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Ratgeber: Online-Speicher

Vor gut einem Jahr hat connect den 1&1-Homerserver getestet, der mittlerweile Homeserver+ heißt. Dabei handelt es sich um eine AVM FritzBox Fon WLAN 7270, die in erster Linie als DSL-Modem und WLAN-Router arbeitet, aber auch eine Telefonanlage eingebaut hat.

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So sieht Fortschritt aus: 1&1 hat seinen Homeserver endlich mit dem Online-Speicher verbunden.

Weitere Besonderheit: An der Rückseite findet sich ein USB-2.0-Anschluss, an den sich Festplatten oder USB-Sticks andocken lassen, deren Speicherplatz dann allen Nutzern im Netzwerk zur Verfügung steht.

Weitere Besonderheit: Wer bei 1&1 einen HomeNet-DSL-Tarif bucht, bekommt ein Terabyte Speicher im Rechenzentrum von 1&1 dazu. Das hat natürlich Vorteile, denn so kann man auch von unterwegs auf die Daten zugreifen, zudem sind die wertvollen Bits und Bytes sicher gelagert.

Dennoch gab es genau an dieser Stelle im letzten Jahr Kritik, denn Homeserver-Hardware und Netzspeicher waren nicht miteinander verbunden. Hochladen konnte man Dateien ins 1&1-Rechenzentrum nur über ein spezielles Programm am PC oder über einen direkten WebDAV-Zugang - und dazu hätte es keines Homeservers bedurft. Doch nun haben AVM und 1&1 die Sache weiterentwickelt und den Homeserver durch Soft- und Firmware intelligent mit dem Onlinespeicher verheiratet.

Datentransfer im Hintergrund

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Die Daten wandern vom Rechner auf den USB-Stick und dann zum Online-Speicher im 1&1-Rechenzentrum.

So sieht der Nutzer im Explorer auf seinem PC jetzt ein weiteres Laufwerk - den Onlinespeicher. Damit kann er einfach Dateien per Drag and drop auf das Laufwerk schieben oder löschen sowie Ordner anlegen. Das Handling klappt so einfach, als ob es sich beim Onlinespeicher um eine lokale Platte handeln würde.

Das klingt zunächst nach nichts Besonderem - ist es aber. Denn wenn man am Homeserver eine USB-Festplatte oder einen Speicherstick installiert hat, werden Uploads darauf erst einmal zwischengespeichert und von diesem Medium aus im Hintergrund auf den Onlinespeicher übertragen. Wozu das gut sein soll? Ganz einfach: Weil die Upload-Geschwindigkeit eines herkömmlichen DSL-Anschlusses nicht besonders hoch ist, kann es schon mal mehrere Stunden dauern, bis ein Musikarchiv auf den Onlinespeicher geladen ist.

Bei der Homeserver-Lösung erfolgt der Upload im Hintergrund, während der Rechner schon lange ausgeschaltet ist. Eine clevere Lösung, zumal sich der Upload auch von der täglichen DSL-Zwangstrennung nicht aus der Ruhe bringen lässt - wird der Upload einer Datei durch die Zwangstrennung unterbrochen, setzt er nach der erneuten Verbindung nahtlos wieder ein. Nur wenn die hochzuladende Datei größer ist als das Volumen, das theoretisch täglich durch die DSL-Leitung passt, bricht der Upload bei der Zwangstrennung ab. An einer Lösung hierfür wird aber seitens AVM und 1&1 bereits gearbeitet. Auch in umgekehrter Richtung funktioniert das Ganze übrigens: Sie können den Onlinespeicher auch als Quelle für Streaming-Clients nutzen und so Musik direkt vom Onlinespeicher auf die Stereoanlage im Wohnzimmer übertragen. Das klappt aber nur, wenn Sie die Dateien vorher über den Homeserver hochgeladen haben, nicht jedoch, wenn die Dateien von unterwegs via WebDAV auf den Speicher geschoben wurden. Auch diese Einschränkung soll demnächst der Vergangenheit angehören. Hoffentlich auch die Tatsache, dass Dateinamen im 1&1-Onlinespeicher bestimmte Sonderzeichen wie "&" generell nicht enthalten dürfen. Hier hilft im Moment nur die Umbenennung oder das Verpacken in eine zip-Datei ohne die entsprechenden Sonderzeichen im Namen.

Der Installationsclient richtet's

Das klingt alles recht komfortabel, aber nach einer Konfigurationsorgie? Mitnichten: Hierfür hat 1&1 eigens ein Stück Software entwickelt, die der Kunde kostenlos herunterladen kann. Nach der Installation des HomeNet-Client nimmt dieser den Kunden bei der Hand und geht mit ihm Stück für Stück die Einrichtung durch. Dabei handelt es sich aber nicht um einen banalen Hilfetext, sondern um eine interaktive Software, die die entsprechenden Einstellungen wie das Einrichten des Netzlaufwerks im Explorer oder die Adressbuchsynchronisation sowohl auf der Box als auch am PC selbst vornimmt.

Mit ihrem Homeserver und der Verbindung zum Onlinespeicher haben die Produktmanager von 1&1 und AVM die Vision vom vernetzten Heim imposant weiterentwickelt und sind derzeit führend im Markt. Onlinespeicher gibt's aber nicht nur bei 1&1, viele Lösungen sind auch unabhängig vom DSL-Provider.

Was es hier an Angeboten gibt und was es dabei zu beachten gilt, erfahren Sie hier .

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