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Reportage: 4G/LTE-Swap in Interlaken

Was passiert eigentlich genau, wenn eine Mobilfunk-Basisstation modernisiert wird? connect war bei einem solchen "Swap" in Interlaken vor Ort mit dabei.

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© Hannes Rügheimer

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Mitten im Zentrum von Interlaken, 10 Uhr morgens. Hier treffen wir uns mit Swisscom und dem "Swap-Team". Die beiden Techniker haben in den nächsten Stunden die Aufgabe, die auf dem Dach eines Gebäudes installierte Basisstation zu modernisieren.

Dazu müssen die beiden Schaltschränke, die bislang die Technik für GSM (2G) und UMTS/HSPA (3G) enthielten gegen modernere Nachfolger ausgewechselt werden. Die neuen Schränke werden dann 2G, 3G inklusive HSPA+ und 4G/ LTE gleichermassen unterstützen.

Jeder Handgriff sitzt

Aufs Dach geht's durch das Fenster eines Abstellraums - und hier beginnen die beiden Mitarbeitenden der von Swisscom beauftragten Spezialfirma sofort mit ihren Vorbereitungen. Dazu schalten sie zunächst einmal die gesamte Funktechnik in den beiden Schaltschränken aus. Denn in diesem Fall soll die komplette Installation auf dem Dach modernisiert werden - in anderen Fällen erfolgt der Austausch auch schrittweise, dann bleibt zum Beispiel das 2G-Netz aktiv, während die 3G-Komponenten gegen 3G plus 4G getauscht werden.

Die Kunden werden den kurzen Ausfall auf keinen Fall spüren, denn in der Zwischenzeit übernehmen die Nachbarzellen die Versorgung. Und die Ausfallzeit der betroffenen Zelle möglichst kurz zu halten, ist ein wichtiges Ziel der Operation. Der Ablauf ist auf Effizienz getrimmt. 

Ausfallzeit möglichst kurz, Helikoptereinsatz nur ein paar Minuten - der Ablauf ist auf Effizienz getrimmt.

So sitzt denn auch jeder Handgriff, wenn die beiden die dicken Antennenkabel lösen und die Glasfaserzuleitungen abklemmen, mit denen die Basisstation ans Netz angebunden ist. Zwei hauchdünne gelbe Kabel führen ein Gigabit pro Sekunde zu und ab - den gesamten Datenverkehr aller Sprach- und Internet-Verbindungen dieser Funkzelle.

Den Rack-Tausch erledigt ein Helikopter

Kaum eine Stunde später, und alle Kabel sind gelöst, die Verankerungen der beiden Serverschränke abgeschraubt. Zwischenzeitlich ist hinter dem Gebäude ein Lastwagen vorgefahren. Er enthält die neue Technik - zwei von Ericsson gelieferte Racks, die alle bisherigen Komponenten der Mobilfunkbasis ersetzen werden. Per Hubwagen transportiert die Lkw-Besatzung zwei grosse, schwere Kartons auf den Parkplatz hinter dem Haus.

Es handelt sich um je ein Rack in einfacher und eines in doppelter Breite - fertig konfiguriert für ihren neuen Einsatz. Mit dem Wetter hatte das Team Glück - noch am Vortag regnete es in Strömen, doch heute strahlt die Sonne vom Himmel. Bei starkem Regen wäre die Arbeit an offenen Outdoor-Racks unmöglich gewesen. 

Und noch ein anderer Grund wird nun deutlich, warum Swisscom sich für heute Sonne ersehnte: Aus der Ferne hört man das Knattern eines Hubschraubers, der sich schnell dem Haus nähert. Den phyischen Tausch der Racks erledigt heute die Firma Swisshelicopter. Doch der Einsatz des Fluggeräts dauert nur wenige Minuten: die beiden alten Racks wurden vom Dach auf den Parkplatz bugsiert, dazwischen fliegt eine Palette mit Montagematerial aufs Dach.

Ablauf der Modernisierung

Bildergalerie

Mobilfunkbasis
Galerie
Vor-Ort-Termin

Aufs Dach gestiegen: Auf dem Dach dieses Gebäudes in Interlaken befindet sich eine Mobilfunkbasis von Swisscom.

Und schon verschwindet der Helikopter wieder in der Ferne. Zurückkehren wird er nach der Mittagspause - auch wegen Lärmschutzvorschriften. Die Zwischenzeit nutzt das Team, um alles für die Installation der beiden neuen Racks vorzubereiten.

Genauso schnell wieder angeschlossen

Pünktlich um 13.30 Uhr ist der Helikopter wieder da und transportiert nun die beiden neuen Schaltschränke aufs Dach. Der grössere enthält die Technik für GSM auf 900 und UMTS auf 2100 MHz, der kleinere die für GSM und 4G/LTE auf 1800 MHz. Wieder beweist das Team Routine:

Nach wenigen Minuten sind die Racks auf ihren Schallschutzmuffen festgeschraubt, und der Wiederanschluss an die Antennenkabel beginnt. Auch dies dauert nicht mal eine Stunde. Dann der Anruf in der Zentrale: Die Station kann wieder ans Netz. Kurz darauf arbeitet die Basis wieder - mit nagelneuer Technik.

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