Firmenporträt

Permanenter Netzausbau

Da der Erfolg als Content-Anbieter seinerzeit eher bescheiden ausfiel, konzentriert sich der Marktführer nun auf sein Kerngeschäft: Sprache, Daten und mobile Inhalte diverser Dienstleister zu übertragen. Dass die Netzqualität im hart umkämpften Markt ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist, ist klar. Wie rüstet sich die Telekom-Tochter also für die Zukunft?

Firmenporträt T-Mobile

© Archiv

netzabdeckung von t-mobile: stand heute 99 prozent der deutschen bevölkerung

Heute bietet T-Mobile im gesamten UMTS-Netz HSDPA mit bis zu 3,6 Mbit/s an und versorgt damit mehr als 1000 Städte und Gemeinden. Mit der Aufrüstung von HSDPA auf 7,2 Mbit/s haben die Bonner im letzten Sommer begonnen und stellen diese Bandbreite inzwischen an mehr als 700 Standorten mit besonders hoher Nutzungsfrequenz wie Flughäfen oder Messen zur Verfügung.

In diesem Jahr wird der Ausbau bedarfsgerecht fortgesetzt. Darüber hinaus wurde im Frühsommer 2008 das gesamte UMTS-Netz mit HSUPA ausgerüstet. HSUPA bringt die Upload-Geschwindigkeit auf Trab: So lassen sich Bilder, Grafiken oder große Präsentationen mit bis zu 1,45 Mbit/s mobil versenden - da müssen selbst die meisten DSL-Anschlüsse passen.

EDGE, WLAN - und jetzt 4G

Ebenfalls wichtig: Außerhalb der Ballungsräume bietet der D-Netz-Riese als einziger Anbieter nahezu flächendeckend EDGE an, was bis zu vierfache ISDN-Geschwindigkeit ermöglicht. Auch in Sachen WLAN sind die Bonner fleißig unterwegs und können sich mit der größten WLAN-Dichte rühmen: Über 8000 Hotspots betreibt T-Mobile in Deutschland, weltweit sind es über 40 000. Fürs mobile Internet ist T-Mobile also bestens gerüstet.

Auch in Sachen Roaming ist man äußerst aktiv: So hat T-Mobile fast 320 Roaming-Partner unter Vertrag und ermöglicht damit seinen Kunden, ihre Handys weltweit in 130 Regionen zu nutzen. Darüber hinaus bieten auch die meisten Tochter- und Beteiligungs-Gesellschaften im Ausland UMTS an. Bis Ende 2008 plant T-Mobile USA, HSDPA in den wichtigsten Ballungszentren der USA auszubauen.

Und die nächste Generation an Mobilfunktechnik steht vor der Tür: T-Mobile-Deutschland-Chef Philipp Humm will den Rollout-Plan für das Netz 4G (NGMN, Next Generation Mobile Network), das Daten mit bis zu 150 Mbit/s übertragen soll, zügig angehen.

LTE, Long Term Evolution, und Femtozellen heißen die Stichworte, die bei den Netzplanern derzeit ganz oben auf der Agenda stehen. Das Netz der Zukunft soll so innovative Anwendungen wie mobiles HDTV, HD Video oder Multimedia-Telefonie ermöglichen.

Auch bei Hardware wegweisend

Firmenporträt T-Mobile

© fotos: t-mobile

bei der hardware immer vorne: das iphone und das android-handy sicherte sich t-mobile exklusiv

Doch auch in Sachen Hardware ist T-Mobile wegweisend: Im August 2002 brachten die Bonner den ersten MDA in ihre Shops. Und etablierten auch damit eine Erfolgsstory: Die von HTC gefertigten Geräte hat heute nicht nur T-Mobile in vielfältigen Varianten im Programm, sondern jeder der vier Netzbetreiber.

Den größten Coup landete der D-Netz-Mogul aber mit seiner Kooperation mit Apple: T-Mobile sicherte sich in Deutschland den Exklusivvertrieb für das Kulthandy schlechthin - das iPhone. Das brachte Rivale Vodafone so sehr auf die Palme, dass die Düsseldorfer den Deal per einstweiliger Verfügung stoppen ließen, vor Gericht aber unterlagen.

Darüber hinaus bietet der D-Netz-Betreiber 40 Handys mit seinem Web'n'walk-Browser an und will im Privatkunden-Segment den Blackberry pushen. Innovativ und zukunftsweisend ist auch diese Kooperation: Im September brachten die Bonner zusammen mit Google und HTC das erste Android-Handy auf den amerikanischen Markt, das bei T-Mobile USA für 179 Dollar erhältlich ist und im 1. Quartal 2009 nach Europa kommen soll.

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