Pünktlich zum Marktstart des neuen iPads haben viele App-Anbieter Updates veröffentlicht, die ihre Software fit machen für die superscharfe Auflösung von 2048 x 1536 Pixel. Wir stellen die neuen Retina-Apps vor.
Die iPad-Apps sind gar nicht dafür programmiert, so viele Pixel darzustellen. Aber Apple hat vorgesorgt: Das Betriebssystem skaliert sie automatisch hoch, sodass sie auch auf dem neuen Tablet das gesamte Display ausfüllen. Für Entwickler gibt es trotzdem keinen Grund, sich zurückzulehnen, denn die hohe Retina-Auflösung macht natürlich nur Sinn, wenn Apps die Vervierfachung der Pixel aktiv ausnutzen, etwa um feinere Schriften oder Icons darzustellen und mehr Inhalte anzuzeigen.
Spiele-Entwickler können die höhere Auflösung einsetzen, um etwa detailliertere Texturen und Lichteffekte auf das Display zu zaubern und die Grafik enorm zu verbessern. Die Ersten haben auch schon reagiert und entsprechende Updates für ihre Apps veröffentlicht. Spannend wird in diesem Zusammenhang die Frage, wie sich die hohe Auflösung des iPad zukünftig auf die Größe von Apps auswirkt. Vor allem Spiele sind jetzt bereits bis zu 1 Gigabyte mächtig – wer ein iPad mit nur 16 Gigabyte hat, kommt da schnell in Schwierigkeiten.
Aber bevor man darüber nachdenkt, sollte man sich zunächst einmal zurücklehnen und das brillante Display genießen. Die ersten passenden Apps haben wir hier zusammengetragen:
Namco gehörte zu den wenigen Entwicklerstudios, die bei der Präsentation des neuen iPad mit auf der Bühne stehen durften, um die neuen Möglichkeiten zu demonstrieren, die die Kombination aus hochauflösendem Retina-Display und Vierkern-Grafikchip bietet. Das tat man anhand des neuen Titels „Sky Gamblers: Air Supremacy“
Zum Preis von 4 Euro schlüpft der Spieler in die Rolle eines Kampfjet-Piloten und donnert über ein riesiges Gelände, um andere Flugzeuge oder gleich einen Flugzeugträger abzuschießen. Trotz beeindruckender Grafik mit hochauflösenden Texturen und mehr als 40 verschiedenen Jets ist das Spiel nur 360 Megabyte groß.
Die Rennsimulation Asphalt 6 genehmigt sich mit 860 Megabyte mehr als doppelt so viel Speicherplatz. Dafür kann man dann mit 42 Autos und Motorrädern durch beeindruckende 3D-Landschaften rasen.
Die Grafik auf dem neuen iPad ist wirklich beeindruckend: Echtzeitspiegelungen auf Fahrzeugoberflächen, Texturen mit Bump-Mapping und realistische Schattenwürfe sind nur einige der Leckerbissen, die Publisher Gameloft verspricht – aktuell für 79 Cent im App Store.
Der Knobel-Hit hat bereits 50 Millionen Spieler bei Facebook und 5 Millionen auf iPhone und iPad. Ob man mit dem PC oder dem mobilen Gerät spielt, ist egal – über den Facebook-Account werden die Spielstände automatisch synchronisert.
Es geht darum, innerhalb von 60 Sekunden so viele gleichfarbige Kristalle wie möglich abzuräumen. Man kann zwar auch alleine spielen, aber viel mehr Spaß macht dieses Social Game des Berliner Start-Ups Wooga, wenn man gegen seine Facebook-Freunde antritt.
Als das Science-Fiction-Epos Mitte 2011 veröffentlicht wurde, setzte es in puncto Grafik und Spieltiefe neue Maßstäbe für Tablets. Der Spieler schlüpft in die Rolle des Abenteurers Keith T. Maxwell und muss eine Galaxie voller Geheimnisse erkunden, um die Bedrohung durch eine aggressive Alien-Rasse abzuwenden.
Dabei kann man selbst entscheiden, ob man der Haupthandlung folgt oder lieber Handel treibt, Erze schürft und Nebenaufträge erledigt. Die Story dient nur als Anker für die Erforschung eines Universums, in dem der Spieler viele Freiheiten hat. Die virtuelle Welt ist gigantisch: mehr als 20 Sonnensysteme und 100 Weltraumstationen können mit 30 aufrüstbaren Raumschiffen angesteuert werden.
Für App-Verhältnisse ist der Preis allerdings ebenfalls gigantisch: 7,99 Euro kostet die HD-Version für das (Retina-)iPad.
Wir bleiben im Weltraum, aber diesmal nicht, um die Zeit mit einem Spiel tot zu schlagen, sondern um etwas über unser Sonnensystem zu lernen. Solar Walk HD ermöglicht einen virtuellen Spaziergang von der Sonne bis zum Neptun und sogar noch darüber hinaus.
Wenn man die Erde ansteuert, sind sogar die Bewegungsbahnen der wichtigsten Satelliten in Echtzeit markiert. Daneben gibt es natürlich zahlreiche Infos zum Planetenaufbau, zu Weltraummissionen und zur Entwicklung des Sonnensystems. Solar Walk ist für 2,39 im App Store erhältlich.
Flipboard ist eine personalisierte Zeitung, die ihr Layout automatisch aus den Nachrichtenquellen generiert, die der Nutzer angibt. Es reicht sogar, die App nur mit bestimmten Interessen zu füttern.
Alle Inhalte, vom kleinen Blog bis zu einer großen Publikation wie spiegel.de, werden in einem ansprechenden Layout aufbereitet und der Leser blättert in einem virtuellen Magazin, das nur die Artikel enthält, die ihn wirklich interessieren – ab sofort auch mit Retina-Unterstützung für das neue iPad.
Version 2.1, die vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde, haben die Macher extra an die hohe Retina-Auflösung des neuen iPad angepasst. Tweetbot kostet 2,39 Euro im App Store.
Version 1.0.3 kommt mit neuen hochauflösenden Texturen, die das Spiel noch beeindruckender aussehen lassen – natürlich nur, wenn man das neue iPad hat.
Aber das ist nur ein Vorgeschmack auf das nächste Highlight von Chair. Infinity Blade Dungeons wird speziell für den mächtigen Grafikchip des neuen iPad entwickelt...
Eines der besten 3D-Autorennspiele für das iPad sieht jetzt noch besser aus. Das Entwicklerstudio Firemint hat mit Version 1.13.00 auf das neue iPad reagiert.
Alle Texturen sehen noch detailreicher aus, die Kantenglättung wurde ebenfalls optimiert. Aber das ist noch nicht alles: Das Spiel kostet momentan nur 2,39 statt 3,99. Damit feiert Firemint die Ankunft des neuen Apple-Tablets.
Immer mehr Anbieter werden in den nächsten Tagen entsprechende Updates veröffentlichen. Wer das neue iPad hat, sollte in jedem Fall updaten – es lohnt sich!