Das iPhone 5 ist da und mit jeder Version des Apple-Handys stellt sich die Frage: Kommt die Konkurrenz näher? Oder hat Apple den Vorsprung weiter ausgebaut?
Was sich auch beim neuen iPhone nicht geändert hat: Apple begnügt sich weiterhin mit einem aktuellen Modell, ein bisschen Auswahl schaffen lediglich die älteren iPhones, die noch verkauft werden. Das kann sich sonst kein Hersteller leisten. Samsung und Co. haben teilweise über zehn aktuelle Smartphones im Programm. Und doch hat jeder ein Flaggschiff, mit dem der Hersteller zeigt, was er kann.
Apple iPhone 5 gegen Samsung Galaxy S3
Dabei ist das Samsung Galaxy S3 die Blaupause für die iPhone-5-Konkurrenz aus dem Android-Lager. Das zeigt der Überblick über die aktuellen und angekünidgten Flaggschiffe von Sony, Motorola bis hin zu Huawei und dem Rest des Android-Fraktion.
Der Verkaufsschlager und derzeit wohl größte iPhone-Konkurrent zeigt das Muster, das die Konkurrenten nachstricken: Ein großer Touchscreen mit 4,8 Zoll, ein entsprechend großer Akku, ein Quad-Core-Prozessor und insgesamt so viel Ausstattung wie nur möglich.
Doch was bieten die Flaggschiffe von Sony, HTC, Nokia, Motorola, LG, RIM, Huawei, Asus oder ZTE, was das neue iPhone nicht kann? Und wo hinken Sie dem Apple-Smartphone hinterher? Wir stellen Ihnen in der folgenden Galerie das Vorzeige-Smartphone jedes Herstellers vor.
Das gilt praktsich für alle Flaggschiffe: Groß muss er sein der Touchscreen, beim Galaxy S3 sind es 4,8 Zoll. Praktischer Nebeneffekt: In ein Gehäuse mit großem Display passt auch ein großer Akku. Und so ist das S3 bei der Ausdauer top, bei der Ausstattung packt Samsung alles rein, was geht. In Kürze ist auch eine LTE-Version verfügbar.
Samsung ist aber auch schon einen Schritt weiter und tut einiges dafür, dass sich die Funktionsvielfalt bequem bedienen lässt. So bietet das S3 mit S-Voice beispielsweiseeine Sprachsteuerung à la Apples Siri. Außerdem ntutzt Samsung die Sensorik im S3, um einiges zu vereinfachen: Durch Umdrehen lässt sich das Smartphone stumm schalten.
Samsung Galaxy S3 im Test
Auch Sony setzt nicht blind auf Featuritis, sondern legt schon seit langem Wert auf gute Bedienbarkeit. So wird auch das Xperia T, das das erst seit kurzem erhältliche Xperia Ion als neues Flaggschiff im Herbst ablöst, einerseits auf LTE und einen Quad-Core-Prozessor verzichten. Andererseits bietet Sony für den integrierten NFC-Chip passendes Zubehör, mit dem jeder den Nahfunk einfach nutzen kann. Die Stärken: Eine gute Kamera, ein tolles Displays und ein ganz eigenes Design. Dass der Sony-Konzern ein eigenes Content-Angebot aus Musik, Filmen und Spielen (Playstation) bietet, soll auch auf den Smartphones besser zur Geltung kommen.
Wo es hapert. Sony braucht lange, um neue Android-Versionen für seine Geräte flott zu kriegen. Das Xperia T wird wohl zunächst mit Android 4.0 auf den Markt kommen, dabei steht 4.1 längst bereit.
Sony Xperia T im ersten Test
Auch Motorola verzichtetbei kommenden Flaggschiff noch auf LTE und einen Vierkernprozessor. Und setzt ansonsten auf einen 4,7 Zoll großen Touchscreen und vom Start weg auf Android 4.1 (Jelly Bean). Von der Google-Tochter war das nicht anders zu erwarten.
Die weiteren Stärken: Schon beim Vorgänger-Razr setzte Motorola auf ein Gehäuse aus Kevlar-Fasern, die die Robustheit erhöhen und für eine schicke Anmutung sorgen. Zudem soll ein großer Akku für mächtig Ausdauer sorgen, aktuell die wohl lästigste Schwäche bei Smartphones. Und auch Motorola versucht die Bedienung von Android mit eigenen Features wie etwa Motoblur zu optimieren.
Im Oktober soll zunächst das Razr HD für rund 650 Euro auf den Markt kommen.
