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AVM Fritz! Media 8020
Set-Top-Box für Video-on-Demand von AMV
Mit der Fritz! Media 8020 steigt AVM in den Markt der Set-Top-Boxen ein und beamt die Inhalte von Video-on-Demand-Anbieter Maxdome via DSL auf den TV.
Middle1
Nicht immer ist Neues besser als das Althergebrachte. Doch Video on Demand bringt unbestritten eine Menge Vorteile: Der Kunde kann bequem am Fernseher einen Film auswählen und auf Knopfdruck bestellen. Der Weg zur Videothek entfällt, der Streifen kommt per Internet über eine sogenannte Set-Top-Box direkt auf die Mattscheibe.
Maxdome setzt auf AVM
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© Trotz Linux-Betriebssystem im Inneren hat es AVM geschafft, Microsofts Kopierschutz DRM10 einzubauen, mit dem Maxdome seine Filme rechtlich schützt.
© Trotz Linux-Betriebssystem im Inneren hat es AVM geschafft, Microsofts Kopierschutz DRM10 einzubauen, mit dem Maxdome seine Filme rechtlich schützt.
Ein Anbieter, der eine solche digitale Videothek betreibt, hört auf den Namen Maxdome und wurde von der ProSiebenSat1-Gruppe gegründet. Den Dienst kann man zwar auch auf dem PC nutzen, aber Filmegucken macht auf dem Fernseher einfach mehr Spaß. Darum hat Maxdome in Kooperation mit dem Internet-Anbieter 1&1 schon zu Beginn auf Set-Top-Boxen gesetzt, die das Videobild aus dem Netz auf den Fernseher bringen. Die ersten Geräte waren aber entweder sehr teuer oder qualitativ nicht die besten. Doch Abhilfe ist in Sicht, denn nun nimmt sich der durch seine Fritz! Boxen einschlägig bekannte Berliner TK-Spezialist AVM der Sache an und liefert mit der Fritz!Media 8020 ein vielversprechendes Gerät.
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Neben S-Video gibt die Box auch ein FBAS-Signal und analoge Audiosignale aus. Ans Netzwerk geht die Box per LAN oder 11g-WLAN.
Neben S-Video gibt die Box auch ein FBAS-Signal und analoge Audiosignale aus. Ans Netzwerk geht die Box per LAN oder 11g-WLAN.
Zumindest äußerlich kann die Set-Top-Box ihre Herkunft nicht verleugnen: Da meint man eine waschechte Fritz!Box aus dem Karton zu hieven. Eines Besseren wird man beim Blick auf die Anschlüsse auf der Rückseite belehrt: Neben einem LAN-Anschluss, der das Internetsignal vom Router bezieht, gibt's Videoausgänge in Form von S-Video und FBAS, mit denen das Signal auf den Fernseher kommt. Sie verstehen nur Bahnhof? Keine Sorge, in der Praxis bringen Sie die Chose ganz einfach zum Laufen, denn AVM liefert alle wichtigen Kabel farbcodiert mit: Der rote Stecker kommt in die rote Buchse, der weiße in die weiße, der gelbe in die gelbe. Auf der anderen Seite münden die drei Strippen in ein Scart-Kabel, das in den Fernseher gestöpselt wird, fertig - das kann wirklich jeder. Als erstes erscheint der Einrichtungsassistent der Fritz! Media 8020 auf dem TV-Bildschirm. Der fragt, ob man die Internet-Verbindung über Kabel oder drahtlos per WLAN herstellen will. Wer sich für die kabelgebundene Variante entscheidet, braucht gar nichts weiter zu tun, WLAN-Nutzer müssen nur noch den Schlüssel ihres Funknetzes eingeben. Auch bei der Bedienung setzt AVM auf Farbcodes. So ist beispielsweise der Menüpunkt "Übernehmen" grün hinterlegt - ein Druck auf den grünen Knopf der Fernbedienung genügt, um die Funktion auszulösen.
WLAN oder LAN? Egal!
