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Ojo - Die Komfortlösung Bild vergrößern 468 468 http://img3.magnus.de/Praxistest-Videotelefonie-r468x468-C-6198bc4a-14545740.jpg

Ojo - Die Komfortlösung

So schnell und einfach Videotelefonie per PC auch ist, einen Haken hat die Sache: Wenn Sie ein Videotelefonat führen wollen muss der Rechner eingeschaltet sein. Und so läuft der Rechenknecht entweder stromfressend den ganzen Tag oder Sie müssen das gute Stück vor jedem Gespräch hochfahren. Das geht auch komfortabler, nämlich mit einem Videotelefon namens Ojo.

Das bedeutet "Auge" und meint einen Monitor mit einer Auflösung von 234 x 480 Pixeln und einer Diagonale von 18 Zentimetern mit integrierter Videokamera und einem Standfuß mit Ziffern- und Bedientasten. Ojo gibt’s übrigens schon seit einigen Jahren, nach Deutschland hat das Konzept nun die Firma Kabelwelt aus dem baden-württembergischen Hechingen gebracht.

Zu bestellen ist Ojo im Internet mit dem entsprechenden Tarif bei Kabelwelt. Dort können Sie auch eine Wuschrufnummer beantragen, die automatisch dem Gerät zugeordnet wird. Ist dieses dann bei Ihnen, müssen Sie nur noch das Stromkabel anstöpseln und Ojo per mitgeliefertem Netzwerkkabel mit Ihrem DSL-Router verbinden.

Hier gibt es normalerweise keine Probleme, bei wenigen Routermodellen müssen allerdings zunächst Ports freigeschaltet werden. Der einmalige Bootvorgang dauert einige Minuten, dann kann’s losgehen.

Steuerung und Bildqualität

Praxistest: Videotelefonie
Bild vergrößern 302 468 http://img3.magnus.de/Praxistest-Videotelefonie-r302x468-C-2b7aadbd-21649341.jpg Die Kamera sitzt direkt über dem Display – das wirkt, ... © Fotos: connect
© Fotos: connect

Die Kamera sitzt direkt über dem Display – das wirkt, ...

Gesteuert wird das Gerät über einen 5-Wege-Navi-Key und drei weiteren Tasten. Wer ein anderes Ojo anrufen will, wählt einfach die Nummer und drückt die "Talk"-Taste. Nimmt der Gesprächspartner ab, steht sofort die Videoverbindung – einfacher geht’s nicht. Dabei ist es sogar gleichgültig, ob das Gegenüber sein Ojo ebenfalls in Deutschland oder am anderen Ende des Erdballs betreibt – Breitbandinternet und Stromanschluss vorausgesetzt.

Aber wie ist nun die Bildqualität, die ja bei den Messenger- Diensten nicht unbedingt berauschend ausfällt? Deutlich besser. Denn bei Ojo kommt die Sprache lippensynchron aus dem Lautsprecher und das Bild ruckelte im Test weder bei Anrufen ins Nachbar-Büro noch bei einem Call in die USA.

Top auch der Klang: Dank Vollduplex-Freisprecher mit Echo-Unterdrückung wirken Gespräche sehr natürlich, wenngleich noch kein HD-Sound geboten wird und teilweise ein Hintergrundrauschen zu vernehmen ist.

Komprimiert nach H.264 Codec

Praxistest: Videotelefonie
Bild vergrößern 247 468 http://img1.magnus.de/Praxistest-Videotelefonie-r247x468-C-dc2ae737-21649344.jpg ... als schaue einem der Gesprächspartner in die Augen

... als schaue einem der Gesprächspartner in die Augen

Bei schnellen Bewegungen des Gegenübers wird die Bildqualität kurz etwas schlechter, das gibt sich aber innerhalb von Sekunden wieder. Hier merkt man, dass das System auf Bildinhalte ausgelegt ist, die sich beim Telefonieren kaum verändern. Wer will, kann aber auch den Bandbreitenbedarf manuell seiner DSL-Leitung anpassen.

Komprimiert wird das Bild übrigens nach dem effizienten H.264 Codec. Ist der Gesprächspartner einmal nicht zu Hause, können Sie ihm eine Videobotschaft auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Häufig angewählte Kontakte kommen ins Telefonbuch mit Bildeintrag.

Für Privatsphäre sorgt ein Schiebeschalter, der die Kamera abdeckt – so sieht Sie Ihr Gegenüber nicht im Morgenmantel. Ohnehin muss der Gesprächspartner nach dem Abnehmen zunächst per Tastendruck bestätigen, dass seine Kamera aktiviert werden soll.

Teurer Spaß

Einziger Wermutstropfen: Der Preis. Zur Wahl stehen mehrere Tarif modelle. Beim vermeintlich günstigsten zahlt der Kunde fürs Ojo nur einen Euro, dafür monatlich knapp 25 Euro. Zahlen Sie einmalig 199 Euro, kommen Sie monatlich mit knapp 15 Euro weg, was immer noch teuer ist.

Denn die Übertragung erfolgt per Internet, für den Anbieter entstehen also außer für den Server keine Übertragungskosten. Dabei kann der Kunde nicht einmal ins Festnetz telefonieren, sodass auch eine günstige Telefonie-Flatrate für Anrufe ins deutsche Festnetz oder in andere Länder von vornherein flachfällt.

Weiterer Nachteil: Gespräche zu anderen Videotelefondiensten wie etwa den getesteten Messengern sind derzeit nicht möglich, nur Anrufe von Ojo zu Ojo. Trotzdem: Wen der Preis nicht abschreckt, der bekommt eine qualitativ hochwertige Lösung, um mit den Lieben weltweit in Video-Kontakt zu bleiben. 



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