Sonos, Raumfeld & Co.

Multiroom-Lösungen im Vergleich

Für bequemes und simultanes Musik-Streaming in mehrere Räume gibt es vier ausgefeilte Systeme: Sonos, Raumfeld, Logitech Squeezebox und SimpleAudio. Welche Lösung hat Zukunft?

Sonos System

© Archiv/Hersteller

Sonos System

Sonos

Sonos sind die Pioniere des unkomplizierten Streamings in verschiedene Räume. Nur ein Sonos-Client muss direkt per Ethernet am Router hängen, alle anderen verbinden sich über ein unabhängiges Funknetz namens SonosNet miteinander. Die Reichweite erhöht sich mit jedem angeschlossenen Sonos-Gerät beliebig; viele Sonos-Clienten dienen mit zusätzlichen Ethernetbuchsen anderen Netzwerk-Geräten als Switch. Besonders die einfache Einbindung so ziemlich jedes Musik-Streaming-Dienstes, von Napster bis Deezer, macht die Sonos-Produkte sehr beliebt. Das Streaming einer Mediathek benötigt keinen speziellen Server, eine Netzwerk-Freigabe reicht. Sonos Player verwalten die Mediathek selbst. Allerdings ist die Kapazität durch die Hardware begrenzt auf 65.000 Tracks und Auflösungen bis 16/48. Eine Änderung ist nicht in Sicht - Sonos setzt auf Abwärts-Kompatibilität und zukünftig noch mehr Cloud-Dienste.

Praxis: Das Sonos-System

AUDIO-Empfehlung: Das Sonos-System ist kinderleicht einzurichten, zu bedienen und zu erweitern. Eignet sich hervorragend für Fans von Musik-Abo-Diensten. Musik- Sammler stoßen eventuell mal auf Kapazitätsgrenzen.

Logitech Squeezebox

Als der Schweizer IT-Riese Logitech das kleine US-Startup Slim Devices übernahm, verknüpfte man viele Hoffnungen damit. Die Squeezebox-Philosophie setzte auf eine leistungstarke Server-Software (auf PC oder entsprechend fähiger NAS) und Abspielgeräte ohne viel eigene Intelligenz, aber mit vielen Möglichkeiten. Leider scheint Logitech dieses Konzept nicht mehr weiter zu verfolgen, setzt auf einfachere Software - eine Stellungnahme gab es dazu auch nicht.

AUDIO-Empfehlung: Zukunft ungewiss

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Sonos - PluspunkteKinderleichtes, selbsterklärendes Setup. Keine Kabelverbindung nötig, sehr stabiles und synchrones eigenes Funknetz. Beliebig…

Teufel Raumfeld

Ausgerechnet aus Deutschland kommt der potenteste und schärfste Konkurrent von Sonos. Dem Raumfeld-System unter den Fittichen von Direkvertriebler Teufel fehlt noch ein bisschen die Präsenz und ansprechende Optik der Kalifornier, aber von Bedienung, Klang, Intelligenz und auch Preisgestaltung sind die Geräte absolut ebenbürtig. Raumfeld nutzt entweder die Base (ein Musikspeicher mit 160 GB und WLAN) oder den Streaming-Client Connector 2 als Basisstation für ein Multi-Room-System. Die endgültige WLAN-Reichweite - und Qualität hängt allerdings vom verwendeten Router ab. Auch Raumfeld verwaltet die Musiksammlung auf freigegebenen Netzwerk- oder USB/PC-Laufwerken selbst, benötigt also keinen extra Medienserver wie Twonky. Raumfeld kann auch selbst anderen UPnP-Clients wie beispielsweise von T+A oder Linn als Inhaltelieferant dienen. Die Darstellungsformen der Musiksammlung enthält neben beliebten Sortierkriterien wie Künstler (mit von Raumfeld zusammengetragenen Mini-Portraits), Album und Genre auch dynamischere Listen wie "zuletzt gehört", "oft gehört" und eine Suche in der Verzeichnisstruktur.

Praxis: Apps fürs Musik-Streaming

Mit Streaming-Client und mehreren Aktiv-Boxen in verschiedenen Größen (S, M und L) kann das System beliebig erweitert werden. Für die Kontrolle der Geräte in den einzelnen Räumen stehen Gratis-Apps für iOS und Android-Geräte zur Verfügung, alternativ auch eine Touchscreen-Fernbedienung (Raumfeld Controller). Durch kontinuierliche Verbesserungen an Soft- und Hardware schafft es Raumfeld, bisherige Einschränkungen aufzuheben. So sind nun auch Auflösungen bis 24/192 möglich (über den Connector2). Das unterscheidet Raumfeld prinzipiell von der Sonos-Philosophie.

AUDIO-Empfehlung: Das Raumfeld-System ist für HiFi-Fans mit gepflegter Musiksammlung ideal. Abo-Streaming-Dienste sind integriert, spielen aber nicht die Hauptrolle. Bedienung und Installation sind sehr einfach.

Simple Audio

Die Simple Audio Roomplayer wollen die Lücke zwischen kinderleichtem Multi-Room und audiophilem Anspruch schließen. Ähnlich wie Sonos muss nur ein Player direkten Kontakt zum LAN halten, die anderen werden über eigene Powerline-Modems versorgt. Eine Software auf PC oder MAC weist den Weg zu den Medienquellen - auch bei der Wiedergabe. Die Bedienung ist einfach, intuitiv, bislang fehlen aber in Aussicht gestellte Updates.

AUDIO-Empfehlung: Status leider noch unklar

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