Ratgeber LTE LTE-Technik und -Ausbau: Die Hintergründe
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- 1. LTE-Technik und -Ausbau: Die Hintergründe
- 2. Der Mobilfunkstandard LTE im Detail
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Laptop mit einem LTE-Sufstick der Telekom
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Frequenzversteigerung im Mai 2010
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Wozu die Frequenzen um 1,8 und 2,0 Gigahertz?
Wer bisher in Bezug auf LTE nur von 800 MHz und von 2,6 GHz gehört hat, sollte sich nicht wundern. Ressourcen um 2,0 GHz werden wohl hauptsächlich zur preiswerten Erweiterung der UMTS-Netze genutzt, wo sie sich nahtlos an die vorhandenen Bänder anschließen. Frequenzen um 1,8 GHz hingegen sind jetzt schon für GSM im Einsatz, zukünftig werden in diesem Bereich beide Standards genutzt.
Vier Milliarden Euro: Im Vergleich zur UMTS-Versteigerung ein Schnäppchen
Gut für Netzbetreiber und letztendlich die LTE-Nutzer: Im Gegensatz zum Rekordgewinn der UMTS-Auktion im Jahr 2000, der umgerechnet fast 51 Milliarden Euro für 120 MHz Bandbreite brachte, mussten diesmal für die dreifache Kapazität nur gut vier Milliarden Euro berappt werden. Das sollte für bezahlbare Preise sorgen.
800 MHz: Breitband-Internet für Gegenden ohne DSL
Mit der Zuteilung der Bänder um 800 MHz, die durch die Umstellung des Fernsehens von analog auf digital frei geworden waren und deshalb unter Digitale Dividende firmieren, waren aber Auflagen verbunden. Die Gewinner Telekom, Vodafone und O2 müssen bisher mit schnellen Breitbandanschlüssen unterversorgte Gebiete mit LTE bei 800 MHz (LTE 800) ans Internet anschließen.
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Dabei unterscheidet die Bundesnetzagentur von kleinsten Gemeinden unter 5000 Einwohnern bis zu solchen über 50.000 vier Prioritätsklassen. Erst wenn eine untere Klasse zu 90 Prozent versorgt ist, darf in dem Bundesland die nächsthöhere angegangen werden. Im April 2012 sind in den acht Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein und Niedersachsen alle Auflagen erfüllt, sodass hier der freie Ausbau erfolgen kann.
Infrastruktur hängt vom Ort ab
Doch warum machen sich drei Netzbetreiber eigentlich die Mühe, zunächst gerade die Gebiete mit einer neuen Mobilfunktechnik zu versorgen, die besonders dünn besiedelt sind? Was macht das Spektrum bei 800 MHz so attraktiv, dass die Netzbetreiber dafür rund 30 mal mehr Geld pro MHz Bandbreite investieren als für 2,6 GHz?
Um das zu verstehen, muss man etwas über Funkwellen wissen. Je größer ihre Frequenz ist, desto kleiner ist die Wellenlänge. Lange Wellen lassen sich weniger von Objekten alltäglicher Größe stören. Den knapp 40 Zentimeter langen Wellen bei 800 MHz fällt die Ausbreitung also deutlich leichter als den gut 10-Zentimeter-Wellen bei 2,6-GHz. Sie können besser in Gebäude dringen (Stichwort „Indoor-Versorgung“) und erfahren zudem auf längeren Strecken deutlich weniger Dämpfung. Sprich: Die einfache Versorgung großer Gebiete macht LTE 800 so attraktiv.
Auch die Zahl der Nutzer entscheidet über die Zellengröße
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Als Faustregel gilt: 800 MHz sind gut zur Versorgung großer Flächen, 1,8 und 2,6 GHz eignen sich, um viele Menschen zu bedienen. Denkbar ist auch, an einem Standort LTE 800, 1800 und 2600 auszubauen, wobei das tiefere Band die breitflächige Indoor-Versorgung an kritischen Stellen abdeckt.
Mehr Kapazität durch kleinere Sektoren
Wird darüber hinaus noch Kapazität gebraucht, etwa an Flughäfen, Fußballstadien oder ähnlich frequentierten Plätzen, kann an einem Standort auch die Anzahl der Sektoren erhöht werden. Normalerweise teilen sich drei jeweils 120 Grad abdeckende Antennen die Arbeit, jede bildet eine eigene Mobilfunkzelle aus.
Alternativ sind auch sechs 60-Grad-Antennen möglich. Da es in den Übergangsbereichen zwischen Antennen zu Interferenz genannten Störungen kommt, bringt das nicht ganz eine Verdopplung der Kapazität.
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