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Sven Heinzer | Profil | Kontakt

28. September 2011
Transportspeicher: Multimedia-Streaming per WLAN Bild vergrößern 937 652 http://img4.magnus.de/WLAN-Stick-r937x651-C-3a720f31-49153774.jpg © Hersteller
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Transportspeicher

Multimedia-Streaming per WLAN

Per WLAN-Stick lassen sich Multimedia-Inhalte auf verschiedenen Endgeräten abspielen. connect hat zwei Transportspeicher der Firma HSTI in der Praxis ausprobiert und erklärt, wie das funktioniert.

Wer Fotos, Videos und Musik - die auf einem Rechner, einer NAS-Festplatte oder auf einem Android-Tablet oder -Smartphone liegen - auf anderen Geräten abspielen will, kommt manchmal nicht umhin diese Daten auf einen Transportspeicher zu kopieren. Meist ein USB-Stick, der an dem jeweils abspielenden Gerät angeschlossen wird.

Der Mobostick und der Wireless Media Stick sind zwei USB-Sticks, allerdings ohne Speicherkapazität, dafür mit WLAN-Konnektivität. So fungieren sie als Bindeglieder zwischen dem Speicher - auf dem Fotos, Videos und Musik liegen - und dem Abspieler. Das besondere daran: Die Sticks greifen per WLAN auf freigegebene Ordner zu und bieten somit genau soviel Speicher wie extern vorhanden ist. connect hat sie in der Praxis ausprobiert.

Einfache Konfiguration


Bild vergrößern 600 360 http://img3.magnus.de/image-r600x360-C-2c8c9d96-49219653.jpg Über die auf dem Stick integrierte Software wird der Stick ins Netzwerk eingebunden oder mit dem Android-Samrtphone –oder Tablet gekoppelt. Danach werden die im Netzwerk verfügbaren Ordner angezeigt, die dann per Häkchen dem Stick verfügbar gemacht werden.

Über die auf dem Stick integrierte Software wird der Stick ins Netzwerk eingebunden oder mit dem Android-Samrtphone –oder Tablet gekoppelt. Danach werden die im Netzwerk verfügbaren Ordner angezeigt, die dann per Häkchen dem Stick verfügbar gemacht werden.

Der Unterschied zwischen Mobostick und Wireless Media Stick ist schnell erklärt: Der Mobostick für 90 Euro hat sich auf die Kommunikation mit Android-Geräten spezialisiert, der 10 Euro teurere Wireless Media Stick lässt sich darüber hinaus auch mit PC, MAC und NAS-Platten verbinden. Das Prozedere ist in beiden Fällen dasselbe – nachdem der Stick in die USB-Buchse des PC gesteckt wird läuft die Initialisierung. Das kann beim ersten Mal durchaus auch eine Minute dauern. Danach wird über die auf dem Stick liegende Software konfiguriert, auf welches Netzwerk und welche Ordner zugegriffen wird.

Das können Ordner auf dem Computer sein oder NAS-Festplatten. Sind letztere einmal eingerichtet muss der Rechner nicht zwingend laufen, um diese Verbindung aufrecht zu erhalten. Nachträgliche Verknüpfungen lassen sich über eine Weboberfläche herstellen, der Stick muss also nicht erneut an den Rechner. Was das Netzwerk anbelangt, gibt es beim Streamen von Android-Inhalten zwei Möglichkeiten: Entweder das über das Heim-Netzwerk in welches das Android-Phone oder -Tablet eingebunden ist oder über WLAN-Tethering, sprich das Android-Gerät selbst arbeitet als WLAN-Access-Point. Das hat den Vorteil unabhängig zu sein, ob ein WLAN-Netz zugänglich ist oder nicht.

Der Stick als Vermittler


Bild vergrößern 937 628 http://img4.magnus.de/image-r937x628-C-393cbb36-49219659.jpg Nachträgliche Änderung der verfügbaren Ordner lassen sich sowohl über die jeweilige App oder über eine Web-Oberfläche erledigen, der Stick kann also im jeweiligen Player verbleiben

Nachträgliche Änderung der verfügbaren Ordner lassen sich sowohl über die jeweilige App oder über eine Web-Oberfläche erledigen, der Stick kann also im jeweiligen Player verbleiben

Ist alles konfiguriert lässt sich der Stick an jedes Gerät mit USB-Anschluss anbringen, das Daten von einem USB-Stick abspielen kann. An einem Philips-Fernseher erschienen bei Zugriff über die USB-Funktion die Ordnerstruktur der Shares, so als lägen sie auf dem Stick. Das funktionierte schnell und reibungslos. Auf einem Panasonic-Fernseher, der nicht die Ordner, sondern die verfügbaren Dateien erst einliest und dann in einer Übersicht anzeigt, dauerte der Zugriff mit über 10 Minuten deutlich länger. In dem Fall empfiehlt es sich nicht allzu viele Daten frei zu geben.

Welche Datenformate abgespielt werden hängt dabei einzig vom Gerät ab, von dem aus auf die Inhalte zugegriffen wird. Es wird also nicht konvertiert, sondern die Daten werden eins zu eins übertragen. Der Stick selbst arbeitet nach IEEE 802.11n, in unserer Testumgenung liefen HD-Videos mit rund 10 Megabit pro Sekunde flüssig, höhere Datenraten ab 17 Mbit, wie sie bei Camcorder-Videos üblich sind gerieten jedoch ins Stocken. Anders beim Panasonic-TV TX-L37DT30.

Da er Videos zwischenspeichert liefen auch Videos mit 25 Mbps ruckelfrei. Um Daten von einem Android-Gerät abspielen zu können ist eine App nötig. Die für den Mobostick gibt es umsonst, für den Wireless Media Stick sind 71 Cent fällig. Mit ihr wird wie beim PC festgelegt welche Ordner für den Datentransfer freigegeben sind, diese erscheinen dann wiederum am Gerät mit dem der Stick verbunden ist.

Fazit

WLAN-Stick
Bild vergrößern 937 652 http://img3.magnus.de/WLAN-Stick-r937x651-C-f5e17794-49219655.jpg Optisch bis auf den Schriftzug gleich beschränkt sich der Mobostick auf Android-Devices, der Wireless Media Stick für nur 10 Euro mehr empfängt zusätzlich auch Daten von PC/MAC und NAS-Festplatten © Hersteller
© Hersteller

Optisch bis auf den Schriftzug gleich beschränkt sich der Mobostick auf Android-Devices, der Wireless Media Stick für nur 10 Euro mehr empfängt zusätzlich auch Daten von PC/MAC und NAS-Festplatten

Beide Sticks sind eine elegante Variante, um Multimediainhalte auch an Geräten verfügbar zu machen, die zwar auf USB-Sticks zugreifen können, von Haus aus aber keine Netzwerk-Funktionalität mitbringen. Der Preisunterschied von gerade mal 10 Euro legt auch Android-Nutzern nahe, statt dem Mobostick den Wireless Media Stick zu nutzen, denn damit sind sie deutlich flexibler.

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