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Handy im Urlaub

Neue Roamingpreise: Das müssen Sie vor dem Urlaub wissen

Telefonieren im Auslaundsurlaub wird günstiger
Telefonieren im Auslaundsurlaub wird günstiger
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Handynutzer sind auf der Sonnenseite: Dank EU fallen die Roaminggebühren in diesem Sommer weiter. Sparen lässt sich außerdem mit den Auslandspaketen der Mobilfunker. Wir geben einen Überblick über Fakten und Tarife.

Vor sechs Jahren brach für Urlauber ein neues Zeitalter an. Jahrelang mahnte die damalige EU-Kommissarin Viviane Reding die Mobilfunker, ihre Roamingpreise zu senken. Da die Bereitschaft der Gegenseite nicht groß war, legte die EU-Kommission Ende Juni 2007 erstmalig die Obergrenzen für Auslandstarife im EU-Ausland für Vertrags- und Prepaid-Kunden gleichermaßen fest: Gespräche aus allen EU-Ländern nach Deutschland durften damals maximal 58 Cent die Minute kosten, ankommende Gespräche wurden mit höchstens 28 Cent pro Minute abgerechnet. Seitdem sind die Preise fürs EU-Ausland um mehr als 80 Prozent gefallen. 

Mehrere Verordnungen traten in Kraft: So wurden 2009 neben den Gesprächspreisen erstmals auch die Preise für den SMS-Versand reguliert. 2010 folgte dann die EU-Kostenbremse für Datennutzung: Die Mobilfunker durften fürs mobile Surfen im EU-Ausland maximal 59,50 Euro abkassieren. Damit wollte der Regulierer die Horrorrechnungen, die sich bei Urlaubern häuften, vermeiden. 

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Letzten Sommer griff schließlich die vierte Stufe der EU-Verordnung: Fortan galt erstmals ein Höchstpreis von 83 Cent pro Megabyte. Auch wurde die seit 2010 verordnete Kostenbremse ausgeweitet: Seit Juli 2012 dürfen Mobilfunker mit Sitz in einem EU-Land ihren Kunden für die weltweite Datennutzung nicht mehr als 59,90 Euro berechnen – ausgenommen, der Kunde wünscht aktiv ein höheres Kostenlimit. 

Roamingkosten bald Geschichte? 

Ab 1. Juli 2013 sieht die EU-Regulierung erneut Preissenkungen vor: Danach kosten Gespräche für alle Handynutzer im EU-Ausland maximal 28 Cent die Minute. Für ankommende Telefonate werden nur acht Cent berechnet, SMS kosten neun Cent pro Nachricht. Obendrein fällt der Datenpreis von 83 auf maximal 53 Cent pro MB. Schöne Aussichten: Nächstes Jahr sinken die Preise weiter. Und wenn es nach dem Willen der aktuellen EU-Kommis­sarin Neelie Kroes geht, sollen die Roaming­preise in naher Zukunft sogar komplett abgeschafft werden.

Mit dem Handy im Urlaub: Die Kosten nach Anbieter

Wir zeigen Ihnen, was Sie für Telefonate, SMS und die Datennutzung auf Reisen zahlen müssen.

Spartipps

Beachten Sie diese Spartipps, damit Sie der Handyeinsatz im Ausland nicht teuer zu stehen kommt.

Kostenfalle Mobilbox

Seit 2010 dürfen Mobilfunker dank der EU-Verordnung keine doppelten Kosten für die Rufumleitung zur Mailbox verlangen. Doch das gilt nur in der EU. Außerhalb der regulierten Zone kostet Sie ein eingehender Anruf oft doppelt – für das ankommende Gespräch im Ausland und für die Rückleitung nach Deutschland auf Ihre Sprachbox. Beispiel: Der weitergeleitete Anruf auf Ihre Mailbox schlägt in der Türkei je nach Anbieter mit über 2,30 Euro pro Minute zu Buche. Schalten Sie die Mobilbox vor der Abreise besser ganz ab oder leiten Sie alle Telefonate dorthin um (stellen Sie eine „ständige Rufumleitung“ ein). 

Datenverbrauch im Blick haben

Die Datennutzung im Ausland wird dank der EU immer billiger. Auch sorgen die speziellen Roaming-Datenpakete für einen entspannteren Urlaub. Doch wer seinen Datenverbrauch im Urlaub komplett aus den Augen verliert, lebt gefährlich: Außerhalb der regulierten EU-Länder fallen deutlich höhere Kosten an. Smartphone-Nutzer können mit Apps die Kosten im Blick behalten: So zeigt die kostenlose Android-App „Traffic-Monitor“ die verbrauchte Datenmenge von Mobilfunk- und WLAN-Verbindungen an. 

Ein weiterer Datenzähler ist die App Droid Stats (2,49 Euro), die Android-Nutzern auch die verbrauchten Minuten sowie versendeten SMS auf einen Blick anzeigt. Mit Adblock Plus lässt sich die Datenmenge ebenfalls reduzieren: Die kostenlose Android- und iOS-App blockt Werbebanner und -Spots. Damit Sie Ihren Datenverbrauch besser einschätzen können, hier ein paar Bei­spiele: 1 MB: etwa 100 Mails ohne Anhang. 5 MB: ein MP3-Song. 10 MB: etwa 30 Minuten websurfen. 25 MB: etwa 10 Minuten YouTube-Videos schauen.

 
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