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11. Mai 2010
Ratgeber: Outdoor-Navigation mit dem Garmin Colorado 300 Bild vergrößern 486 486 http://img2.magnus.de/Garmin-Colorado-300-r486x486-C-9c3db96f-14514549.jpg

Ratgeber

Outdoor-Navigation mit dem Garmin Colorado 300

Abenteurer, aufgepasst: Das Outdoor-Navi Garmin Colorado 300 kennt sich im Gelände bestens aus.

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Sie finden jedes Dorf, jede Straße, fast jede noch so verwinkelte Gasse – mobile Naviga­tionssysteme sind so zuverlässig wie nie zuvor. Nur abseits des As­phal­ts ist es mit der Pracht in der Regel vorbei. Nicht so beim Garmin Colorado 300 (449 Euro): Ganz gleich, ob Sie segeln, wandern, ­radeln oder einfach nur Auto fah­ren wollen – das Garmin soll in jeder Situation den Weg weisen. So viel Begabung wirft die Frage auf, ob das Gerät zwar von allem etwas, aber nichts richtig kann – oder ob es einen ­guten Kompromiss darstellt.

Nichts für Stubenhocker

Landschaft in 3-D
Bild vergrößern 274 450 http://img2.magnus.de/Landschaft-in-3-D-r274x450-C-af2452cf-21610973.jpg Das hochauflösende Display zeigt die Landschaft in 3-D.

Das hochauflösende Display zeigt die Landschaft in 3-D.

Schon auf den ersten Blick erkennt man das Colorado 300 als echtes Outdoorgerät – dafür sorgen die GPS-Antenne und die Gummi-Ummantelung. Das schlichte Gehäuse in den Farben Schwarz und Silber besteht hauptsächlich aus Plastik, Gummi und Aluminium. Prima ist das mit 240 x 400 Pixeln hochauflösende Farbdisplay, das mit seiner Diagonalen von 7,6 Zentimetern nahezu die gesamte Vorderseite einnimmt. An­sonsten wird das Gerät fast vollständig von dem erwähnten Gummipanzer gegen Wind und Wetter geschützt. Clever: An der Rückseite findet sich eine Aluminiumschiene, an der sich zum Beipsiel eine Fahrradhalterung oder der mitgelieferte Karabinerhaken anbringen lassen. Und nach Garmin-Angaben ist der Naturbursche nicht nur ­wasserdicht, sondern erfüllt sogar den zweithöchsten Water­proof-Standard IPX-7 (eine halbe Stunde ­einen Meter ­unter Wasser).

Bedienung per „Rock’n’Roller“

Hauptmenü
Bild vergrößern 270 450 http://img1.magnus.de/Hauptmen--r270x450-C-d74182b8-21610970.jpg Das übersichtliche Hauptmenü des Colorado 300.

Das übersichtliche Hauptmenü des Colorado 300.

Gesteuert wird der Offroader über drei Knöpfe und den sogenannten Rock’n’Roller, ein iDrive-artiges Gummidrehrad. Damit kann der User sämtliche Menüpunkte auswählen, Navigationsziele eingeben, den Zoom bedienen oder auf der Karte hin- und herscrollen.Über die Knöpfe auf der Vorderseite gelangt man in die Optionen der angewählten Funktion oder ­zurück ins Hauptmenü. Praktisch: Mit der Schnelltastenbelegung lassen sich die belieb­testen Funk­tionen direkt anwählen. Ebenfalls lobenswert ist die Menüführung, denn selbst ohne Erfahrung findet man sich sofort zurecht. Die Icons erklären sich allesamt von selbst, ein Blick in die leider nur auf CD mitgelieferte Anleitung bleibt einem meistens erspart. 

MapSource liegt bei

Auch beim Erkunden der Menüstruktur bemerkt man schnell, dass das Garmin kein reines Auto-Navigationssystem ist, sondern viele Outdoor-Funktionen bietet. Neben den üblichen Navigationsfunk­tionen wie POI-Suche oder Adress­eingabe existiert eine Vielzahl ­weiterer Möglichkeiten. Die Tracking-Funktion etwa zeichnet alle Bewegungsvorgänge auf dem 384 Megabyte großen internen Speicher auf. Hat man am Wochenende eine besonders schöne Wanderroute entdeckt, kann man die aufgezeichnete Strecke über die im Lieferumfang enthaltene Software MapSource via USB-Anschluss auf dem Computer ablegen. Will man einen Track an einen Bekannten senden, sichert man ihn einfach im GPS-Austauschformat GPX ab. Im Lieferumfang ist leider nur die detailarme Europa-Basiskarte enthalten, mit der sich die umfangreichen Funktionen des Pakets nicht ausschöpfen lassen. Für 600 Euro darf man da mehr erwarten.

Karten für den ganzen Globus bietet Garmin auf SD-Card an, ­etwa den City Navigator Europe NT (209 Euro). Die Wanderkarten lassen sich darüber­legen und ermöglichen so eine flächendeckende Outdoor-Routenberechnung. Bei aktivierter Zielführung ist neben der üblichen Kartenansicht der Reisecomputer praktisch. Hier lassen sich Fahrtzeit, Tempo oder Zeit zum Ziel sich auf ­einen Blick ablesen – im Modus ­Auto oder im Modus Freizeit. Zur Bestückung der Einzelfelder stehen über 40 Reiseinformationen zur Wahl. Die Karte lässt sich in fünf ­Detailstufen einstellen, auf Wunsch wird das Ganze auch noch in schicker 3-D-Optik auf dem hoch­auflösenden Display serviert – ­Höhenangaben inklusive. Leider lässt sich nur der Freizeitmodus nach Belieben anpassen.

Kennt jeden Waldweg

Um die Navigationsfähigkeiten des Colorado 300 zu testen, haben wir verschiedene Geocaching-Routen auf das Gerät geladen und abgewandert. Tatsächlich kannte das Garmin fast jeden Waldweg und lotste die Tester zuverlässig bis zu den gesuchten Schätzen. Auch im Stadtbereich, insbe­sondere in fremder Umgebung, ist ­diese Navigation eine große Hilfe, wenngleich die vielen Straßen und S-Bahnschienen den Überblick ­etwas erschweren. Weniger erfreulich verlief leider der Test im Auto: Ein Stromanschluss fehlt, und die geringe Batterielaufzeit von knapp drei Stunden sowie das kleine Display ohne Touchscreen-Funktion schrän­ken die Verwendbarkeit des Colorado 300 hier deutlich ein. ­Zudem besitzt das Garmin keine Sprachausgabe, sondern piepst vor Kreuzungen lediglich.

Fazit

Unternehmungslustige können sich mit dem Garmin Colorado 300 so richtig austoben. Das hochauflösende Display, die unzähligen Funk­tionen, eine hervorragende Bedienbarkeit sowie das robuste ­Gehäuse machen das Navi zum perfekten Begleiter für Radfahrer und Wanderer (Geocaching!), aber auch für Städtereisende. Der Sprung ins Auto hingegen gelingt dem Colorado nur teil­weise, hier fällt vor allem die fehlende Sprach­ausgabe negativ ins ­Gewicht. Das Batterieporblem hat der Hersteller mittlerweile mit einem Update behoben

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