Motorola
Mit 17 % Reparaturquote schneidet Motorola unter den großen Marken am schlechtesten ab - knapp gefolgt von Nokia mit 16 % Ausfällen.
Weit unter dem Durchschnitt liegen bei Motorola Probleme mit der Software: 30 % stehen den 42 % aller Hersteller gegenüber. Zwar hat Motorola hier im Vergleich zum Vorjahr fünf Prozentpunkte verloren, doch noch immer reicht kein anderer Hersteller an das Ergebnis der Amerikaner heran.
Auch in den Bereichen "sonstige Elektronik" (also Ausfälle, für die der Kunde keine spezifischen Gründe erkennen kann), Tastatur und Gehäuse schneiden Motorola-Handys besser ab als der Durchschnitt. Display, Akku und der Empfang machen aber öfter Probleme, auch die Kamera verweigert mitunter den Dienst.
In Reparaturfällen zeigten sich die Amerikaner großzügig: In 36 % der Fälle gab's ein neues Handy, der Branchenschnitt liegt bei 32 % - den hat Motorola auch entscheidend mit angehoben. Im letzten Jahr spendierten die Amerikaner "nur" in 31 % der Reparaturfälle eine neues Gerät und selbst das lag noch über dem Durchschnitt.
Allerdings gibt's nicht sofort bei der Reklamation ein Gerät, sondern erst später. Und bei den Leihgeräten zur Überbrückung bildet Motorola mit 11 % das Schlusslicht unter den vier großen Marken. Immerhin: Die Reparaturdauer sank von gut sieben auf knapp sechs Tage.
Fazit
Pro: Software-Probleme sind seltener als im Schnitt; sonstige Elektronik, Tastatur und Gehäuse sind stabiler als üblich. Contra: über dem Durchschnitt liegen Probleme mit Display, Akku und Empfang; auch die Kamera machte des Öfteren Zicken.
FLOP
Motorola RAZR V3/V3iMotorola setzte vor allem auf seinen RAZR und gerät damit im Moment etwas in Schieflage: Einen adäquaten Ersatz konnten die Amerikaner bis dato nicht vorlegen, die Marktanteile purzeln. Ent-sprechend waren das V3 bzw. das V3i die einzigen Modelle, die häufig genug genannt wurden, um statistisch auswertbar zu sein. Die Ausfallquote liegt hier mit 16 % im Schnitt. Ein defektes Display war der häufigste Reparaturgrund.