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Hörtest 2: Kombinationen hören

Klipsch RF 7 II

© Klipsch

Die Klipsch RF-7 II benötigt nur wenig Leistung, aber umso mehr Pegelstabilität wegen ihrer schwankenden Impedanz (3,4 bis 42 Ohm). Am Ayon drohen Verfärbungen, am Unison sind diese im akzeptablen Bereich.

Steht alles bereit, kann man die ersten Testdurchgänge wagen. Vor der subjektiven Beurteilung der Klangqualität empfiehlt es sich zunächst, die technischen Limits per Hörtest zu überprüfen. Das heißt: etwas lauter bzw. so leise wie möglich zu hören und Musikstücke zu verwenden, die besonders anspruchsvolle dynamische Wechsel, schwer wiederzugebende Impulsspitzen oder extrem tiefe, energiereiche Bässe enthalten.

Die stereoplay-CDs "Perfektes Timing" und "Ultimate Tunes 2" haben sich hier als zuverlässige Referenzen erwiesen. Mit ihnen lässt sich schnell feststellen, ob bestimmte Bassimpulse den Verstärker über die Klirrgrenze treiben oder ob bei bestimmten Tonhöhen eine Box mehr Strom vom Röhren-Amp zieht, als dieser liefern kann.

Achten Sie hierbei vor allem auf den Mitteltonbereich und dessen Klarheit: Verzerrt ein Klavier immer dann, wenn die Bassdrum oder der Kontrabass einen besonders markanten Impuls setzt? Dann haben wir es mit Intermodulationsverzerrungen zu tun, die einen Hinweis auf eine allgemein überforderte Verstärker-Lautsprecher-Kombination - insbesondere bei schmalbandigen Impedanzminima der Box - geben.

Wenn im Grenzbereich alles in Ordnung ist, empfehlen sich eine Hörpause, um das Gehör wiederum zurückzusetzen, und anschließend ein längerer Durchgang mit möglichst vielen verschiedenen Musikrichtungen, die das ganze Spektrum des zukünftigen Besitzers abdecken. Sample-Längen zwischen dem Umschalten oder Umstecken von 30 bis 90 Sekunden haben sich bewährt, da sich das Gehör nach diesem Zeitraum gut auf eine Aufnahme "eingehört" hat und dann, entweder fortgesetzt an derselben Stelle oder wiederum mit demselben Track vom Anfang begonnen, Unterschiede besonders gut bemerkt, ohne vom längeren Hörgeschehen derselben Kombination "eingelullt" zu werden.

Hilfreich ist es hierbei immer wieder, sich kurze Notizen zu machen und diese später durch ein abermaliges Hören der besonders aussagekräftigen Stücke zu überprüfen, ohne dass man die genauen Bewertungen vorher noch einmal durchliest. Das gilt vor allem für die schwierig zu objektivierenden Qualitäten eines Verstärkers: zum Beispiel, ob er komplexe Klanggeschehen mit letzter Auflösung und Transparenz darstellt, wie sauber er Stimmen einbindet oder wie er sich feindynamisch verhält: ob er sich ändernde Lautstärke-Schattierungen exakt, übertrieben oder eher undynamisch wiedergibt.

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