Netzwerkfestplatte

NAS-Tipps: Installation, Fernzugriff, Sicherheit

Netzwerk-Speichergeräte wie die Synology Diskstation DS215+ dienen im Heimnetzwerk als intelligente Datenlager. So klappen Installation, Einrichtung sowie der Zugriff auf das NAS von zu Hause und unterwegs.

Netzwerkplatten

© Hersteller

Netzwerkplatte: Synology Diskstation DS215+

Ordnung ist auch im digitalen Paralleluniversum das halbe Leben. Fast jeder in der Familie hat ein Smartphone und teilt sich Computer, Laptops und Tablets mit anderen. Irgendwann liegen Fotos, Videos, Musiktitel und Dokumente wild verstreut auf dem vorhandenen Equipment. Spätestens dann ist Großreinemachen angesagt. Hier empfehlen sich NAS-Systeme (Network Attached Storage) mit mehreren Festplatteneinschüben als Dateiablageplatz im Heimnetzwerk oder in kleineren Unternehmen.

Genügend Platz für alle Daten

Brauchbare Zweischacht-Gehäuse gibt’s bereits ab 100 Euro. Hinzu kommen noch die Kosten für die 3,5 oder 2,5 Zoll großen PC-typischen Festplattenlaufwerke (HDD). Soll die Hardware mehrere Nutzer gleichzeitig ohne längere Wartezeiten bedienen oder gar Daten verschlüsseln, sollte es mindestens eine NAS-Maschine mit Smartphone-typischer Rechenpower sein.

Die Synology DS215+ für 320 Euro enthält beispielsweise einen Systemchip mit Dual-Core-Prozessor auf ARMv7-Basis, 1 GB Arbeitsspeicher und ein Hardware-Modul, das der CPU die Verschlüsselungsarbeit abnimmt. Varianten mit Intel- Atom-Prozessoren und vier Schächten bieten noch mehr Möglichkeiten. Zu der Grundausstattung sollten mindestens eine Gigabit-Ethernet-Buchse für die Kabelanbindung des Routers sowie USB-3.0-Anschlüsse für externe Speichergeräte gehören.

Viel mehr als ein reines Datenlager

Was ein NAS kann, bestimmt die Firmware, die auf Server-typische Aufgaben wie die Zugriffssteuerung ausgerichtet ist. Der vom Start weg leicht bedienbare Diskstation-Manager (DSM 5.2) der DS215+ fühlt sich an wie ein gängiges Betriebssystem. Dessen „Desktop“ ruft man am PC über den Webbrowser auf. Weitere Extras können als Zusatzpakete einfach per Download nachinstalliert werden.

Paketzentrum

© Weka/ Archiv

Im Paketzentrum geht die Post ab: Individuelle, oft kostenlose Zusatzanwendungen wie Streaming-Server oder Clouddienste erweitern bei Bedarf den Funktionsumfang der NAS-Systeme.

Besserer Datenschutz oder mehr Platz?

Wer als Administrator seinen neuen Ordnungshüter ausreizen und sicher einrichten möchte, sollte sich einen Plan zurechtlegen und den schrittweise umsetzen. Eine Grundsatzentscheidung betrifft die Speicherkonfiguration. Nicht nur in Festplatten-Doppelgaragen ist die RAID-1-Anordnung weit verbreitet: Dabei werden die Daten auf je zwei, idealerweise gleich große Festplatten gespiegelt (Mirroring). Vorteil der Redundanz: Der Datenbestand kann nach einem Plattencrash wiederhergestellt werden.

Allerdings kostet RAID 1 die Hälfte der Gesamtspeicherkapazität. Datensicherungen auf externe Festplatten, die man nach dem Backup fernab vom NAS aufbewahrt, sind in jedem Fall unverzichtbar. Wer das konsequent beherzigt, kann die Laufwerke auch im JBOD-Verbund (Just a Bunch of Disks) betreiben und den gesamten Platz nutzen. Bei einem Defekt bleibt dann freilich nur das letzte Backup zur Schadensbegrenzung.

So geht’s

In den folgenden Artikeln erklären wir, wie die Inbetriebnahme eines NAS-Systems, die Einrichtung als Dateiserver und der Zugriff im Heimnetzwerk via PC, Smartphone und Co funktionieren. Anschließend machen wir den NAS-Server und die Endgeräte fit für den Fernzugriff über eine geschützte VPN-Verbindung.

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