Sie stehen gemeinsam an der Spitze der Tablet-Bestenliste und doch hat jedes seine ganz eigenen Stärken. Das zeigt der Vergleich von Apples iPad 3 und dem Samsung Galaxy Note 10.1
Die Qual der Wahl: Zum Galaxy Note 10.1 oder doch zum iPad 3 greifen? Wer sich aktuell ein Tablet zulegen und dabei einfach das Beste will, landet bei diesen zwei Kandidaten. Sie teilen sich derzeit die Spitzenposition der connect-Bestenliste. Wir stellen die zwei Testsieger gegenüber.
In der Paradedisziplin des iPad 3 sieht das Galaxy Note 10.1 nur wenig Land, und das, obwohl die Anzeige des Korea-Tablets wahrlich zu den besseren Vertretern seiner Klasse gehört. Doch das Apple-Display liegt bei der Auflösung, allen Kontrastwerten und auch bei der Blickwinkeldarstellung vorne. Lediglich in Sachen Helligkeitsmessung kann das Samsung kontern und hat somit bei direkter Sonneneinstrahlung einen kleinen Vorteil.
Eigentlich eine klare Sache für das iPad 3 – so sieht es zumindest auf den ersten Blick aus. Stellt man jedoch die Kosten der beiden Tablets gegenüber, 799 Euro fürs iPad 3 (3G; 64 GB) und 689 Euro fürs Galaxy Note 10.1 (3G; 16 GB), so kann der Samsung-Kunde für seine gesparten 110 Euro gleich zwei Micro-SD-Speicherkarten mit jeweils 64 GB zukaufen. Mit dem praktischen Speicherslot kann das Apple-Tablet erst gar nicht dienen.
Hier gibt es eine klare Pattsituation. Während das Samsung viele Individualisierungsmöglichkeiten und die clevere Bedienung per S Pen bietet, ist das iPad 3 etwas intuitiver und erleichtert so den Einstieg. Bedienprobleme sind jedoch beiden Modellen ein Fremdwort.
Das Kapitel Ausstattung sichert sich das Galaxy Note 10.1 problemlos, bietet es doch neben der praktischen Telefonie- und SMS-Fähigkeit, der wesentlich besseren Front- und der gleichwertigen Hauptkamera, dem integrierten Infrarotsender und seinen zahlreichen Goodies inklusive S-Pen-Programmen wesentlich mehr für das Geld.
Der drucksensitive S Pen kann Funktionen nicht nur starten. Wird die Taste am Stift gedrückt und über den Screen gewischt, geht es eine Bedienebene zurück.
Das wichtigste Feature im Verbund mit dem S Pen ist das Programm S Note. Das bietet acht verschiedene Vorlagen, die weit über ein einfaches Notizbuch hinausgehen. Neben einem Magazin-Layout gibt es eine Rezept- und eine Tagebuchvorlage. Teilweise können auch Multimedia-Inhalte in das Projekt eingefügt werden.
Als besonderes Extra steht unter der Bezeichnung „Produktivitätstools“ nicht nur eine Handschrifterkennung und eine Anpassung für geometrische Formen zur Verfügung, sondern auch eine Formelerkennung inklusive Ergebnisfunktion. Das Ganze arbeitet in der Praxis wirklich ausgezeichnet. Selbst die wenig ansehnliche Handschrift des Testers wurde größtenteils richtig erkannt.
Bis auf den proprietären USB-Anschluss auf der Unterseite platziert Samsung sämtliche Elemente an der Stirn. Über den zentral angeordneten Infrarotsender kann das Galaxy Note 10.1 zudem TV-, Video- und Audiogeräte steuern. Dies funktioniert über die vorinstallierte App „Peel Smart Remote“ auch mit Modellen anderer Hersteller.
Das ist einzigartig: Dank der Multiscreen-Funktion können Sie auf dem Display des Tablets zwei unterschiedliche Funktionen in vollem Umfang gleichzeitig nutzen. Diese wirklich hilfreiche Option steht für die Applikationen Videoplayer, Internet, Polaris Office, S Note, Galerie und E-Mail zur Verfügung und lässt sich in allen Variationen miteinander kombinieren. Darüber hinaus beherrscht das Tablet Pop-up-Play. Dabei wird das Videobild als separates Fenster über jede Funktion gelegt und lässt sich in Größe und Position anpassen.
Mit Photoshop Touch von Adobe hat das Galaxy Note 10.1 ein amtliches Bildbearbeitungsprogramm kostenlos an Bord. Dank der hervorragenden Hardware mit leistungsstarkem Quad-Core-Prozessor und 2 GB Arbeitsspeicher lassen sich problemlos auch mehrere Bildebenen mit dem Samsung-Tablet parallel beackern. Neben 32 Effektvarianten kann man zahlreiche Korrekturfunktionen aufrufen und sogar die Gradationskurven bearbeiten. Auch in den Basisfunktionen stehen viele der bei den Rechnerversionen üblichen Photoshop-Features zur Verfügung. Dank der Bedienung über den drucksensitiven Stift lassen sich selbst feinste Details anwählen. Für die Einarbeitung steht ein praktisches Tutorial bereit.
Zum Bearbeiten von Office-Dokumenten ist Polaris Office vorinstalliert.
Ausdauer: Leichter Vorsprung für Note 10.1
Beide Kontrahenten glänzen mit hervorragenden Ausdauerwerten. Letztendlich bleibt jedoch das Galaxy Note 10.1 über 30 Minuten länger auf Empfang.
Fazit: Die Entscheidung ist in jedem Fall gut
Egal wie Sie sich entscheiden: Ein tolles Tablet bekommen Sie sowohl mit dem iPad 3 als auch mit dem Galaxy Note 10.1. Doch trotz gleicher Punktzahl liegen die zwei aktuell besten Tablets an vielen Stellen doch erstaunlich weit auseinander. Beim Galaxy Note 10.1 bekommt man letztlich mehr fürs Geld, beim iPad 3 ein fast doppelt so hoch auflösendes Display und ein funktionierendes Ökosystem mit vielen speziellen Apps und Content-Angeboten.
Die folgende Tabelle zeigt die Testergebnisse im Vergleich