Mobilfunk

"Sicherheitsregeln wie beim PC"

  1. Virenalarm auf dem Smartphone
  2. "Sicherheitsregeln wie beim PC"

Auf PCs gehört der Virenschutz längst zum Alltag. Wie sieht es mit Smartphones aus? Marco Preuß: Smartphones nähern sich immer mehr der Funktionalität klassischer PCs an. Auch die Cyberkriminellen übernehmen für die Erstellung mobiler Schädlinge die Methoden klassischer PC-Malware. Wenn man bedenkt, dass immer mehr sensible Aktionen wie Onlinebanking oder -shopping auf Smartphones und Tablets durchgeführt werden, sollten Smartphone-Nutzer dieselben Sicherheitsregeln wie auf ihrem PC beachten. Virenschutz auf dem Smartphone sollte alltäglich sein. Wie breitet sich Malware auf Smartphones aus? Preuß: Infizierte Apps im Marketplace sind ein Verbreitungsweg. Auch die Verbreitung über "re-bundled"-Apps wird häufig genutzt - das heißt, legale Apps werden mit Schädlingen infiziert über alternative App-Stores vertrieben. Schädlinge werden aber auch außerhalb von App-Stores verteilt, beispielsweise über Webseiten. 

Marco Preuß, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab

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Marco Preuß, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab

Gibt es Unterschiede in der Sicherheit der Smartphone-Betriebssysteme? Preuß: Weit über die Hälfte aller mobilen Schädlinge fällt derzeit auf Android, gefolgt von Java (J2ME) und Symbian. Für iOS gab es sogenannte Proof-of-Concepts, welche sich ausschließlich auf jailbroken iPhones verbreiten können. Für Windows Phone gibt es derzeit keine dedizierten Malware-Attacken. Dies lässt jedoch keine Rückschlüsse auf die Sicherheit eines mobilen Betriebssystems an sich zu. Kriminelle greifen die meistverbreiteten Plattformen an, um einen möglichst hohen Benefit zu haben. Angriffsmöglichkeiten bieten sich auch nicht nur durch das Ausnutzen von Schwachstellen, sondern oftmals durch den Benutzer an sich (sogenanntes Social Engineering). Woran erkenne ich als Nutzer, dass ich ein Problem habe? Preuß: Heutige Schadprogramme versuchen möglichst unerkannt zu agieren, um lange die Ziele der Kriminellen umzusetzen. Technisch versierte Benutzer könnten durch Analysen schädliches Verhalten aufspüren, was jedoch meist sehr aufwendig ist. Generell gilt - wie auch beim PC - Betriebssystem und Software auf dem aktuellsten Stand zu halten und Sicherheitssoftware einzusetzen, um Schädlinge zu erkennen und zu vermeiden. Was kann ich tun, wenn mein Smartphone befallen ist? Preuß: Eine Anti-Virenlösung kann den Schädling neutralisieren. Für Smartphone-Nutzer ist das die einfachste Methode. Und wie kann ich beurteilen, dass ich in der Gefahrenabwehr erfolgreich war? Preuß: Sicherheitssoftware zeigt etwaige Funde von Schädlingen sowie den Erfolgsstatus bei der Desinfizierung des Geräts an.

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