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Alexander Strobel

11. Mai 2010
Tomtom IQ Routes: Intelligente Navigation Bild vergrößern 800 800 http://img2.magnus.de/Tomtom-IQ-Routes-r800x800-C-9b956fee-15986351.jpg

Tomtom IQ Routes

Intelligente Navigation

Bisher kannten nur Einheimische den wirklich schnellsten Weg zum Ziel. Mit IQ Routes von Tomtom sind Sie bald überall zu Hause.

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Navisysteme wissen ganz genau, wie man von A nach B kommt. Und nicht nur das. Man darf sogar wählen, ob man besonders schnell oder auf dem kürzesten Weg sein Ziel erreichen will. Jeder Besitzer eines Navis weiß, dass das wirklich zwei paar Stiefel sind. Den kürzesten Weg  kann man am Tachostand überprüfen – und egal wie oft man ihn fährt, er bleibt immer gleich lang.

Schnell muss nicht wirklich schnell sein

Die schnellste Route hat dagegen ihre Tücken. Mal kommt man wirklich ruckzuck durch, mal scheinen alle das gleiche Navigationsgerät zu benutzen, und die schnellste Route wird schlagartig zur langsamsten. Es staut sich an allen Ecken und Kanten, und der Verkehrsfluss wird zum zähen Brei. Warum wissen Navis das nicht? Weil Computer doof sind und stur mit den Daten arbeiten, die man ihnen zukommen lässt. Bislang planen sie nur mit statistischen Höchstgeschwindigkeiten für Autobahnen, Schnellstraßen, Landstraßen und Innenstädte. Diese Daten sind den Straßen im Kartenmaterial zugeordnet. Und deshalb sind sie für Navis an jedem Tag und zu jeder Uhrzeit gleich. Wir wissen, dass das Blödsinn ist. Navis nicht. Und deshalb bleibt die schnellste Route für sie die schnellste Route, auch wenn wir im Stau stehen und ins Lenkrad beißen. Basta.

Mehr Intelligenz bitte

Geht das auch anders? Der Navigationsgigant mit dem putzigen Namen Tomtom ist sich einhundertprozentig sicher: Es geht anders! Seine Antwort auf doofe Navigationssysteme heißt bezeichnenderweise „IQ Routes“. Diese neue Technologie gegen langsame Routen basiert auf einer alten Weisheit: Ortsansässige kennen sich besser aus als Zugereiste. Das ist einfach so, weil sie täglich mehrfach Kreuzfahrten durch ihre Umgebung unternehmen. Sie wissen, welche Verkehrsknotenpunkte man während der morgendlichen Rushhour besser nicht anfährt, welcher Kreisverkehr einen am Freitagnachmittag zum Durchdrehen bringt und welche Hauptverkehrsstraßen genau am Mittwochvormittag von den Herren der städtischen Müllabfuhr blockiert werden. Sie besitzen intime Kenntnisse zu grünen und roten Wellen und wissen, wo’s sich am Feierabend besonders knubbelt. Aber wie bringt man derart wertvolle Informationen in die Karte eines Navigationssystems?Erfahrungen von Ortskundigen sind Näherungswerte, die sich aus deren häufiger Nutzung bestimmter Strecken ergeben. Würde man viele Menschen zu unterschiedlichen Zeiten an verschiedenen Tagen mit dem Auto auf diese Strecken schicken und ihre jeweilig erreichten Durchschnittsgeschwindigkeiten sammeln, wüsste man, was der Insider auch weiß. Genau das tut Tomtom seit mehreren Jahren. Tomtom-Nutzer – oder besser deren Navigationssysteme – sammeln automatisch Fahrstrecken, Durchschnittsgeschwindigkeiten verbunden mit Datum und Uhrzeit und speichern sie ab. Und das in ganz Europa und vor allem in Ballungszentren. Wenn sie dann zu Hause ihr Tomtom-Gerät über Tomtom Home aktualisieren, um die neuesten Points of Interest wie zum Beispiel Radarfallen zu laden, geben sie diese Informationen online an Tomtom weiter. Natürlich nur, nachdem sie ihr Einverständnis dazu gegeben haben. IQ-Routes-fähige Geräte nutzen diese „historischen" und anonymisierten Daten, um ihre Routenführung intelligenter, das heißt in der Manier von Ortsansässigen, zu gestalten.

Ein gewaltiger Erfahrungsschatz

Bis heute haben die Tomtom-Nutzer auf ihrer Mission wahrlich astronomische Distanzen zurückgelegt: Der existierende IQ-Datenbestand beruht auf Einzelrouten mit einer Gesamtlänge von 10 Milliarden Kilometern. Für Freunde großartiger Vergleiche: Das ist das 12,86-fache der mittleren Distanz Erde-Jupiter. Sieben Millionen Tomtom-Besitzer haben im Laufe der Jahre diesen gigantischen Datenpool zusammengetragen. Und die Sammlung sogenannter Geschwindigkeitsprofile wird täglich größer: Eine halbe Million Messungen pro Tag sorgen dafür, dass IQ Routes permanent genauer und die Routenplanung von IQ-Routes-fähigen Systemen immer effektiver wird. Die Geschwindigkeitsdaten sind wie die normalen Attribute in den Straßenkarten fest hinterlegt. Das Navi wird also mit jedem Karten-Update noch ein Stückchen schlauer. Es passt seine Fahrempfehlungen dem aktuellen Wissensstand der Tomtom-Community um die wirklich schnellen Routen an. Ganz wichtig: Tomtom arbeitet daran, dass auch Nutzer älterer Tomtom-Geräte bald in den Genuss dieser intelligenten Routenberechnung kommen.

Zeit und Geld gespart

Heute ist laut Tomtom schon jede zweite Fahrt mit IQ Routes kürzer, als sie mit herkömmlicher Routenplanung gewesen wäre. Viele kleine Einzelbeispiele zeigen, dass es in Sachen Zeit-ersparnis wirklich nicht um Marginalien geht. Je nach Wochentag unterscheiden sich die theoretische und die tatsächlich erreichte Durchschnittsgeschwindigkeit um 50 Prozent oder mehr. Wenn dem Navigationssystem für seine Wegplanung Alternativrouten zur Verfügung stehen, können sich schon die auf innerstädtischen Kurzstrecken gesparten Minuten schnell zu Viertelstunden addieren.Obwohl aus den erhobenen Daten zurzeit nur unterschiedliche Routenempfehlungen für Wochentage sowie Sonn- und Feiertage entstehen, sind Zeit-, Sprit- und Stresserspanis schon beachtlich. Doch das ist erst der Anfang. Weitere deutliche Verbesserungen sind in Arbeit. Sukzessive will man bei Tomtom den kompletten Erfahrungsschatz in die Fahrstreckenplanung der IQ-Routes-Navigationssysteme einbeziehen. Das bedeutet, dass Routenplanung sogar tageszeitbezogen möglich wird. Computer mögen doof sein – IQ-Routes ist es nicht.

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