Mehr Informationen zum Motorola Razr HD
Der Branchenprimus von einst hat sich Windows Phone verschrieben und kämpft mit dem mäßigen Image der Microsoft-Plattform. Und auch mit deren Hardware-Beschränkungen. Die werden mit Windows Phone 8 etwas gelockert und eröffnen Nokia die Chance, die eigenen Stärken besser einzubringen Das kommende Flaggschiff wird beispielsweise in Zusammenarbeit mit Carl Zeiss mit einer besonderen Kamera ausgestattet. Und lässt sich induktiv, also kabellos Laden.
Auch LTE ist Bord und zwar mit Unterstützung von fünf Frequenzen auch weltweit nutzbar. Eine kostenlose Navigation gibt es bei Nokia-Smartphoes übrigens schon seit vielen Jahren.
Alle Infos zum Nokia Lumia 920
Das One XL ist als aktuelles HTC-Flaggschiff bereits auf dem Markt. Das Android-Smartphone mit 4,7-Zoll-Touchscreen beherrscht bereits rasantes Internet per LTE - und ist damit ein echter Frühstarter. Die Sense-Oberfläche von HTC erlaubt es, Android sehr umfangreich den eigenen Wünschen anzupassen. War es zunächst exklusiv bei Vodafone zu haben, gibt's das One XL mittlerweile auch bei der Telekom und o2.
Das HTC One XL im Test
Rein was geht: Das Motto gilt auch für das Optimus G, das LG zunächst in Korea einführt: 4,7-Zoll-Touchscreen, Quad-Core-Prozessor, LTE, 13-Megapixel-Kamera und ein großer Akku. Wann das Optimus G nach Deutschland kommt, ist noch offen, erst dann wird sich zeigen, ob die Variante dann auch die hiesigen LTE-Frequenzen unterstützt. Mit dem Optimus 4X HD hat LG aber gezeigt, dass man Top-Smartphones in rundum guter Qualität hinbekommt.
Weitere Informationen zum LG Optimus G
Auch Huawei setzt auf Größe: 4,5-Zoll-Touchscreen, ein selbst entwickelter Quad-Core-Prozessor und ein 2600-mAh-Akku, der viel Ausdauer verspricht. Ob das Versprechen gehalten wird, kann erst der vollständige Test zeigen.
Wo es fehlt: Die Anmutung ist nicht auf Top-Niveau. Die könnte dem Gerät auch helfen, das Image der Marke zu heben. Sicher ein weiterer Grund, warum das Ascend D1 Quad XL von wenigen als echte iPhone-Alternative angesehen wird. Bis Huawei als "cool" durchgeht, wird es wohl noch ein bisschen dauern.
Das Huawei Ascend D1 Quad XL im ersten Test
Eine erfreuliche Alternative zum Riesen-Touchscreen-Einerlei bietet E-Mail-Spezialist RIM. Das aktuelle Flaggschiff bietet neben RIMs E-Mail-Push-Dienst eine hervorragende Tastatur, mit der sich auch unterwegs größere Mengen an E-Mails recht komfortabel abarbeiten lassen. Das Display ist auch hier mittlerweile berührungsempfindlich und löst mit 640 x 480 Pixel auf 2,8 Zoll auch detailscharf auf.
RIM hat sich auf gut durchdachte und einfach zu handhabende E-Mail-Maschinen spezialisiert und zeigt beim Bold 9900 seine ganze Erfahrung..
RIM Blackberry Bold 9900 im Test
Auch der Eee-PC-Erfinder setzt sich mit seinem Stärken von der Konkurrenz ab. Ähnlich wie das Motoroal Atrix lässt sich das Padfone mit dem passenden Zubehör zum Tablet oder Netbook umbauen. Das Padfone selbst ist ein gut ausgestattetes Top-Smartphone, das im Test durchaus überzeugt hat. Ähnlich wie der Blackberry eine interessante Lösung für spezielle Anforderungen, aber sich nicht das Smarpthone, auf das sich alle einigen können.
Das Asus Padfone im Test
Auch ZTE fehlt das Image, um Apple aus der Ruhe zu bringen. Denn dass es mit toller Ausstattung nicht getan ist, zeigt ja gerade das iPhone. Die allererste Version kam ohne UMTS und MMS und war doch der Renner. ZTE liefert im Grand X IN eines der erste Android-Smartphones mit Intel-Atom-Prozessor, 4,3-Zoll-Touchscreen und HSPA+.
Weitere Informationen zum ZTE Grand X IN