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Den WLAN-Schlüssel kann man über die Fernbedienung eingeben. Dazu zeigt die Box eine virtuelle Tastatur. Eine Farbcodierung erleichtert die Bedienung.
Den WLAN-Schlüssel kann man über die Fernbedienung eingeben. Dazu zeigt die Box eine virtuelle Tastatur. Eine Farbcodierung erleichtert die Bedienung.
In Sachen Sicherheit setzt AVM auf den derzeit sicheren WPA-2-Standard. Auch sonst ist das Funknetz auf der Höhe der Zeit. Das beginnt mit einem Schalter auf der Rückseite, mit dem man den WLAN-Modus der Box per Knopfdruck ein- oder ausschalten und so unnötigen Elektrosmog vermeiden kann, und endet mit Quality-of-Service-Mechanismen. Schade ist nur, dass man das Funkmodul nicht wie bei den Fritz!Boxen per Zeitschalter steuern kann. Auch wäre ein eingebauter Repeater, der das WLAN-Signal für weiter entfernte Fernsehgeräte im Haus verstärken würde, keine schlechte Idee.
Unter der Haube geht ein Signalprozessor mit 600 MHz und integriertem Video-Coprozessor zu Werke. Und das im Betrieb recht sparsam: Hier verbrannte die Box gerade einmal 4,9 Watt. Umso enttäuschender ist der Verbrauch im Standby-Modus, der mit 3 Watt recht hoch ist. Für kurze Startzeiten sorgt der energieintensive Wartestand jedenfalls nicht: Rund 35 Sekunden vergehen, bis nach dem Einschalten der Set-Top-Box mit der Fernbedienung die Startseite von Maxdome auf dem TV erscheint. Nach dieser Hürde kann man in akzeptabler Geschwindigkeit durchs Maxdome-Menü streunen, trotzdem würde der Anbieter mit einer Zwischenspeicherung der Hauptseite sicher noch mehr Tempo herausschlagen - denn manchmal ist die Navigation recht zäh. Das liegt aber am Gesamtsystem und nicht an der Box.
Update bringt viele Neuerungen
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Per Firmware-update soll die Box künftig Funktionen wie Streamen von PC-Inhalten per UPnP beherrschen.
Per Firmware-update soll die Box künftig Funktionen wie Streamen von PC-Inhalten per UPnP beherrschen.
Unbedingt aktivieren sollte man in den erfreulich überschaubaren Einstellmöglichkeiten das Firmware-Update, das die Box auf Wunsch selbstständig durchführt - denn AVM ist bekannt dafür, seinen Produkten durch Updates neue Features beizubringen. So soll die Box mit einem für September geplanten Firmware-Update via UPnP-AV auch Inhalte vom heimischen PC - also Musik, Bilder oder Videos - auf den Fernseher bringen. Zudem soll die USB-2.0-Host-Schnittstelle auf der Vorderseite als Anschluss für Speichersticks oder USB-Festplatten fungieren. Und last but not least soll das Update die Box auch fit für Internetradio machen.
Seinen Hauptjob, nämlich die Darstellung des Maxdome-Angebotes, erledigt Fritz!Media auch heute schon mit Bravour: Egal ob über eine stabile WLAN-Verbindung oder über Kabel - stundenlange Spielfilme kamen im Test ohne Aussetzer auf den Schirm. Wobei die Bildqualität einerseits vom DSL-Anschluss abhängt, denn Maxdome schickt die Filme je nach DSL-Geschwindigkeit in unterschiedlicher Qualität auf die Reise, andererseits aber auch von der Komprimierung der Inhalte: So kam es im Test bei einigen Filmen vor, dass der Ton nicht synchron zu den Lippen der Darsteller war, woran Fritz!Media aber unschuldig ist. Leichte Kritik an der Ausstattung muss sich AVM dennoch gefallen lassen: So fehlen digitale Audioausgänge und die HDMI-Schnittstelle fürs künftige hochauflösende Fernsehen. Zu haben ist die Fritz!Media-Box derzeit exklusiv für Kunden des Maxdome-Partners 1&1 - für günstige 99 Euro.