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Netztest Deutschland 2012: Mobiles Internet

Netztest 2012
Netztest 2012
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Die Qualität der Datennetze misst connect so, wie sie unterwegs genutzt werden: Per Smartphones, aber auch mit Notebook und einem USB-Daten- oder Surftstick.

Internet per Smartphone

Smartphones erfordern keine Rekorddatenraten. Hohe Zuverlässigkeit und ein ordentliches Mindestniveau der Geschwindigkeit sind bei Smartphones deutlich wichtiger als vereinzelte Spitzendatenraten. Im letzten Jahr kam es in einigen Netzen zu starken Geschwindigkeitseinbrüchen, mutmaßlich aufgrund von Schwierigkeiten, der wachsenden Smartphone-Nutzerzahlen Herr zu werden.

Stadt und Umland

Auch in diesem Jahr trennt sich bei der Datennutzung über Smartphones wieder die Spreu vom Weizen. Dabei liefern sich die Telekom und Vodafone in den Städten ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Das fängt schon beim Aufruf der vier typischen Internetseiten an, für den die Telekom gut 38 Sekunden bei 97,7 Prozent Erfolgsrate braucht. Vodafone gönnt sich zwar eine kaum spürbare halbe Sekunde mehr zum Laden, liegt mit 98,6 Prozent Erfolgsrate aber näher an der Perfektion.

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O2 und E-Plus haben bei etwa 3 Prozent der Messungen Probleme, wobei E-Plus insgesamt nur 10 Sekunden langsamer ist, während O2 knapp 20 Sekunden länger zum Laden braucht.

Beim Datei-Download liegt in Bezug auf Geschwindigkeit und Fehlerrate die Telekom vorn. Wobei auch Vodafone und O2 hohe Erfolgsraten zeigen und bei 90 Prozent der Messungen mit Werten um oder über 1 Mbit/s glänzen können. E-Plus fällt dagegen spürbar ab.

Beim Upload, also dem Versand einer Datei, zeigen wieder die Telekom und Vodafone ihre Klasse, E-Plus enttäuscht beim Speed und O2 bei der Zuverlässigkeit. Youtube-Videos laufen am zuverlässigsten bei der Telekom und bei O2, wobei Vodafone dicht folgt.

Autobahnen

Auch auf den Autobahnen setzt die Telekom bei den Smartphone-Messungen den Maßstab. Mit 93,5 Prozent Erfolgsrate beim Websurfen kann kein anderer Netzbetreiber mithalten, Vodafone bleibt aber nah dran und ist sogar etwas schneller.

Beim Datei-Down- und Upload schafft die Telekom sogar die 99 Prozent und bietet mit seiner Geschwindigkeit eine bessere User-Experience als E-Plus in den Städten.

Vodafone bleibt dem Platzhirsch dicht auf den Fersen und setzt mit hohen Geschwindigkeiten beim Datei-Download eigene Glanzpunkte. Die Youtube-Performance von Telekom, Vodafone und O2 auf Autobahnen ist beachtlich. 

Fazit: Datennutzung per Smartphone

Die Deutsche Telekom liegt am Ende knapp vorn, wenn es um Smartphone-Datendienste geht. Doch mit zwei Punkten ist der Unterschied zu Vodafone denkbar gering, beide bieten schnelle Verbindungen mit hoher Zuverlässigkeit.

Dabei ist Vodafone beim Webbrowsing in den Städten top, während die Telekom beim Up- und Download Zeit gutmacht. Auf den Autobahnen zeigt die Telekom etwas höhere Zuverlässigkeit, Vodafone zum Teil mehr Speed.

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O2 und E-Plus haben deutlich aufgeholt: So bieten sie mit Erfolgsraten von 97 Prozent und mehr außer bei Youtube in den Städten durchaus eine gute Basis zur Nutzung des mobilen Internets. Das sah im letzten Jahr noch anders aus.

