Messereport

Installer-Messe ISE in Amsterdam

Die europäische Installer-Messe ISE in Amsterdam wächst und wächst. Mittlerweile zählen auch High Ender wie Burmester zu den Ausstellern.

ISE in Amsterdam

© ISE

ISE in Amsterdam
ISE in Amsterdam

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Revox präsentierte erstmals den nun fertigen, äußerst smarten DVD/CD-Receiver M 100 für 4500 Euro.

Amsterdam ist immer eine Reise wert. Die größte Stadt der Niederlande hat etliche Attraktionen aufzuweisen - wie die Statistikzahlen im unteren Bildviertel eindrucksvoll unterstreichen.

Zu den Highlights zählt seit mehreren Jahren schon die Integrated Systems Europe (ISE), die vom 1. bis 3. Februar 2011 wieder stattfand. Diese europaweit einmalige Installer-Messe war nicht nur eine Sensation, was die Besucherzahlen anging (34800), auch ihre Fläche hatte sich wie zum Vorjahr erneut um 22 Prozent beziehungsweise um zwei Hallen ausgedehnt. Freie Ecken sucht man hier vergeblich, und ein Ende des Wachstums ist nicht absehbar.

ISE in Amsterdam

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Audio-Reference-Chef Mansour Mamaghani freut sich über die Vielseitigkeit der Velodyne-DD+-Subwoofer.

Dabei sind auf der ISE keineswegs nur Crestron & Co. zu Hause: Auch viele traditionelle HiFi-Hersteller haben längst erkannt, dass ein Gutteil ihres zukünftigen Geschäfts in der Einbindung der Anlage in ein zentrales Haus-System liegt. Sogar die Edelschmiede Burmester war vor Ort - obwohl die Berliner vielleicht nicht über das größte Angebot an Steuerelektronik  oder Einbaulautsprechern verfügen.

Die ISE ist tatsächlich eine Art Leuchtturm-Messe. Nicht nur, dass die Profis die neuesten Lösungen der Installer-Technik bestaunen konnten, auch für den HiFi-Freund gab es hier deutlich mehr echte Neuheiten zu bestaunen als etwa auf den Norddeutschen HiFi-Tagen. Zum Beispiel die jetzt Streaming-fähige Prozessor-Vorstufe Rotel RSP 1580 für 3000 Euro.

ISE in Amsterdam

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Auch auf der ISE begehrt wie kaum ein anderes Objekt: das neue B&W Zeppelin Air mit digitalem iPod-Dock.

Oder das neue Zeppelin Air, das zum gleichen Preis wie sein Vorgänger (600 Euro) nun mehr Leistung bietet und bessere Wandler birgt. Obendrein lockt es nicht nur mit einem digitalen iPod-Dock: Es kann von jedem iPod, iPhone oder iPad auch wireless angesteuert werden. Eine smartere Lösung für Büros oder Hotels lässt sich kaum denken.

Was sich bereits in Las Vegas auf der CES abzeichnete, wurde hier noch deutlicher: Der iPad von Apple wird mehr und mehr zu der Top-Steuerung im Haus. Dabei dachten wir, dass der Weltmarktführer in Sachen Steuerungen - Crestron - dabei mächtig Federn ließe. Weit gefehlt! Die pfiffigen Amerikaner binden das iPad und die vielen hilfreichen Apps einfach in ihre eigenen Steuerungen mit ein.

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Bei Monitor Audio gab's Einbau-Varianten der Platinum-Serie sowie die neue GX 300 (rechts) für 3000 Euro/Paar.

Neues fanden wir auch bei Velodyne. Die Modelle der Top-Linie (DD) bekamen mit der Plus-Version neue Tieftöner und mehr Möglichkeiten: Bis zu drei Woofer kommunizieren bei der Einmessung miteinander. Früher musste jeder einzeln erfasst werden. Für die ISE-Besucher interessanter waren natürlich die Woofer-Module zum Wandeinbau. Die größeren machen, so Velodyne-Manager Derek Whiteman, locker 115 Dezibel - und man sieht sie nicht.

Bei Monitor Audio fanden wir gleich zwei Überraschungen. Zum einen gibt es die Modelle der klangstarken Platinum-Serie auch als Einbau-Module. Das ist äußerst spannend und verlangt zeitnah nach einem Test. Zum anderen stand da ganz unscheinbar eine hochglänzende GX 300 am Stand herum. Die nagelneue und vielversprechende Monitor-Audio-Serie mit Bändchen-Hochtöner feierte hier eine Premiere - aber eine stiulle. Denn hören kann man auf der ISE quasi nur per Kopfhörer. Diese Messe ist eindeutig Video-lastig - und protzte mit üppigen Bildschirmen sowie farbprächtigen Animationen.

Die wirklich entscheidenden Innovationen stecken hier eh in kleinen schwarzen Kästchen, die irgendwo in der Nähe der Sicherungskästen verschwinden. Schöne neue Welt.

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