Smartes Licht

Smart Home - Innovationen des vernetzen Lichts

Vernetztes Licht zählt zu den Basics im Smart Home. Man könnte meinen, dass sich jenseits von Ein- und Ausschalten nicht viel tut. Doch weit gefehlt!

Smart Home - Smartes Licht

© Hersteller

Smart Home - Smartes Licht

Ob als Bestandteil programmierter Szenen oder im wörtlichen Sinne auf Zuruf, ob nach Auslösen eines Schalters oder Bewegungsmelders beziehungsweise als Bestandteil einer Anwesenheitssimulation zum Schutz vor Einbrechern – vernetzte Lampen spielen im Smart Home eine Hauptrolle. Doch auch bei dieser auf den ersten Blick unspektakulären Anwendung gab es in jüngster Zeit jede Menge Innovationen.

Philips Hue legt nach 

So bleibt etwa Smart-Home-Veteran und Marktführer Philips bei seinem Hue-System dem Prinzip treu, sich so gut wie allen Plattformen und Trends zu öffnen. Dank öffentlich zugänglicher APIs (Programmierschnittstellen) lassen sich Hue-Lampen nicht nur in alle wichtigen Smart-Home-Systeme wie Telekom/Qivicon, Innogy oder De- volo Home Control integrieren, sondern auch durch Hunderte von Smart- Home-Apps großer oder kleiner Softwareanbieter steuern. 

Auch zu Apples Homekit sind die Hue-Lampen kompatibel. Zu den jüngsten Neuerungen zählt, dass dies nicht nur für die Ansteuerung der Lampen selbst zutrifft, sondern auch für die zum Hue-System gehörigen Schalter, Dimmer und Bewegungsmelder. Nun lassen sich diese Elemente als Auslöser für Home-Kit-Regeln nutzen. 

Voraussetzung ist allerdings die zweite Generation der Hue-Bridge, die an ihrem eckigen Gehäuse zu erkennen ist, während die Modelle der ersten Generation rund waren. Auch die Steuerung der Hue-Bridge über Amazon Alexa oder Google Assistant hat Philips bereits realisiert. Dank entsprechender Vorarbeit von Amazon, lassen sich auch Lichtfarben mit Alexa-Kommandos wählen: „Alexa, ändere die Farbe im Wohnzimmer auf grün.“

Smart Light - Philips Hue Bridge

© Philips

Schlägt Brücken: Die Hue-Bridge der zweiten Generation ist an ihrem eckigen Gehäuse zu erkennen und ist Voraussetzung für Homekit und andere Anbindungen.

Auch Osram kooperiert 

Trotz der Verbreitung und des hohen Innovationstempos von Hue legt auch Smart-Lighting-Konkurrent Osram kontinuierlich nach. Sein Lightify-System ist ähnlich aufgebaut wie Hue und besteht ebenfalls aus einem per WLAN ansprechbaren Gateway, das seinerseits die verbundenen Lampen über den Funkstandard Zigbee steuert.

Längst haben Smart-Home-Experten herausgefunden, dass sie Lightify- Lampen auch in bestehende Hue-Instalationen integrieren können. Allerdings bleibt der Funktionsumfang in diesem Fall eingeschränkt – beispielsweise bleibt auf diese Weise verbundenen Lightify-Lampen die Ansteuerung per Homekit verwehrt. 

Wer innerhalb der Systemwelt von Osram bleibt, kann Lightify dafür mit der Homematic-Plattform von EQ-3 oder Conrad Connect sowie der Qivicon-Basis verbinden. Und auch Osram hat eine Alexa-Skill zur Anbindung seiner vernetzten Lampen an die Sprachassistentin von Amazon programmiert.

Smart Light - OSRAM Lightify

© OSRAM

Großes Angebot: Auch Osram Lightify ist auf ein breites Sortiment an Leuchtmitteln angewachsen und öffnet sich zunehmend anderen Systemwelten.

Ikea spricht mit anderen 

Dass Smart-Home-Technik im Mainstream angekommen ist, belegt Trådfri („Drahtlos“) von Ikea: das per Zigbee vernetzte Lampensystem gibt es zu günstigen Preisen in jeder Filiale des schwedischen Einrichtungshauses. Sein Sortiment ist von anfangs nur einfarbigen Lampen mittlerweile auf ein breiteres Angebot angewachsen, das auch Lampen mit Farbsteuerung und zu den Ikea-Möbelserien passende Leuchtpanele umfasst. 

Nach Marktstart präsentierte sich das System noch recht isoliert – doch mit einem seit Ende August erhältlichen Firmware-Update lassen sich die Ikea-Lampen auch an einer Hue-Bridge anmelden. Zum Update vorhandener Lampen ist allerdings das Trådfri-Gateway (30 Euro) erforderlich, das für einfache Installationen sonst nicht zwingend ist.

Die in den Ikea-Filialen heute angebotenen Lampen sollten jedoch bereits die nötige Softwareversion ab Werk besitzen. Und die Ikea-Programmierer arbeiten bereits an einer weiteren Öffnung des Systems. So soll sich Trådfri ab Herbst per Homekit steuern lassen. Ebenso sind Anbindungen an Amazon Alexa und Google Assistant in Arbeit.

Smartes Licht - Ikea Tradfri

© Ikea

Smarter Schwede: Das Ikea-System Trådfri lässt sich per Fernbedienung oder App steuern. Schrittweise öffnet es sich anderen Plattformen.

Dritte Generation bei LIFX 

Klare Öffnungstendenzen in andere Systemwelten sind auch bei LIFX zu beobachten. Bei diesem System werden die Lampen direkt per WLAN angesteuert, was ein Gateway zu Funkstandards wie Zigbee überflüssig macht. Die WLAN-Lampen lassen sich mit Conrad Connect steuern oder am Harmony-Hub von Logitech anmelden. Auch Sprachsteuerung mit Alexa und Google Assistant wird unterstützt. In der seit Sommer erhältlichen dritten Generation sind die LIFX-Leuchtmittel zudem nun auch Homekit-kompatibel.

Smart Light - TP-Link & LIFX Leichtmittel

© Hersteller

Links: Internet der Lampen: Bei vernetzten Leuchtmitteln ist TP-Link ein Newcomer. Noch fehlen der LB130 einige Softwarefunktionen. Rechts: Flexible WLAN-Lampen: Die Leuchtmittel von LIFX sind zwar recht groß und schwer, arbeiten aber energiesparend und verstehen sich nun auch mit Homekit

WLAN oder Bluetooth 

Vergleichsweise neu auf dem Markt ist die ebenfalls per WLAN steuerbare smarte Lampe LB130 vom Netzwerk-Spezialisten TP-Link. Sie erlaubt die Einstellung sowohl von Farbtemperatur als auch Farbton. Derzeit noch etwas rudimentär ist allerdings die Anbindung an Amazon Alexa geraten – beispielsweise unterstützt sie noch nicht die Änderung der Lampenfarbe per Sprachsteuerung. 

Aber solche softwarebasierten Verbesserungen werden hoffentlich noch nachgereicht. Auf den Funkstandard Bluetooth setzt die LED-Lampe Avea von Elgato. Neben sechs Farben und weißem Licht beherrscht Avea einige per Software realisierte Effekte wie die Simulation von flackerndem Kaminfeuer oder blaugrünem Polarlicht. Allerdings beschränkt sich die Steuerung auf die von Elgato angebotenen Apps für iPhone, iPad und AppleWatch – eine Anbindung an Homekit oder andere Plattformen ist nicht vorgesehen.

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