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Netztest: T-Mobile

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Im letztjährigen Netztest fuhr T-Mobile ein schönes Ergebnis ein. Zwar konnten die Datenraten im ländlichen Raum gegenüber dem Hauptkonkurrenten Vodafone nicht ganz überzeugen, doch das dürfte der Bonner Netzbetreiber billigend in Kauf genommen haben.

Schließlich ist das Verhältnis von Netznutzungsgrad zu Netzausbaukosten auf dem Land besonders niedrig. Das hemmt die Lust am Investment gehörig. Und was Vodafone im letzten Jahr auf dem Land an Vorteilen bot, das kompensierte T-Mobile durch gute Upload-Raten in der Stadt zum Unentschieden nach Punkten.


Bild vergrößern 468 468 http://img2.magnus.de/image-r468x468-C-1ef4c8c5-14539828.jpg In einer Kunststoffbox sitzen die Antennen für die Handys, Datenkarten und Scanner.

In einer Kunststoffbox sitzen die Antennen für die Handys, Datenkarten und Scanner.

Und 2009? Bei der Telefonie innerhalb von Städten zeigt sich der Netzbetreiber nach wie vor souverän. Gut, Vodafone liegt in der Erfolgsrate 0,2 Prozent vorn, O2 sogar 0,4. Doch zwei bis vier mehr erfolgreiche Gespräche von Tausend sind im Alltag fast geschenkt. Zumal auch die Sprachqualität mit einem MOS von 3,8 erfreulich gut ist. Der Anteil an Gesprächen, die unter das hörbar gestörte Niveau von 2,7 fallen, ist mit 1,4 Prozent sehr niedrig. Damit liegt T-Mobile in der Stadt ganz knapp hinter O2 und Vodafone. Auf dem Land distanzieren die Bonner mit einem um zwei Prozent höheren Anteil erfolgreicher Gespräche und weniger gestörten Sprachverbindungen (MOS < 2,7) O2 und E-Plus deutlich, nur Vodafone bleibt weiter knapp vorn. Das bringt unterm Strich den zweiten Platz bei der Telefonie.

Doch Wohl und Wehe eines Netztests entscheiden sich heute mehr denn je bei den Daten. Hierbei spielt der Aufruf von Internet-Seiten eine große Rolle, sei es zur Informationsbeschaffung oder zur Unterhaltung. Mit dem T-Mobile-UMTS-Modem und der zugehörigen Software funktionierte der Download der Testseite vom speziell dafür aufgesetzten P3-Communications-Server im Mittel innerhalb von 7,2 Sekunden und in 98,1 Prozent der Fälle. Vodafone gelang diese Aufgabe noch 1,5 Sekunden schneller und knapp 1 Prozent häufiger.

Auch beim E-Mail-Download musste sich T-Mobile Vodafone geschlagen geben, obwohl die Erfolgsraten mit 99,8 zu 100 Prozent auf praktisch gleichem Niveau lagen. Bei der durchschnittlichen Datenrate fiel der Vergleich jedoch eindeutiger aus: Zwar können die 1629 Kilobit pro Sekunde, die T-Mobile vorlegt, für ein Mobilfunknetz durchaus beeindrucken, doch erst die 2153 kbit/s des Primus Vodafone zeigen, wie hoch die Messlatte hängt. Obwohl die Werte wegen geänderter Messbedingungen nicht wirklich vergleichbar sind, sei hier erwähnt, dass die gemessenen Datenraten im letzten Jahr auf vergleichbarer Höhe lagen. Seither hat sich die Spreizung zwischen beiden um etwa 200 Kilobit vergrößert. Auch beim E-Mail-Upload erzielt T-Mobile, letztjähriger Champ in dieser Disziplin, etwas geringere Datenraten als 2008. Schlimmer noch: Vodafone kann mit rund 50 Prozent Vorsprung vorbeiziehen, wobei das Versenden auch bei den Bonnern mit 824 kbit/s immer noch angenehm schnell vonstatten geht.

In diesen drei im Business-Alltag besonders wichtigen Anwendungen spielt T-Mobile den sicheren zweiten Platz ein, doch wie sieht es beim Datei-Transfer aus? Bei 1632 kbit/s liegt die durchschnittliche gemessene Geschwindigkeit beim Download von Dateien im Stadtgebiet. Auch das ist schnell, doch neben dem superschnellen Hauptrivalen gelingt es auch O2 bei dieser Aufgabe, die 2-Mbit/s-Marke zu überspringen. Ein ähnliches Bild ergibt sich im ländlichen Raum, wo diesmal sogar O2 vor Vodafone landet und T-Mobile mit 680 kbit/s nur etwa halb so viele Daten aus dem Netz saugen kann. Beim Dateien-Upload schließlich liegen die drei mit Datenraten zwischen 1179 und 1517 kbit/s wieder näher beieinander, wobei auch hier T-Mobile nur auf dem dritten Platz landet. Doch dank guter Ergebnisse beim Telefonieren, beim Surfen und beim Mailen steht T-Mobile am Ende auf dem zweiten Platz.

connect-Urteil: gut

Punkte: 424

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