In die Zukunft navigieren

Navigon + TomTom

Navigon Mobile Navigator 7

© Screens: naviconnect

Weitreichend und übersichtlich: Der Navigon Mobile Navigator 7 ist ein Augenschmaus

Der Mobile Navigator von Navigon war eines der ersten Navigationsprogramme überhaupt; kann Vorfahren bis hin zu Laptop-Routenplanern Ende der 1990er-Jahre vorweisen. In der aktuellen Version 7 gibt es den Mobile Navigator in zwei Versionen - eine für Symbian- und eine für Windows-Mobile-Geräte.

Als weitere Neuheit kann man das Programm frei von der Navigon-Homepage herunterladen und für 30 Tage kostenlos testen. Will man es danach weiterbenutzen, muss man eine Freischaltung kaufen, die 69 Euro (eine Region), 99 Euro (Europa) oder 149 Euro (Europa mit Freshmaps-Kartenaktualisierung) kostet.

Klare Optik, hohe Funktionalität

Navigon Mobile Navigator 7

© Archiv

Das Menü: Auch die empfangene Position ist als Ziel anwählbar

Dafür erhält der Nutzer im Falle der Symbian-Version eine äußerst aufgeräumte Oberfläche, deren Funktionalität sich auf das Wesentliche beschränkt - trotzdem ist alles Wichtige für unterwegs vorhanden. Das Programm schlägt bei der Zieleingabe nach der Eingabe einiger Buchstaben in Frage kommende Ziele in einer automatisch erscheinenden Liste vor. Da hier jedoch ein paar Gedenksekunden ins Land ziehen, ist die Funktion gewöhnungsbedürftig.

Dafür wartet MN7 nun mit Datendiensten wie einem Stauinformationsdienst und Wetterinfos auf - kostenlos. Besser gelöst als früher ist die Zugänglichkeit der Karte, die der User vor allem bei Ausflügen als Fußgänger flexibler einsetzen kann. In die Fußgänger-Navigation hat Navigon besonders viel Hirnschmalz einfließen lassen: Dank eingezeichnetem Streckenverlauf und der stets angegebenen Richtung zum Ziel klappt die Navigation tatsächlich auch ohne integrierten Kompass hervorragend.

Präzise Sprachführung

Navigon Mobile Navigator 7

© Archiv

Glanzstück: Der Fußgängemodus erlaubt sichere Orientierung

Dem Thema Fußgänger-Navigation werden wir uns in einer der nächsten Ausgaben ausführlicher widmen. Aber auch im Auto machte der Mobile Navigator 7 eine gute Figur: Dank der sehr klaren Kartendarstellung und der gewohnt präzisen Sprachausgabe konnten die testen dem Navigon-Programm auch auf dem Handy ein hohes Niveau attestieren.

Auch der einstellbare Geschwindigkeitsassistent funktioniert prächtig und schränkt die Übersicht der Karte kaum ein. Zusätzlich stehen die wichtigsten Funktionen für unterwegs in einem Untermenü und auf den Zifferntasten des Handys zur Verfügung.

Einziger Lapsus: Vermutlich aufgrund eines Digitalisierungsfehlers leitete MN7 das Testteam während einer Tour geradewegs in eine Sackgasse. Navigon liefert mit dem Mobile Navigator 7 ein rundum gelungenes Programm ab, das sicher führt und einfach zu bedienen ist.

TomTom Navigator 7

Auch wenn TomTom in Sachen Navigation der Platzhirsch in Europa ist, so verteilen die Niederländer ihre neue Handy-Navi-Software TomTom Navigator 7 nur sparsam. Allzu sparsam, denn außer auf drei HTC-Geräten des Netzberteibers O2 (die bei O2 dann "Xda" heißen) ist sie praktisch nicht erhältlich.

TomTom Navigator 7

© Archiv

Klassiker: Auch auf dem Handy sieht TomTom aus wie TomTom

Man könnte unken, dass TomTom deshalb so verfährt, weil die Software nicht gut sei, aber dem ist ganz und gar nicht so. Im Gegenteil: TomTom Navigator 7 entpuppt sich im Test als vorbildliche und gut funktionierende Handy-Navigation.

Das legt eher den Schluss nahe, dass man mit der guten Handy-Navigations-Software nicht das brummende Geschäft mit den mobilen Navis gefährden will. Und groß muss die Sorge wirklich nicht sein, denn so, wie der Navigator 7 aktuell bei O2 zu haben ist, wird er sich kaum durchsetzen.

Schwierig, schwieriger, TomTom Navigator 7

Packt man den Xda Diamond von O2 aus, so ist dort zwar TomTom Navigator 7 installiert, aber leider ohne Karten. Die gilt es extra für 50 Euro für DACH respektive für 70 Euro für Westeuropa zu kaufen. Da man auch die Stimmen erst einmal installieren muss, ist der Navigator 7 alles andere als "ready to use".

Die Software - wenn man sie so weit hat, dass sie navigiert - bietet den aktuellen TomTom-Stand. In Kombination mit dem Xda Diamond besticht insbesondere das knackscharfe Display, das selbst die winzigen Zahlen am unteren Bildschirmrand noch gut lesbar darstellt - allerdings nur, wenn man nahe genug rangeht.

Sehr gutes Menü

Und das ist ein Kritikpunkt: Es ist zwar schön, dass das Display so scharf ist und die Anzeige so viele Informationen bündelt, aber die meisten dieser Infos kann man im Auto während der Fahrt selbst mit Adleraugen kaum lesen. Die Bedienung klappt wie von TomTom gewohnt flüssig, auch aufgrund des sehr guten Menüs.

TomTom Navigator 7

© Archiv

Aus Fehlern lernen: Das MapShare-Programm ist auch an Bord

Die Kartendarstellung ist grundsätzlich in Ordnung, im Vergleich zu den optischen Highlights manches Konkurrenten wirkt sie aber nur noch knapp zeitgemäß. Leider stört auch die hin und wieder suboptimale Routenwahl. So zog die Software in der Stadt schon mal einen Schleichweg einer Hauptstraße vor.

Dass der Stauwarndienst TMC an Bord ist, gibt einige Pluspunkte. Was im mobilen Navi-System prima funktioniert, ist im Handy eine hakelige Angelegenheit, da etwa auf dem O2 Xda Diamond nur die Software hinterlegt ist, ohne Karte und Stimmen. Gut wird es erst mit dem eben gestarteten O2 Xda Guide, der dann eine Scheibenhalterung und DACH-Karten dabei hat.

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