Ratgeber

Praxistest Medion GoPal X4345

Keine Frage: Medions neuer Porti X4345 sieht schick aus. Nicht zuletzt wegen des schwarzchromen Rahmens, der das 4,7 Zoll große Display umrandet. Am rechten Gehäuserand befindet sich ein Fingerabdrucksensor, der den hübschen Lotsen vor Langfingern schützen soll.

Medion GoPal X4345

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Medion GoPal X4345

Keine Frage: Medions neuer Porti X4345 sieht schick aus. Nicht zuletzt wegen des schwarzchromen Rahmens, der das 4,7 Zoll große Display umrandet. Am rechten Gehäuserand befindet sich ein Fingerabdrucksensor, der den hübschen Lotsen vor Langfingern schützen soll.

Auch im neuen Medion X4345 werkelt die aktuelle Go Pal Software 5.5. Bereits kurz nach dem Start zeigt sich, dass das Interface deutlich schneller auf unsere Eingaben auf dem Touchscreen reagiert, als beispielsweise das mit Live Funktion gesegnete Medion Go Pal P4635 . Das Medion X4345 besitzt zwar keine Live Funktionen, wie die Zieleingabe über google oder einen Online-Wetterdienst, dafür wartet es mit allerlei nützlichen Komfortbeigaben, wie beispielsweise einem GPSPro-Empfänger auf. Hierbei handelt es sich um einen GPS-Empfänger mit zusätzlichem Beschleunigungssensor, der sämtliche Richtungsänderungen und Bewegungen registriert. So läuft die Navigation auch bei Tunneldurchfahrten ohne GPS-Empfang weiter. Ebenfalls neu ist das Sicherheitsfeature "Street Expert". Diese Funktion warnt den Fahrer vor scharfen Kurven oder Steigungen und zeigt die entsprechenden Verkehrszeichen auf der Kartenansicht an.

Der "Easy Mode" für Einsteiger

Für Einsteiger bietet das Medion X4345 auch einen "Easy Mode". Ist letzterer aktiviert, nimmt der Einstellungsumfang zugunsten der Übersichtlichkeit merklich ab. So fehlt beispielsweise der Shortcut zu den Einstellungen im unteren Navigationsbalken und auch die Zieleingabe präsentiert sich ein wenig übersichtlicher. Anstelle des umfangreichen Einstellungsmenüs wird man im Easy Mode Schritt für Schritt durch die wichtigsten Einstellungen geführt. Allerdings könnte, abgesehen vom vereinfachten Interface, auch das Standard-Interface ein wenig mehr Übersicht vertragen. Die Einstellungen und Optionen sind teilweise etwas versteckt und die Zuordnung ist nicht immer hundertprozentig schlüssig geraten. So ist das "Extras"-Menü beispielsweise mit einem Musiknoten-Logo gekennzeichnet und ausgerechnet hier findet man nach etwas Sucherei den einfachen Modus. Im "Extras"-Menü findet sich auch ein "Contact Manager" mit dem sich Kontakte einpflegen und später als Ziel verwenden lassen sowie ein Reiseführer von Polyglott.

Sinnvolle Basics

Erfreulich beim neuen Medion Go Pal X4345 ist, dass neben all den Komfortbeigaben auch die Basis-Funktionen nicht zu kurz kommen. Die Zieleingabe erfolgt dank Buchstabenausblendung und kurzer Reaktionszeit sehr zügig, die Kartenansicht ist kontrastreich und gut ablesbar. Nur bei Sonneneinstrahlung neigt das Display trotz guter Beleuchtung noch immer zum Spiegeln. Bei wichtigen Kreuzungen und Abzweigungen erleichtert eine Darstellung mit Verkehrsschildern für Orientierung. Wichtige Gebäude werden in 3-D dargestellt, allerdings dürften diese gerne ein wenig größer sein, bei geringerer Zoomstufe sind sie etwas undeutlich zu erkennen. Die Kartenansicht bietet zudem auf der rechten Seite ein kleines Zusatzfenster auf dem wahlweise Richtungspfeile oder die umliegenden POIs dargstellt werden.

Vor Staus warnt die integrierte TMC-Funktion. Neben TMC hilft die auch "Clever Routes" lästige Staus zu umfahren. Clever Routes bezieht historischen Verkehrsdaten tages- und zeitabhängig in die Routenberechnung ein. Insgesamt hinterlässt das Medion X4345 einen überaus positiven Gesamteindruck.

Fazit

Wer ein komfortables Navi sucht und dabei auf Live-Dienste unterwegs verzichten kann, findet mit dem neuen Medion GoPal X4345 mit Sicherheit einen passenden Lotsen. Der Neuling wird ab Juli für voraussichtlich 280 Euro zu haben sein. Auch eine Version mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung wird es geben - das Medion GoPal X4545. Dessen Preis steht noch nicht fest.

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