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Klanganspruch, Musikformat und Streamingdienste

QNAP HS251+

© QNAP

NAS-System in schickem Gewand: die HS251+ von QNAP.

Wie möchten Sie Ihre Musiksammlung einbinden?

Vielleicht haben Sie bereits eine digitale Musikbibliothek aufgebaut: mit gerippten CDs, digitalisierten Schallplatten oder Musik-Downloads, die auf ihrem Computer lagern. Auf all diese Songs möchten Sie natürlich über Ihr Multiroom-System zugreifen. Diese Möglichkeit bieten so gut wie alle Multiroom-Systeme. 

Oder Sie haben Ihre Musiksammlung auf einem Netzwerk-Server (auch NAS-System genannt) abgelegt.Auch NAS lassen sich in ein Multiroom-System integrieren.

Wer es einfacher haben will, der nutzt ein Multiroom-System, das einen eigenen Musikserver mitbringt. So wird nicht nur die Integration der eigenen Musiksammlung zum Kinderspiel. Oft besitzen sie auch ein CD-Laufwerk samt Ripping-Funktion. Ohne viel Aufwand landen so Audio-CDs auf dem Server, versehen mit Titelinformationen und Albumcover, bereit dazu in der gesamten Wohnung verteilt zu werden. 

Manche Multiroom-Anlagen geben dem Nutzer auch die Möglichkeit, die eigene Musiksammlung per USB-Festplatte ins System zu integrieren. Die Festplatte schließt man einfach an die USB-Buchse einer Multiroom-Komponente an. Nachdem das System den Speicher durchforstet hat, lässt sich die Musik bereits in andere Räume streamen.

Welche Musik möchten Sie einbinden?

Genauso wichtig wie die Frage, wie Sie Ihre Musik einbinden wollen, ist die Frage, wie die Musik gespeichert ist: Haben Sie Ihre Songs als verlustfreie WAV-Datei,datenreduziert als FLAC oder vielleicht komprimiert als MP3 abgelegt? 

Während MP3s alle Multiroom-Systeme streamen können, sieht es bei manch anderem Format anders aus. Sie sollten deshalb auf jeden Fall überprüfen, ob das Multiroom-System die Formate unterstützt, in der Sie Ihre Musik abgelegt haben. Entscheidend ist auch die Qualität. Nicht alle Multiroom-Anlagen sind dazu in der Lage, hochauflösende Musik mit 24 Bit/96kHz oder mehr abzuspielen. Deshalb auch hier genau hinschauen.

Panasonic Musik-App Screenshot

© Panasonic

Sendepause ist angesagt, wenn ein System ein Format nicht unterstützt.

Welche Streaming-Dienste wollen Sie nutzen?

Die lokal gespeicherte Musikbibliothek ist nur einer von vielen Musiklieferanten für ein Multiroom-System. Über das Internet haben die Systeme Zugriff auf ein nahezu unbegrenztes Angebot an Audio-Inhalten. So gut wie alle Multiroom-Anlagen sind beispielsweise dazu in der Lage, Webradio-Stationen aus aller Welt zu streamen. 

Weniger einheitlich sieht es bei kostenpflichtigen Streaming-Diensten aus. Zwar können eigentlich alle auf solche Dienste zugreifen, welche es genau sind, ist dagegen recht unterschiedlich. Abonnenten von Spotify können sich glücklich schätzen, denn der Streaming-Pionier ist bei den meisten Multiroom-Systemen zu finden.

Bei anderen Diensten ist man bei der Auswahl eingeschränkter. Das gilt für Apple Music, Deezer, Napster oder Amazon Prime Music genauso wie für Tidal oder Qobuz. Letztere sind wegen ihrer hohen Streaming-Qualität bei audiophilen Hörern besonders beliebt.

Einfach den Streaming-Dienst zu wechseln, wenn man sich für ein Multiroom-System entscheidet, kommt nicht für alle infrage. Sie haben ihren Dienst lieb gewonnen und sind bestens mit der Bedienung vertraut. Außerdem haben Sie sich Playlisten zusammengestellt, Alben zu den Favoriten hinzugefügt und die Lieblingskünstler markiert, die sich häufig nicht so einfach zu einem anderen Streaming-Dienst mitnehmen lassen.

Sonos Streaming-Dienste

© Weka/Archiv

Bei Sonos hat der Nutzer eine besonders große Auswahl an Streaming-Diensten.

Welche Klangansprüche haben Sie?

​Bei Multiroom-Systemen sind WiFi-Lautsprecher am weitesten verbreitet. Solche Speaker sind ideal für das Bad, das Esszimmer oder das Schlafzimmer, da sie sich per Funk verbinden und man nur ein​ Stromkabel braucht. Die meisten Hersteller bieten sie in verschiedenen Größen und Preisklassen an, um die verschiedenen Geschmäcker zufriedenzustellen. 

Wer jedoch im Wohnzimmer seine Audio-Elektronik mit ausgewachsenen Lautsprechern stehen hat, dem wird ein solcher All-in-One-Lautsprecher klanglich nicht ausreichen. Für diejenigen gibt es beispielsweise die Stereo L von Raumfeld. Diese aktiven Standlautsprecher genügen auch den Soundansprüchen audiophiler Hörer. 

Wer will, kann auch die lieb gewonnene Audio-Elektronik mit gestreamter Musik versorgen. Man schließt einfach einen Netzwerk-Player mit Multiroom-Funktion als Zuspieler an. Die gibt es auch mit bestem Sound, beispielsweise von Naim oder Linn.​

Raumfeld Stereo L Teufel

© Raumfeld

WiFi-Lautsprecher für anspruchsvolle Hörer: die Stereo L von Raumfeld.

Welche Komponenten wollen Sie nutzen?

​Die Frage nach dem Klanganspruch leitet direkt zur nächsten über. Wer beste Klangqualität will, wird kaum mit einem Multiroom-System glücklich werden, das nur One-Box-Lautsprecher besitzt. Vielmehr sollte es zusätzlich Steamer oder Steamer mit Endstufe geben, um audiophile Verstärker oder Lautsprecher mit Multiroom-Musik zu beliefern. 

Ein One-Box-Lautsprecher muss jedoch nicht bedeuten, dass man auf Stereo-Sound verzichten muss. Zum Teil lassen sich zwei Exemplare zu einem Stereo-Paar koppeln. Nicht nur das: Man kann bei manchem Hersteller sogar mehrere Speaker drahtlos zu einem Surround-System mit Rücklautsprechern zusammenschließen.​ Oder die Entscheidung fällt gleich auf ein Stereo- oder Surround-System. 

Multiroom-Produkte gibt es mittlerweile für alle Geschmäcker und Einsatzgebiete. Es ist sogar so, dass heute kaum noch eine Geräteklasse existiert, in der es keine Produkte mit Multiroom-Funktion gibt. Soundbar, Radiowecker, Surround-Receiver, Heimkino-Anlage oder Kompakt-Anlage mit CD-Player, das alles kann man kaufen, jedoch häufig nicht von einem Hersteller und einer Multiroom-Familie. Man sollte also vor dem Kauf überlegen, welche Komponenten man jetzt und in Zukunft benötigt, und sich für ein entsprechendes System entscheiden.​

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