Größer, besser, billiger: Navigationssysteme mit 5-Zoll-Monitor sind in der Oberklasse in diesem Jahr Standard. Wir zeigen vier neue Top-Systeme ab 200 Euro im Test.
"Ach wie süß, sind die klein!“ Haben Sie vielleicht noch ein altes Navisystem mit 3,5-Zoll-Display zu Hause? Dann nehmen Sie es mal mit in den nächsten Elektronikmarkt und halten es neben eines der neuen 5-Zöller – man erschrickt fast, so klein kommen einem die einst so beliebten 3,5er-Modelle vor.
Doch das Größenwachstum ist hier nicht nur Selbstzweck und Verkaufsargument der Hersteller, sondern bringt in der Praxis eine Menge mehr an Displayfläche, die hauptsächlich der Sicherheit und Übersicht zugute kommt. Neben einer größeren Karte bleibt damit auch mehr Platz für Zusatzinformationen wie Ankunftszeit und Geschwindigkeit – und da die neuen Displays auch eine höhere Auflösung bieten, sieht das Ganze viel besser aus als früher.
Ebenso wie die Displaygröße kennen die Preise ebenfalls nur eine Richtung, allerdings entgegengesetzt: runter. Mit Preisen zwischen 219 und 239 Euro sind die Oberklassemodelle größtenteils sogar schon mit Premium-TMC und Sprachsteuerung ausgerüstet, nur Navigons Top-Modell 92 Premium Live ist mit 349 Euro teurer, bringt aber auch Stauinfos und andere Dienste aus dem Internet mit. Welches Gerät ist der beste Kauf?
Gummierte Softlackrückwand, eine wertige Frontblende plus stabile Aktivhalterung mit integrierter Kabelführung: Das 229 Euro teure Becker Active 50 macht schon beim ersten Handgriff Eindruck.
Dazu kommt die erfreulich umfangreiche Ausstattung, die dank Spracheingabe, Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Europakarte wenig vermissen lässt. Leider muss man Premium-TMC über die etwas umständliche PC-Software nachkaufen. Auch ein Kartenabo gibt es nur gegen Aufpreis – da ist die Konkurrenz, auch aus dem eigenen Hause, doch etwas spendabler.
Auf den ersten Blick unterscheidet sich das Neo 550 nicht tiefgreifend von seinen Vorgängern – doch bei der Verarbeitung hat Falk an vielen Stellen noch einmal Detailarbeit geleistet, was die Handprobe beweist...
Das Gerät ist, von wenigen Knarzgeräuschen abgesehen, sehr stabil, der Lautsprecher sorgt für eine erstaunlich kraftvolle, sonore Sprachausgabe und die Magnethalterung hält das Gerät so fest, dass man fast schon mit Gewalt daran reißen muss, um das Navi von der Ladeschale abzunehmen. Hier geht es zum vollständigen Testbericht
LMT steht für „Lifetime Maps and Traffic“ und bedeutet nicht weniger, als dass man beim 219 Euro teuren Nüvi 2595 LMT für die gesamte Lebensdauer des Geräts nie erneut Geld für Kartenupdates oder den Verkehrsfunk ausgeben muss.
Allein das würde schon reichen, um mit den Konkurrenten gleichzuziehen, doch Garmin packt auch noch die hervorragende Sprachsteuerung für fast alle Funktionen aus dem Topmodell 3490, eine ordentlich funktionierende Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie die neue Software Guidance 2.0 in das Gerät.
Schicke Klamotten kosten Geld – und Navigon hat sein 349 Euro teures Spitzenmodell 92 Premium Live exquisit eingekleidet: ein kapazitives Glasdisplay für Gestenbedienung, ein schicker Chromrand und ein integriertes GSM-Modul für Live-Dienste aus dem Internet.
So ist der Preis schnell erklärt, und wenn auch noch zwei Jahre kostenlose Kartenupdates und ein Jahr Live-Dienste hinzu addiert werden, ist man schon fast wieder versöhnt. Für alle Live-Verweigerer: Als Premium ohne Live gibt’s das 92er für 300 Euro.