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Häufige Fragen zum Thema Vinyl

Plattenspieler FAQ: Vinyl für Einsteiger

Ein Plattenspieler ist kein Hexenwerk, sondern ein kultiges Hobby mit durchschaubarer Mechanik, aber höchstem Klangpotenzial. Auch totale Newcomer müssen deshalb keine Berührungsängste haben. Wir beantworten die häufigsten Fragen zum Thema Vinyl.

Plattenspieler

© jamiga • images - Fotolia.com

stereoplay beantwortet häufige Fragen rund um Vinyl und Plattenspieler.

Wo stelle ich meinen Plattenspieler auf? 

Es leuchtet sicher jedem ein, dass das nur Mikrometer kleine Universum von Nadel und Schallplattenrille möglichst ungestört bleiben sollte. Genau aus diesem Grund sind Schwergewichtskonzepte bei Laufwerks-Designern sehr beliebt, sollte ein guter Dreher seinem Job doch mit dem Beharrungsvermögen eines nassen Sacks Zement nachgehen. Luftschall (etwa von Lautsprechern) oder Vibrationen (vom Antriebsmotor oder ebenfalls durch Lautsprecher oder gar Subwoofer ausgelöst) sind Gift für einen präzisen Abtastvorgang. 

Einen Plattenspieler deshalb gleich in einen angrenzenden Raum zu verbannen, ist die konsequenteste und gleichzeitig wohl unbeliebteste und unpraktischste Lösung. Zumal der Vinyl-Freak seinen „Altar“ ja im Betrieb auch sehen möchte.​

Die Faustregel lautet deshalb: raus aus dem Schallfeld der Lautsprecher. In der Folge landet man also möglichst weit weg von den Boxen und sollte bei der Verwendung eines Plattenspielers auf die beliebte, aber auch akustisch völlig falsche Platzierung der Anlage auf einem Rack zwischen beiden Lautsprechern verzichten.

Besser ist bereits die Wand gegenüber der Boxen-Ebene, hinter dem Hörplatz oder ein ruhiges Eckchen seitlich an der Wand. Längere Lautsprecherkabel richten klanglich keinen Schaden an, ein Plattenspieler, der „rappelt“, dagegen schon. 

Worauf stelle ich meinen Plattenspieler? 

Logisch: Wer möglichst viel Ruhe benötigt, der stellt ihn am besten auf einen Bleiklotz. Den verkörpert vielleicht schon ein wohl gefülltes Plattenregal oder ein clever designtes Rack, das bestimmt nicht wackelt, schaukelt oder gar mit klirrenden Glasböden versehen ist. Ein dickes Multiplexbrett, vom Profi sicher an die Wand gedübelt, tut es auch, sofern es sich nicht um eine mitschwingende Gipskarton- Trennwand handelt. 

Der Zubehörmarkt bietet eine große Auswahl plattenspielertauglicher Racks. Aber bedenken Sie, dass dicke Verstärker mit dicken Netztrafos nicht in die unmittelbare Nähe eines Plattenspielers gehören. Vor allem MC-Abtaster und die Tonarm- Verkabelung sind empfindlich gegen Brumm-Einstreuungen. 

Ein stabiler Tisch oder ein schweres Sideboard erfüllt ebenfalls den Zweck. Der Fantasie und den Eingebungen versierter Heimwerker sind letztlich wenig Grenzen gesetzt – Hauptsache, stabil.

Einen Tipp sollten Sie beherzigen: In Kniehöhe ist ein Plattenspieler unpraktisch und eine Qual für den Rücken. In Hüfthöhe passt es besser, noch höher ist aber wieder unpraktisch, weil man kaum noch bequem am Laufwerk arbeiten kann; schließlich wollen Sie vielleicht mal einen anderen Tonabnehmer einbauen...

Plattenspieler justiere

© Hersteller

Um den Plattenspieler gerade auszurichten, wird eine kleine Dosenlibelle verwendet.

Wie stelle ich meinen Plattenspieler auf? 

Ein Plattenteller, der sich völlig gleichmäßig drehen soll, ein Tonarm, der einen Kreisausschnitt abfährt und dabei mit nur rund 20 Milli-Newton auf die Nadel drückt, eine Plattenrille, deren Auslenkungen im Mikrometerbereich liegen. Kein Wunder, dass der Plattenspieler erst mal gerade stehen sollte: „im Wasser“, wie es so schön heißt. Und das möglichst präzise, wobei das Eigengewicht einer großen Wasserwaage manches Laufwerk wieder in die Federknie drücken würde.

Deshalb nutzt man vorwiegend leichte Dosenlibellen, die bei abgenommenen Plattenteller-Auflagen direkt auf dem Alu- oder Kunststoff-Teller und/oder auf dem Chassis platziert werden. Drei verstellbare Füße unter dem Laufwerk sind nützlich, ansonsten verwendet man harte Unterlagen. 

Unser Tipp: Auch das Rack und der Tisch sollten schon präzise horizontal stehen. Den Plattenspieler stellen wir mithilfe der Libelle akkurat ins Wasser; falls ein „Plattenbeschwerer“ dabei ist, mit diesem, und auch das Gegengewicht des Tonarms, das ja unsere Justage verfälschen könnte, sollte schon aufgeschoben sein.

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