescreen-Übersicht einfach ausschalten. Diese startet nach einer Pinch-to-Zoom-Geste über einen der Homescreens (zwei Finger auf dem Touchscreen zusammenführen).

Anschließend lassen sich die eben angesprochenen Elemente einfach per Drag-and-drop auf den gewünschten Homescreen ziehen. Eine zusätzliche Helikopter-Ansicht gibt es in der aktuellen Sense-Version nicht mehr.

HTC One mini im Test

Die am unteren Bildschirmrand fixierte Dock-Leiste ist bei jeder Homescreen-Ansicht eingeblendet. Die platzierten Apps sind frei wählbar. Diese Leiste ist auch auf dem Sperrscreen zu sehen. Letzterer kann optional mit ausgewählten Widgets wie Gmail, Google Plus oder Kalender bestückt werden.

Eigene Ideen, überall gut umgesetzt

Auch der App-Drawer ist generalüberholt. Im oberen Bereich werden Uhr plus Wetter eingeblendet. Da diese Infos auch im Sperrscreen und bei Blinkfeed zu sehen sind, erscheinen sie hier aber redundant und schränken die Übersicht ein.

Die Icons präsentieren sich hübsch und eher zurückhaltend. Sortierung und Rastergröße im App-Drawer sind variabel, Ordner erleichtern die Übersicht .Eine App-Suche ist ebenfalls integriert. Anders als bei Stock-Android scrollt man bei Sense vertikal und nicht horizontal durch den App-Drawer.

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HTC Sense
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Der Blinkfeed streamt Nachrichten und Statusmeldungen auf den Schirm. Das deutschsprachige Angebot ist solide, aber ausbaufähig. Wer's nicht mag,…

Das insgesamt eher dezente Design der Sense-UI setzt sich im geradezu spartanischen Notification-Center fort. Eine Übersicht mit diversen Schnellzugriffen für Helligkeit, WLAN und Co versteckt sich in einer zweiten Ebene.

HTC One im Test

Beim ersten Herunterklappen des Notification-Centers werden wirklich nur die verpassten Ereignisse gelistet - so bleibt mehr Platz auf dem Screen für den eigentlichen Zweck dieser Ansicht. Das Einstellungsmenü erscheint in helleren Farben und macht einen frischen Eindruck. Die Einträge sind aufgeräumt und gut gegliedert.

Eigene Wege geht Sense auch bei der Multitasking-Ansicht. Die zuletzt geöffneten Apps werden hier in einem Neuner-Raster dargestellt. Wechseln zwischen einzelnen Anwendungen klappt somit schneller als üblich. Um eine App zu beenden, wird die Miniaturansicht einfach noch oben weggewischt. Als Testgerät für Sense haben wir das aktuelle Modell HTC One verwendet.

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