Internet per USB-Datenstick und Notebook

Dass ein Smartphone moderne Mobilfunknetze noch bei Weitem nicht ausnutzt, zeigen die Mobile-Broadband-Messungen. Sie demonstrieren die Datenraten und Downloadzeiten, wie sie ein modernes Notebook mit einem aktuellen USB-Datenstick aus dem Angebot des jeweiligen Netzbetreibers erreichen kann.

Im Gegensatz zu den Smartphone-Messungen wird hier nicht über zwischengeschaltete Dämpfungsglieder versucht, Verhältnisse zu simulieren, wie sie typischerweise in Gebäuden vorherrschen. Die Netze können also zeigen, was sie unter günstigen Bedingungen leisten. 

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Stadt und Umland

Die stundenweise stationär gemessenen Standorte in den Städten lagen hauptsächlich an Plätzen mit hohem Publikumsaufkommen. Hier sind die Netze stark gefordert. Das ließ sich die Deutsche Telekom nicht anmerken. Sie schaffte es, die Vorgaben der Smartphones beim Internet-Seitenaufruf (Google News, Wikipedia, Leo, ETSI) über Mobile-Broadband mit 17,8 Sekunden auf rund die Hälfte zu reduzieren. Die Zuverlässigkeit lag dabei bei 99 Prozent. 

Bei der Geschwindigkeit konnte Vodafone fast mithalten, die Webseiten waren rund zwei Sekunden später geladen als bei der Telekom. Wenn sie geladen wurden – denn in über 5 Prozent der Fälle ging der Download einer der vier typischen Webseiten schief. Ähnliche Fehlerraten gönnte sich E-Plus, bei 4 Sekunden längerer Ladezeit. O2 war zwar langsamer, aber zuverlässiger.

Beim Datei-Download lieferten die Telekom und Vodafone Topdatenraten von 27 Mbit/s. Dual Carrier HSPA+ mit zwei parallel genutzten Frequenzkanälen ist hier Realität. Insgesamt präsentierten die Netzbetreiber gute Performance und hohe Zuverlässigkeit, nur O2 im Upload und E-Plus im Down- wie Upload fielen etwas ab. 

In der Geschwindigkeit der Dateiübertragungen zeigt sich mit spürbaren Abständen die schon bekannte Reihenfolge: Telekom vor Vodafone, O2 und E-Plus.

Netztest Österreich 2012: Mobiles Internet im Test

Bei Youtube in HD-Qualität konnte O2 nicht wirklich überzeugen, E-Plus schafft immerhin in über 50 Prozent der Fälle diese Übung, die etwa 5 Mbit/s erfordert. 

Autobahnen

Beim Download auf den Autobahnen ist die Telekom mehr als doppelt so schnell wie Vodafone. Vodafone kann sich im Mittel deutlich von O2 und E-Plus distanzieren, im den flächigen Ausbau charakterisierenden 90-Prozent-Wert sind die Münchner aber besser. Beim Upload liegt die Telekom erneut weit vorn, E-Plus bildet das Schlusslicht.

Fazit: Internet per USB-Datenstick

Bei Mobile Broadband. als dem Internetzugrif per Notebook und USB-Datenstick, hat die Telekom mit zum Teil atemberaubendem Speed die Nase vorn und ist damit die Wahl für Kompromisslose. Auch Vodafone kann mit seiner Performance die Ansprüche anspruchsvoller Nutzer erfüllen

Kunden von O2 und mehr noch von E-Plus sollten weniger ungeduldig sein. Wobei sich auch die Netze der beiden kleinen Anbieter seit 2011 eklatant verbessert haben. Bemerkenswert ist etwa, dass das im Ausbau befindliche Datennetz von E-Plus in 50 Prozent der Fälle die für HD-Videos nötigen Datenraten unterstützt. Wenn der Ausbau kontinuierlich so weitergeht, könnte E-Plus im nächsten Jahr für eine Überraschung gut sein.

 
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